Eine Person in blauem Pullover steht an der geöffneten Fahrertür angelehnt neben einem roten Skoda Epiq.

Könnte episch werden

So positioniert sich der Škoda Epiq innerhalb des Elektro-Kleinwagen-Portfolios des VW-Konzerns.

Von Maximilian Barcelli,

Dieses Jahr zündet der Volkswagen-Konzern ein echtes Modellfeuerwerk im Bereich der günstigen E-Autos. Nachdem die Spanier mit dem Cupra Raval den Start markieren durften und Volkswagen Ende April das Tuch vom ID. Polo zog, ist nun Škoda mit dem Epiq an der Reihe. auto touring hat sich das Fahrzeug in Tschechien genauer angesehen.

Kleines Elektro-SUV mit überraschend viel Platz

Anders als der Cupra Raval und der VW ID. Polo ist der Epiq kein klassischer Kleinwagen, sondern positioniert sich als SUV. Damit steht er eigentlich weniger in direkter Konkurrenz zu den beiden, sondern matcht sich primär mit Kia EV2, Citroën ë-C3 und freilich dem im Herbst auf den Markt kommenden VW ID. Cross.

Ein roter Skoda Epiq steht in einem Studio, fotografiert wurde das Heck.
Škoda Epiq: Matcht sich mit Kia EV2, VW ID. Cross und Co. © IvoHercik.com / Skoda

Škoda Epiq: Abmessungen und Kofferraumvolumen

Der Škoda Epiq ist 4,17 Meter lang, 1,58 Meter hoch und 1,8 Meter breit. Sein Radstand beträgt wie der des Cupra Raval 2,6 Meter. Und wie im Cupra Raval, das wurde bei der ersten Epiq-Sitzprobe klar, findet man auch im Škoda überraschend luftige Platzverhältnisse vor. Und zwar vorne, hinten und auch ganz hinten: Das Kofferraumvolumen beträgt 475 Liter. Zum Vergleich: Raval wie ID. Polo bieten rund 30 Liter weniger, das Kofferraumvolumen im Kia EV2 liegt bei 403 Liter, das des Citroën ë-C3 bei 310 Liter. Beide Fahrzeuge sind allerdings auch etwas kürzer als der Škoda Epiq.

Geöffneter Kofferraum mit Ablagefach für Ladekabel eines roten Skoda Epiq.
475 Liter Volumen und ein neues Simply-Clever-Feature – die Tasche fürs Ladekabel – bietet der Kofferraum. © IvoHercik.com / Skoda

Neues Simply Clever-Feature

Praktisch ist der Škoda Epiq allerdings nicht nur wegen seiner für die Länge opulenten Platzverhältnisse: Auch diverse Simply Clever-Features schaffen es in das E-Auto. So bezeichnet Škoda eine Reihe an einfachen Lösungen, die den automobilen Alltag erleichtern. Neu ist hier eine Tasche zur Aufbewahrung von Ladekabeln, die sich an den Top-Tether-Haken im Kofferraum befestigen lässt. Freilich weiterhin an Bord: Klassiker wie der Eiskratzer, der Regenschirm in der Tür oder der Parkscheinhalter an der Windschutzscheibe.

Innenraum eines Skoda Epiq.
13-Zoll-Zentralscreen: serienmäßig an Bord. © IvoHercik.com / Skoda

Škoda Epiq: Reichweite und Akkus

Während der Škoda Epiq sich also in Detailfragen sowie bei den Platzverhältnissen abhebt, ist die Technik bereits bekannt. Als Einstiegsbatterie fungiert ein LFP-Akku mit einer Kapazität von 38,5 kWh. Kombiniert werden kann dieser mit zwei verschiedenen E-Motoren. Das Basismodell Škoda Epiq 35 bietet 85 kW (116 PS), womit es in elf Sekunden von 0 auf 100 km/h geht. Die maximale Ladeleistung beträgt hier 50 kW. Im Škoda Epiq 40 gibt es 99 kW (135 PS), die 100-km/h-Marke knackt man damit in 9,8 Sekunden. Maximale Ladeleistung: 90 kW. Bei der Reichweite gibt es zumindest laut WLTP keine Unterschiede: Sowohl der Škoda Epiq 35 als auch der Epiq 40 schaffen 315 Kilometer.

Hintere Sitzreihe eines Skoda Epiq.
Reihe 2: Für die Außenlänge opulente Platzverhältnisse. © IvoHercik.com / Skoda

Das Topmodell Epiq 55

Als Spitzenmodell fungiert der Škoda Epiq 55. Dieser nutzt einen Lithium-Ionen-Akku mit 55 kWh Kapazität. Damit soll laut WLTP eine Reichweite von rund 430 Kilometern möglich sein. Außerdem lässt sich der Akku schneller laden. Konkret beträgt die maximale DC-Ladeleistung 133 kW, wodurch er von 10 bis 80 Prozent in 23 Minuten geladen werden kann. Von 0 auf 100 km/h beschleunigt der Škoda Epiq 55 in 7,4 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit beträgt 160 km/h.

Skoda-Schriftzug an der C-Säule eines roten Skoda Epiq.
Škoda-Schriftzug an der C-Säule. © IvoHercik.com / Skoda

Škoda Epiq: Preise und Marktstart

Diese Topversion kostet dann aber freilich auch mehr. Wie viel genau, ist noch nicht bekannt. Grundsätzlich soll der Škoda Epiq bei rund 25.000 Euro starten, womit er ähnlich viel kosten wird wie sein Verbrenner-Pendant Škoda Kamiq. Ab Herbst.

Ein roter Skoda Epiq steht in einem Studio.
Der Epiq wird in etwa so viel kosten wie sein Verbrenner-Pendant. © IvoHercik.com / Skoda