Die Heimreise aus Italien beginnt für Raimund S. und seine Frau mit einem Geräusch, das nichts Gutes verheißt. Als die beiden im Juni mit ihrem Wohnmobil den Campingplatz bei Portogruaro in Venetien verlassen, liegen zwei Wochen Urlaub hinter ihnen. Nun zieht es sie zurück nach Bergheim in Salzburg. Aber schon nach zwei Kilometern rumort es im Antrieb. Herr S. will umkehren, doch dann gibt das Fahrzeug auf. Gerade noch erreicht das Paar den Hof einer Werkstatt.
Nichts geht mehr
Ein Mechaniker checkt das Wohnmobil. Diagnose: kapitaler Getriebeschaden. Eine rasche Reparatur vor Ort ist nicht möglich. Das Fahrzeug muss nach Österreich zurücktransportiert werden.
Für das Ehepaar stellt sich nun die Frage: Wie kommen wir nach Hause? Raimund S. greift zum Telefon und ruft den ÖAMTC an. Für solche Fälle ist sein Schutzbrief schließlich da.
Soforthilfe im Ausland
Binnen zwei Stunden organisiert die Schutzbrief-Nothilfe alle nötigen Schritte für die Rückreise und den Fahrzeugrücktransport. Das Paar packt das Nötigste aus dem Wohnmobil, und noch am selben Tag bringt ein Taxi die beiden von Portogruaro nach Villach. Dort wartet schon ein Clubmobil für die Heimfahrt nach Salzburg. Das Wohnmobil wird per Rücktransport zur Heimat-Werkstatt überstellt.
Das nächste Problem
Drei Monate später ist das Ehepaar abermals unterwegs, diesmal mit dem Pkw in Südfrankreich. Und wieder passiert etwas: In Aix-en-Provence fängt sich Raimund eine Darminfektion ein, die alle Reisepläne zunichtemacht. Eine Ärztin verschreibt ihm Antibiotika. Er ist geschwächt. Als er die Praxis verlässt, stürzt er auch noch und verletzt sich am linken Unterschenkel.
Für das Paar besonders schwierig: Die gut 1.000 Kilometer nach Hause kann Raimund nicht mehr selbst fahren. Das Problem: Seine Frau fährt zu Hause nur kurze Strecken und traut sich die Heimfahrt nicht zu.
Alles gut
Erneut kontaktiert das Paar den ÖAMTC. Raimund S. schildert die Lage und übermittelt die Medikamentenverschreibung. Eine Clubärztin bespricht mit ihm am Telefon die Situation und begleitet die medizinische Abklärung. Schnell wird klar: Ein Krankenrücktransport im Rahmen des Schutzbriefs ist nötig.
Tags darauf ist das Rettungs-Team in Südfrankreich: zwei Sanitäter und ein Chauffeur für den Pkw. Für Raimund und seine Frau geht’s nach Hause. Er reist im Krankentransporter, seine Frau sitzt neben ihm, während auch ihr Auto schon auf dem Weg nach Hause ist.
Raimund S. sagt: "Erst, wenn’s einem selbst passiert, weiß man, was der Schutzbrief in Wahrheit wert ist."



