Brighton liebt oder hasst man. Londoner:innen nennen das nur 85 Kilometer südlich der Hauptstadt gelegene Seebad zwar überheblich "London by the Sea", sie fahren aber an freien Tagen trotzdem gerne hin, um die alltäglichen Regeln der Metropole hinter sich zu lassen. Grund: Brighton steht für ausgelassene Nächte, viel Freiheit und das unverwechselbare Gefühl, dem Alltag für ein paar Stunden davonzufahren.
Das Erstaunliche: Trotz der lebhaften Partyszene ist Brighton sehr entspannt, offen – und auch nachts sicher. Die Stadt gibt einem das Gefühl, dass jede:r sein kann, wer oder wie man möchte. Nicht zuletzt deshalb gilt sie auch als die unbestrittene LGBTQ+-Hochburg des Vereinigten Königreichs.
1. Brighton Palace Pier
Auf dem 500 Meter langen Pier gibt’s Fahrgeschäfte, Spielhallen und Fish & Chips. Wer den Trubel satt hat, setzt sich daneben an den Strand und lauscht dem Meer. Der Palace Pier ist aber kein stilles Postkartenmotiv, sondern Brightons lautestes Wahrzeichen: ein wenig abgewohnt, sehr britisch und gerade deshalb so schön.
2. The Lanes
Von der Strandpromenade sind es nur wenige Schritte in die verwinkelten Gassen von The Lanes. Bunte Fassaden, kleine Shops, Vintage-Fundstücke und Pubs liegen hier eng beieinander. Wo einst Fischer und Handwerker arbeiteten, stöbert man heute ohne Plan durch ein Viertel, das sich seinen ganz eigenen Rhythmus bewahrt hat. Wer sich treiben lässt, findet immer mehr, als man gesucht hat.

3. Musik
Brighton ist das musikalische Zentrum Südenglands, von hier stammt etwa Star-DJ Fatboy Slim. Schallplattenfans ergattern in den Secondhand-Shops oft seltene Fundstücke. Tipp: "Across The Tracks" in der Gloucester Road 110.
4. Quadrophenia Alley
Wer bei East Street 11 in den gut versteckten Innenhof abbiegt, gelangt zu einem Drehort des legendären Films Quadrophenia, der das Lebensgefühl der "Mod"-Jugendbewegung der 1960er-Jahre einfing. Die dort entstandene (nicht jugendfreie) Szene sollte man aber nicht nachstellen: Der Innenhof ist heute videoüberwacht.

5. Meer auf dem Teller
Fish & Chips gehören an der englischen Küste einfach dazu. Entscheidend ist die Frische: knusprig ausgebackener Fisch, dicke Pommes, "mushy peas" (Erbsenpüree), dazu ein Spritzer Zitrone – und möglichst ein Platz im Freien. In Brighton schmeckt der britische Klassiker dank Meeresluft noch ein wenig besser.

6. Pubs
Die Dichte an historischen Pubs in Brighton ist beeindruckend. Viele servieren gutes Essen, ausnahmslos alle auch ein korrekt gezapftes Pint. Unser Tipp: The Sussex, East Street 33.
7. Royal Pavilion
König Georg IV. hat mit dem indisch inspirierten Palast anno 1820 Brightons spätere bunte Eigenwilligkeit nachhaltig geprägt: Das Bauwerk ist de facto die erste Pop-Architektur.

8. Nostalgie auf Schienen
Die Volks Electric Railway fährt direkt an der Strandpromenade entlang und ist mehr als ein Verkehrsmittel. In den historischen Wagen zuckelt man gemächlich zwischen Palace Pier und Brighton Marina, das Meer bleibt immer im Blick. Die entschleunigte Fahrt passt wunderbar zu Brightons alter Seebad-Seele.

9. Brighton Marina
Östlich des Zentrums liegt die Brighton Marina, ein künstlich angelegter Hafen mit Liegeplätzen, Restaurants, Freizeitangeboten und großen Wohnbauten. Architektonisch nicht durchgehend charmant, aber spannend als Gegenentwurf zu den viktorianischen Fassaden an der Seafront: Brighton zeigt hier seine urbanere, modernere Küstenseite.
10. Für Racing-Fans
Im hochgerüsteten Rennsimulator von "Vrroom Racing" in der Brighton Marina zählt jede Kurve, jeder Bremspunkt und jede Zehntelsekunde. Eine willkommene Abwechslung für Autofans — besonders dann, wenn draußen der typische englische Regen einsetzt.

Information & Buchung
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