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Automatentankstelle

Immer mehr Tankautomaten in Österreich.

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Ende 2015 standen den Autofahrern österreichweit 2.641 öffentlich zugängliche Tankstellen zur Verfügung. 666 davon – also etwa ein Viertel – waren mit Tankautomaten ausgerüstet, Tendenz steigend.


"Der Trend zur Automatentankstelle hat sich in Österreich im Vergleich zu anderen Ländern eher langsam entwickelt", so ÖAMTC-Verkehrswirtschaftsexpertin Elisabeth Brandau. "Derzeit ist aber zu beobachten, dass immer mehr Tankstellenbetreiber zumindest optional die Möglichkeit zur vollständigen Selbstbedienung bieten und immer mehr Autofahrer das Angebot auch nutzen – meistens aufgrund des geringeren Spritpreises und der unbeschränkten Öffnungszeiten."

Günstiges Tanken als Vor-, fehlendes Service als Nachteil


Die ÖAMTC-Beobachtung der Spritpreise zeigt, dass der Kraftstoff an Automatentankstellen tendenziell weniger kostet als bei Tankstellen mit Personal. "Die Differenz zwischen den teuersten und günstigsten Tankstellen liegt in Österreich bei knapp 40 Cent pro Liter. Stationen mit Tankautomaten sind großteils im unteren Preissegment zu finden", erklärt die ÖAMTC-Expertin.

Rund um die Uhr geöffnet

770 von 1.000 Personen, die im Rahmen einer Marketagent-Umfrage im Auftrag des ÖAMTC im März 2016 befragt wurden, gaben an, dass sie beim Tanken auf den Preis achten. Daher werden Automatentankstellen immer beliebter. 11 Prozent der Befragen tanken immer am Automaten, 32 Prozent häufig, 22 Prozent gelegentlich und 20 Prozent selten. Als Hauptgrund wird mit mehr als 60 Prozent der günstige Kraftstoffpreis genannt, gleich danach die Rund-um-die-Uhr-Verfügbarkeit. Auch die Tatsachen, dass man nicht bei der Kassa warten muss und der Tankvorgang schneller erledigt ist, wurden als Vorteile genannt.

Keine Serviceleistungen

Nur 16 Prozent tanken nie bei Automaten. Als Grund wird dabei oft angegeben, dass es keine Automatentankstelle in der Nähe gibt. Andere Gründe sind beispielsweise, dass man nicht mit Karte zahlen möchte, es keine Personalunterstützung und Serviceangebote gibt und man Bedenken wegen der verloren gegangenen Arbeitsplätze hat.

Vorsicht beim Bezahlen: "Reservierung" eines Geldbetrags üblich

Besondere Aufmerksamkeit ist beim Bezahlvorgang geboten. "In Österreich, aber auch in anderen Ländern, wird üblicherweise ein bestimmter Betrag auf dem Konto zur Absicherung "reserviert". Meist sind das 120 bis 130 Euro", so Brandau. Der Kunde steckt seine Karte in den Automaten und gibt den Pin-Code ein, der Automat überprüft, ob der "Reservierungsbetrag" verfügbar ist und reserviert diesen. "Die Höhe des Sicherheitsbetrages hängt aber nicht mit der tatsächlichen Tank-Summe zusammen. Das heißt, auch wenn man nur um 30 Euro getankt hat, ist ein wesentlich höherer Betrag reserviert. Man kann also unter Umständen für ein paar Tage nicht in vollem Umfang über sein Konto verfügen", erklärt die ÖAMTC-Expertin. Hinweise auf diese international übliche "Vorautorisierung" sind an den Tankautomaten nicht immer sofort ersichtlich.

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