auto touring: Frau Staatssekretärin, was verbinden Sie mit der Formel 1?
Michaela Schmidt: In erster Linie Kindheitserinnerungen. Am Sonntag war die Formel 1 ein Pflichttermin – vorher mit Gerhard Berger, später dann mit Alexander Wurz als Fahrer. Vor Ort bin ich aber tatsächlich das erste Mal.
Und wie gefällt es Ihnen?
Es herrscht hier großartige Stimmung. 300.000 Zuseher:innen – das zeigt, Österreich ist und bleibt ein Formel-1-Land.
Sie hatten einen Termin mit Toto Wolff – worüber haben Sie gesprochen?
Wir haben über die Entwicklung von Motorsport gesprochen. Wie man es schafft, mehr Kinder und auch Frauen in den Motorsport zu bekommen. Da steht man vor den gleichen Herausforderungen wie andere Sportverbände. Aber wir sind uns einig, dass wir für die Kinder die besten Rahmenbedingungen brauchen.

Run am Ring
Was sind die konkreten Ideen?
Wichtig ist, dass ein Sportverband gegründet wurde, denn das ist die Voraussetzung für Programme wie Nachwuchsförderungen. Da sind wir auf einem guten Weg.
Worauf freuen Sie sich am meisten?
Ich bin Sportlerin – deshalb freue ich mich unterm Strich am meisten auf den Wettbewerb. Es ist eine schnelle Strecke mit vielen Überholmöglichkeiten, wir sehen auch heuer sicher ein spannendes Rennen.
Wie gefällt Ihnen der Red Bull Ring?
Den kenne ich bereits aus eigenen Erfahrungen. Ich bin letztes Jahr im September den Businesslauf hier gelaufen. Es sind zwar nur 4,3 Kilometer, allerdings müssen auch ein paar Höhenmeter überwunden werden. Die sieht man im Fernsehen gar nicht so stark, aber wenn man sie dann selbst laufen muss, spürt man jeden einzelnen. Es war auch ähnlich heiß wie heute – nach dem Lauf haben sich die Sohlen meiner Schuhe gelöst (lacht).

Ein nervenaufreibender Morgen
Was bedeutet denn der Grand Prix für Österreich?
Für Österreich und speziell die Region ist es ein großes Aushängeschild. Die Formel 1 hat mehr als 850 Millionen Fans weltweit – und viele davon sehen heute Österreich im Fernsehen. Das ist eine Werbung für Land und Region, die man nicht groß genug einschätzen kann.
Wann sind Sie denn heute, an diesem Sport-Sonntag, aufgestanden?
Pünktlich um vier Uhr in der Früh, es ist also schon ein langer Tag, der sehr nervenaufreibend begonnen hat (lacht). Ich gratuliere aber der österreichischen Nationalmannschaft zum Aufstieg. Auch, wenn ich mir ein ruhigeres Spiel gewünscht hätte, aber so ist der Sport.

"Gab nichts mehr zu trösten"
Es war tatsächlich nervenaufreibend…
Das war es wirklich. Beim 3:2 habe ich meinen Sohn angerufen, um ihn zu trösten. Aber als er abgehoben hat, gab es dann nichts mehr zu trösten.
Wo verfolgen Sie das Sechzehntelfinale?
Das müssen wir noch organisieren, aber mit Sicherheit Public Viewing. Mit 21 Uhr ist es ja zu einer besseren Zeit (lacht).



- - Ankunft am Green Carpet. © Helmut Eckler
- - Später ging es zum Austausch mit Mercedes-Teamchef Toto Wolff. © Helmut Eckler
- - Mit dabei: Philip Lueger und Michael Fehlmann von der AMF © Helmut Eckler



