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Sichere Fahrt ins Skivergnügen

Wintersportfans freuen sich schon auf den bevorstehenden Skiurlaub. Wir geben Tipps, wie das Auto richtig vorbereitet wird, damit man reibungslos im Skigebiet ankommt.  

Ladesicherung im Winter © ÖAMTC
Ladesicherung im Winter © ÖAMTC

Egal ob Skitag oder Winterurlaub: Das Fahrzeug sollte fit sein für die winterlichen Fahrbedingungen. „Reifen, die schon bei der Montage nur knapp die situative Winterreifenpflicht mit vorgeschriebenen vier Millimeter Profiltiefe erfüllt haben, sind Wochen später für die Fahrt auf Schnee und Eis möglicherweise nicht mehr geeignet und gehören ausgetauscht“, sagt ÖAMTC-Techniker Breitenfellner. Auf der Checkliste stehen die Kontrolle des Reifendrucks, der an die Beladung angepasst sein sollte, sowie von Beleuchtung und Scheibenwischern. Überprüft und eventuell nachgefüllt werden sollten Kühler- und Scheibenfrostschutz sowie das Motoröl. Wenn Tür- und Kofferraumdichtungen mit Pflegemitteln eingesprüht werden, vereisen diese bei frostigen Temperaturen weniger leicht. Auch die Winterausrüstung im Auto sollte inspiziert werden: Hinein gehören Eiskratzer, Besen, Schneeketten, Handschuhe sowie eine warme Decke.

Auto ohne Hektik laden

Los geht’s meistens früh am Morgen. Das Fahrzeug erst dann zu beladen, kann stressig werden. „Vermeiden Sie Zeitdruck und laden Sie schon am Vortag“, rät Breitenfellner. Schweres gehört in den Kofferraum unten an der Rückwand der hinteren Sitzbank platziert. Zur Ladesicherung sollten Spanngurte verwendet und an den im Kofferraum vorhandenen Zurr-Ösen befestigt werden. Ski bergen wegen ihrer scharfen Kanten ein Verletzungsrisiko. Ein Skisack ist für den Transport ideal, andernfalls die Kanten mit einer Decke verhüllen. Mit Taschen, Skischuhen und Schlitten ist der Kofferraum schnell vollgeräumt, doch ungesicherte Ladung kann bei einem Unfall zur Gefahr für die Insassen werden. Ein zwei Kilo schwerer Skischuh beispielsweise kann bei einer Vollbremsung mit 50 km/h mit einer Aufprallwucht von 100 Kilo auf einen Insassen einwirken. Mit höherer Geschwindigkeit potenziert sich die Gefahr – doppelt so schnell zu fahren bedeutet also die vierfache Aufprallenergie. „Ragt die Ladung über die Rückenlehne, unbedingt ein Trennnetz oder ein Sicherheitsnetz zur Ladesicherung verwenden“, empfiehlt der Technikexperte. Wichtig ist, das Auto so zu beladen, dass die Sicht frei bleibt. Bei Fahrt mit eingeschränkter Sicht drohen Strafen, bei einem Unfall auch ein Mitverschulden.

Ladung auch in Dachbox sichern

Einen sicheren Transport für Ski oder Snowboard gewährleisten Dachboxen. Größeres Ladevolumen, besserer Diebstahlschutz sowie die Möglichkeit Kleinteile wie etwa Skischuhe unterzubringen, sprechen für diese Transportvariante. Allerdings muss auch in einer Dachbox die Ladung festgezurrt werden. Beim Beladen muss außerdem die maximal zulässige Nutzlast der Dachbox sowie die erlaubte Dachlast des Autos beachtet werden. „Durch die Last am Fahrzeugdach ändert sich beim Kurvenfahren die Stabilität des Fahrzeuges. Fahrweise und Geschwindigkeit sind daher anzupassen“, betont Breitenfellner. Da Aufbauten auf dem Autodach einen Mehrverbrauch an Sprit verursachen, rät der ÖAMTC-Techniker Dachboxen oder Skiträger abzumontieren, wenn sie nicht gebraucht werden.

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