Seat Arona von schräg vorne

Was braucht man mehr?

Womit der Arona nach dem 2026er-Facelift punktet – und was durchfällt.

Von Helmut Eckler,

Das kompakte City‑SUV Seat Arona ist seit 2017 auf dem Markt. Nun erhielt es sein zweites Facelift. Die wichtigsten Details sind die neue Front mit großen, kantigen Waben-Elementen im Kühlergrill und schmalen Voll-LED-Scheinwerfern sowie die LED-Rückleuchten. Innen gibt es unter anderem hochwertiger anmutende Materialien, ein moderner gestyltes Multifunktions-Lenkrad und individuell einstellbare Digital-Anzeigen. Mitbewerber des im spanischen Seat/Cupra-Werk Martorell gefertigten Arona: die Konzernbrüder VW T‑Cross und Škoda Kamiq, Renault Captur, Hyundai Bayon, Peugeot 2008, Opel Mokka, Kia Stonic, Toyota Yaris Cross.

Seat Arona-Innenraum: Einfach, so wie früher

Gute Sitze, ein übersichtliches Cockpit, echte Tasten und drei Drehregler für die manuelle Klimaanlage machen den Innenraum aus. Das Multimedia-System mit Freisprecheinrichtung und Navi ist intuitiv am Touchscreen zu bedienen. Kabel­loses Android Auto/Apple Carplay gibt es als Extra im Österreichpaket für 600 Euro. Darin ist auch das gesamte Winter-Paket enthalten. Dieses beinhaltet darüber hinaus beheizbare Vordersitze, beheizbare Außenspiegel und einen höhenverstellbaren Beifahrersitz – der des Fahrers ist es sowieso. Fast schon unüblich sind der herkömmliche Funkschlüssel und das Zündschloss statt eines Startknopfes. Der Kofferraum mit absenkbarem Boden ist mit 400 Litern Volumen erfreulich groß.

1Seat Arona: Panorama-Ansicht des gesamten Cockpits aus der zweiten Reihe
2Seat Arona Cockpit
3Seat Arona Touchscreen mit den an der Unterkante angebrachten analogen Tasten für Hauptmenüs
  • Im übersichtlichen und klar gestalteten Cockpit gibt's nur einen Nachteil: zu wenige brauchbare Ablagen. © Sebastian Weissinger
  • Digitale, individuell einstellbare Anzeigen, nur wenige ausreichend große Tasten auf dem Lenkrad und Drehregler für die Klimaanlage erleichtern die Übersicht. © Sebastian Weissinger
  • Die Multimedia-Hauptmenüs sind mit Tasten unterhalb des Bildschirms wählbar, Feinheiten dann auf dem Touchscreen selbst. © Helmut Eckler

So fährt sich der Arona

Der Arona ist handlich, übersichtlich und erstaunlich kom­for­ta­bel. Der Dreizylinder-Benziner mit 95 PS reicht vollkommen, der Fokus liegt naturgemäß auf Alltagstauglichkeit und nicht auf Sportlichkeit. Das macht sich auch positiv beim Verbrauch bemerkbar: Der liegt bei 5,3 Litern laut WLTP, auf der auto touring-Normrunde ermittelten wir einen Verbrauch von 5,5 Litern pro 100 Kilometern. Allerdings klingt er beim Be­schleu­ni­gen, konkret ab rund 3.000 Umdrehungen, unangenehm rau.

Sondermodell "Edition"

Das Basismodell Arona Reference kostet 23.890 Euro, als Sondermodell "Reference Edition" mit identer Ausstattung jedoch erheblich weniger, nämlich 19.990 Euro. Alle heutzutage üblichen bzw. vorgeschriebenen Assistenzsysteme sind an Bord. Top: Für alle Arona-Modelle gilt jedenfalls die 10-Jahre-Herstellergarantie.

Seat Arona offener Kofferraum mit abgesenktem Boden
Die Rücksitz-Lehne ist im Verhältnis 1:2 umlegbar. Der Boden kann zur Erweiterung des Volumens abgesenkt werden. © Sebastian Weissinger
Seat Arona von hinten
Neu seit dem Facelift: LED-Rückleuchten. © Sebastian Weissinger

Seat Arona Reference Edition 1.0 TSI (Sondermodell des Basismodells): Technische Daten

  • Preis: € 19.990
  • Motoren: 3-Zylinder-Benzin, 999 cm3
  • Leistung: 70 kW (95 PS) bei 5.000/min
  • Drehmoment: 175 Nm bei 1.600/min
  • Spitze: 182 km/h
  • Antrieb: Vorderrad, 5-Gang-Schaltgetriebe
  • Länge/Breite/Höhe: 4.164/1.780/1.530 mm
  • Radstand: 2.555 mm
  • Kofferraum: 400/1.280 l (min/max)
  • Gewicht: 1.130/480 kg (leer/Zuladung)
  • Anhängelast: 1.000/590 kg (gebr./ungebr.)
  • Tankinhalt: 40 l
  • Normverbrauch: 5,3 l/100 km (WLTP)
  • Abgasklasse: Euro 6 EB
  • CO2-Ausstoß: 120 g/km (WLTP)
  • Garantie: 10 Jahre