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Was ein vernetztes Auto über uns verrät

FIA und ÖAMTC fordern die Automobilhersteller auf zu veröffentlichen, welche Fahrzeugdaten erfasst, verarbeitet, gespeichert und weitergegeben werden.

Hersteller müssen sich zur Datensicherheit verpflichten

Gemeinsam mit der FIA Region I fordert der ÖAMTC von den Automobilherstellern, für jedes Modell eine Liste zu veröffentlichen mit sämtlichen Fahrzeugdaten, die erfasst, verarbeitet, gespeichert und extern weitergegeben werden. Diese Liste muss für den Konsumenten leicht verfügbar und verständlich sein. Darüber hinaus sollten die Hersteller punkto Datensicherheit immer den aktuellsten Standard sicherstellen.

Automatische Weiterleitung der Daten muss deaktivierbar sein

Für den Fahrer müssen die Verarbeitung und Weiterleitung von Daten, die für einen sicheren Fahrbetrieb nicht unbedingt erforderlich sind, ohne weiteres deaktivierbar sein.
Letztlich sollten die Autofahrer nicht an das System des Herstellers gebunden sein. Der Konsument zahlt mit dem Erwerb des Fahrzeuges für die Hardware, mit der die Vernetzung technisch möglich wird. Daher muss es für ihn danach auch möglich sein, zu bestimmen, wer seine Daten erhält. Eine monopolhafte Bindung an die Wertschöpfungskette des Herstellers ist nicht akzeptabel. Das Recht auf freie Werkstattwahl darf durch die Vernetzung von Fahrzeugen nicht unterlaufen werden.
Daher ist es an der Zeit, den Fahrzeugdatenschutz sicherzustellen und durch zunehmende Standardisierung der Fahrzeugvernetzung die Entstehung eines wirklich fairen und offenen Sekundärmarktes zu gewährleisten.

ÖAMTC fordert Wahlfreiheit für Autofahrer

Mit dem Aufkommen der drahtlosen Fahrzeugkommunikation kommt der Markt für Fahrzeugdaten in Bewegung. Google, Apple und ähnlich Datensammel-Unternehmen drängen auf diesen Markt. Gleichzeitig versuchen die Fahrzeughersteller, die derzeit die alleinige Kontrolle über die Fahrzeug-Daten besitzen, mit „Rundum-Sorglos-Paketen“ für die Fahrzeughalter ihren Anteil an der Wertschöpfungskette auszubauen.
Das freie Wahlrecht des Konsumenten bleibt dabei vielfach auf der Strecke. Aktuell sind die Fahrzeughalter nur unzureichend darüber informiert, welche Daten zu welchen Zwecken erfasst werden. Im Zuge der Vernetzung von Fahrzeugen ist es daher notwendig, für klare Rahmenbedingungen insbesondere hinsichtlich des Zugriffs auf Reparatur- und Wartungsdaten zu sorgen, damit der Konsument weiterhin die freie Wahl seiner Werkstätte bzw. seines Pannendienstes hat.
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