Ein blauer Audi Q9 und eine Person in einem blauen Pullover stehen in einem Studio,

Vorstellung: Audi Q9

Mehr Auto als den Q7 braucht kein Mensch? In Ingolstadt sieht man das anders – und bringt jetzt den gewaltigen Audi Q9.

Von Maximilian Barcelli,

5,31 Meter Länge und 2,21 Meter Breite: Es könnten die Abmessungen eines Kinderzimmers sein, sind aber tatsächlich jene des neuen Audi Q9. Die eben aus der Taufe gehobene Modellbaureihe der Ingolstädter markiert das obere Ende der SUV-Palette und ist noch einmal ein gutes Stück größer als die Konkurrenten BMW X7 und Mercedes GLS. "The more the better" lautet aber nicht nur die Devise bei den reinen Abmessungen.

Ein blauer Audi Q9 fährt auf einer Straße durch die Wüste.
Die nächste europäische Altstadt ist weit entfernt: Ein Audi Q9 in seinem natürlichen Habitat. © Audi

Audi Q9: Exterieur

Das wird bei einem Blick auf das Exterieur schnell klar. Auf Wunsch gibt es einen beleuchteten Grill, aber auch ohne Lichtshow ist dieser mit seinen vertikalen Streben ein Monument. Er zieht das Fahrzeug in die Höhe, lässt es aufrecht und selbstbewusst dastehen. Das Felgen-Portfolio beginnt bei 20 Zoll und endet bei 23 Zoll. Die Scheinwerfer? Matrix-LED. Heckleuchten? OLED. Und gebogen sind sie auch noch, sodass sie tief hinein in die Seiten des Q9 reichen.

Kühlergrill eines blauen Audi Q9.
Vertikale Streben zieren den Kühlergrill des Q9. © Audi

Kommunikationslicht im neuen Q9

Apropos Licht: Nicht nur die Kund:innen – übrigens werden mehr als 60 Prozent von diesen laut Audis Berechnungen in Nordamerika sein – sollen von der Technologie profitieren. Deshalb verbaut Audi in den Q9 Kommunikationslicht. Die OLED-Heckleuchten etwa können eine spezifische Schlusslichtsignatur in Form eines Warndreiecks zeigen. Zusätzlich warnt das Auto mit einer Signatur Fahrradfahrende oder andere Fahrzeuge, die sich von hinten an das stehende Fahrzeug annähern, vor möglichen Kollisionen beim Ausstieg durch Insassen.

Auf Boden projizierte Lichtsignatur eines blauen Audi Q9.
Kommunikationslicht im neuen Audi Q9. © Audi

Audi Q9 als Sechs- oder Siebensitzer

Geklotzt und nicht nur gekleckert wird auch im Innenraum. Der Audi Q9 wird wahlweise als Sechs- oder Siebensitzer angeboten, Fünfsitzer wird es keinen geben. Der Sechssitzer besticht mit elektrischen Einzelsitzen in der mittleren Reihe, die direkt aus der First Class eines Langstreckenfliegers stammen könnten. Vorne gibt es Sportsitze, freilich mit Sitzheizung. Damit wirklich kein Körperteil frieren muss, gibt es optional dann noch Flächenheizung für die Armauflagen in den Türen sowie die Mittelarmlehne. Falls es einmal kälter wird in Santa Monica…

Beiger Innenraum eines Audi Q9.
Fast alles was Sie hier sehen, lässt sich beheizen… © Audi

Platzangebot und Displays

Gut sitzt man allerdings nicht nur vorne, wo Passagiere von diversen Heizungen gewärmt werden, sondern auch hinten. Das Platzangebot ist – in Ermangelung eines besseren Ausdrucks – epochal. Selbst in Reihe drei sitzt man als Erwachsener noch sehr würdevoll. Zurück ins Cockpit: Das ist großteils aus anderen Modellen bekannt. So besteht das Panoramadisplay im Curved Design auch im neuen Q9 aus dem 12,3 Zoll großen Instrumentendisplay und dem 14,5 Zoll großen Touchscreen. Das 12,3 Zoll große Beifahrerdisplay gehört im Audi Q9 2026 zur Serienausstattung. Weiterentwickelt wurde die Musikanlage. Die Hardfacts des "Bang & Olufsen Premium Soundsystem mit 4D-Klang": 22 Lautsprecher, 1.360 Watt und Sitzaktuatoren, die passend zur Musik vibrieren und so das Bassgefühl intensivieren.

Panorama-Glasschiebedach mit 1,5 Quadratmetern

Zwar ist die Gefahr, sich bei einem Radstand von 3,14 Metern und einer Fahrzeughöhe von 1,81 Metern sonderlich eingeengt zu fühlen, enden wollend, sicherheitshalber verbaut Audi aber noch serienmäßig ein Panoramaglasdach. Dieses misst mehr als 1,5 Quadratmeter, was zwar groß ist, aber nicht so groß wie etwa jenes im neuen Škoda Peaq. Dafür ist jenes im Audi Q9 ein Schiebedach, es lässt sich also öffnen. Optional gibt es für das Dach eine schaltbare Transparenz. "Wird der Q9 abgestellt, schaltet das Dach automatisch auf intransparent, um Einblicke von außen zu verhindern", heißt es in der Pressemitteilung. Wobei sich da freilich die Frage auftut, wer denn bitte ausgerechnet von oben in dieses 1,81 Meter hohe Auto schauen möchte, wo doch die Seitenfenster wesentlich naheliegender wären.

Beige Sitze eines Audi Q9.
Panoramaglasdach im Sechssitzer. © Audi

Die Motorisierungen des Q9

Seitens Fahrwerks greift Audi selbstverständlich ebenfalls ins Premium-Regal. So gibt es serienmäßig Luftfederung mit Allrad- und Progressivlenkung. Angetrieben wird der Audi Q9 vorerst von einer einzigen Motorisierung: einem Dreiliter-V6-Turbodiesel mit wahlweise 299 PS und 630 Nm oder 245 PS und 500 Nm. Mildhybridisiert ist der Antrieb auch, besonders niedrig ist der Verbrauch aufgrund der Größe von Auto und Motor sowie des Leergewichts von 2,53 Tonnen aber freilich nicht: Beim stärkeren Diesel liegt dieser bei 7,4 bis 8 Litern pro 100 km laut WLTP.

Ein blauer Audi Q9 steht in einem Studio.
2,53 Tonnen schwer ist der Audi Q9 ohne Insassen. © Audi

Audi Q9: Marktstart und Preis

Dafür beschleunigt der Audi Q9 TDI quattro 220 kW in 6,5 Sekunden von 0 auf 100 km/h, die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 240 km/h. Die konkreten Werte des kleineren Diesel hat Ingolstadt noch nicht kommuniziert. Gebaut wird der Audi Q9 in Bratislava, der Marktstart erfolgt im November 2026 – und das zu Preisen ab 135.900 Euro.

Eine Person lehnt am Heck eines blauen Audi Q9, der in einem Studio steht.
135.900 Euro kostet der Audi Q9 mindestens in Österreich. © Audi