Ein Mann lehnt an einem roten Mercedes-SUV.

Das ist der neue Mercedes GLA

Mercedes-Benz rüstet den GLA ordentlich auf und bringt ihn auch vollelektrisch auf die Straße. Alle Infos zur dritten Generation, technische Daten und Preise.

Von Jakob Stantejsky,

Am 28. Juli hat Mercedes-Benz in Warschau das Tuch von der dritten Generation gezogen. Die Eckdaten: Ab 30. Juli 2026 nimmt Mercedes-Benz Bestellungen für den neuen GLA entgegen – in Österreich startet der Preis bei 47.870 Euro. Das Kompakt-SUV tritt sportlicher auf als sein Vorgänger, bietet spürbar mehr Platz im Innenraum und schafft vollelektrisch bis zu 657 Kilometer Reichweite. Die Markteinführung folgt im November 2026.

Antriebe im Überblick

Drei elektrische Varianten stehen zum Start bereit: Der GLA 200 elektrisch leistet 165 kW, der GLA 250+ elektrisch 200 kW. Das Topmodell GLA 350 4Matic elektrisch bringt 260 kW auf die Straße und sprintet in 5,4 Sekunden von null auf 100 km/h. Alle Modelle mit der 85-kWh-NMC-Batterie nutzen 800-Volt-Technik und laden in zehn Minuten Strom für bis zu 270 Kilometer nach – bei einer maximalen DC-Ladeleistung von 320 kW. Anfang 2027 folgen Versionen mit einer kleineren 71 kWh-Batterie sowie Hybridvarianten mit Front- und Allradantrieb samt 48-Volt-Technik und einem neu entwickelten 1,5-Liter-Vierzylinder-Turbomotor.

Abmessungen und Features

Der Radstand wuchs um 61 Millimeter auf 2.790 Millimeter – das verschafft Fondpassagieren 38 Millimeter mehr Beinfreiheit. Der Kofferraum fasst 410 Liter, also 70 Liter mehr als beim Vorgänger; elektrische Modelle ergänzen das durch einen vorderen Kofferraum (Frunk) mit 107 Litern. Zusätzlich schaffen die 4Matic-Modelle zwei Tonnen Anhängelast. Das neue MBUX-Infotainmentsystem steht dem in größeren Mercedes-Fahrzeugen in nichts nach und bündelt drei Displays hinter einer durchgehenden Glasfläche und greift auf KI-Modelle von ChatGPT, Microsoft Bing und Google Gemini zurück. Serienmäßig mit an Bord ist außerdem das Glasdach mit sieben einzeln dimmbaren Segmenten.

Die Sitzprobe

auto touring hatte schon im Vorhinein die Möglichkeit einer kurzen Sitzprobe im neuen Mercedes-Benz GLA. Dabei fällt vor allem hinten die wirklich großzügige Kopf- und Beinfreiheit auf. Hier sitzt man tatsächlich besser als in der elektrischen C-Klasse. Wie erwartet ist das Interieur fein hergerichtet und lässt zumindest auf den ersten Blick keine Wünsche offen. Die riesige Bildschirmfläche statt eines herkömmlichen Armaturenbretts kennt man von Mercedes inzwischen – muss man nicht mögen, kann man aber.

Außen zeigt sich der GLA von Grund auf überarbeitet und steht viel knackiger da als seine Vorgänger. Auch wenn er unterm Strich deutlich gewachsen ist, präsentiert er sich so gleichzeitig etwas jugendlicher – cooler, wenn man so will.