Eine Person steht in einem Studio links neben einer blauen BMW i3 Limousine.
© BMW
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März 2026

BMW i3: Neuer 3er mit Mega-Reichweite

Der neue BMW 3er fährt vorerst vollelektrisch als i3 vor. Eine erste Sitzprobe in einem Auto, das optisch sicher nicht jeden Geschmack trifft, technisch aber über jeden Zweifel erhaben ist.

Omega hat die Speedmaster, IKEA das Billy-Regal, McDonald's den Big Mac. Und BMW? BMW hat den 3er. Das Modell der Mittelklasse ist der Kern der Marke – das Auto, an das die meisten Menschen denken, wenn sie BMW hören. Seit 1975 wird der 3er gebaut, mehr als ein halbes Jahrhundert also. Und das in den unterschiedlichsten Karosserie-Versionen und den verschiedensten Motorisierungen: vom V8-Sauger bis zum Plug-in-Hybrid (und natürlich den diversen Reihen-Sechszylindermotoren). Nur vollelektrisch gab es ihn bis jetzt nicht. Bis jetzt.

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Der BMW i3 im Video

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BMW i3 2026 – der zweite Vertreter der Neuen Klasse

BMW i3 also. Um etwaigen Verwechslungen vorzubeugen: Mit dem i3 der 2010er-Jahre hat der Neue bis auf den Namen genau gar nichts gemeinsam. Dafür besteht jedoch eine enge Verwandtschaft mit einem anderen Modell der Münchner – dem BMW iX3. Zur Erinnerung: Der iX3 ist der erste Vertreter der "Neuen Klasse". So nennt BMW seine neue Generation von Fahrzeugen, die einerseits eine frische Designphilosophie verfolgen, andererseits aber auch technisch eng miteinander verwandt sind.

Front eines blauen BMW i3, der in einem Studio steht. © BMW / Fabian Kirchbauer
BMW 3er, Generation 8: alles anders.

900 Kilometer WLTP-Reichweite

Konkret bedeutet das etwa, dass der i3 wie sein SUV-Geschwisterchen die 800-Volt-Architektur nutzt. Zwar verrät BMW offiziell noch nicht die Akkukapazität, wir gehen jedoch davon aus, dass jene Batterien, die im iX3 verbaut sind, auch im BMW i3 2026 zum Einsatz kommen. Die Akkukapazität dürfte also bei 108,7 kWh liegen. Da der BMW i3 aber flacher und vermutlich leichter als der iX3 ist, kommt man in der Mittelklasse-Limousine mit einer Akkuladung fast 100 Kilometer weiter. Laut WLTP beträgt die Reichweite satte 900 Kilometer.

Das Heck eines blauen BMW i3, der in einem Studio steht. © BMW / Fabian Kirchbauer
Und wenn es im Realbetrieb 600 bis 700 Kilometer sein sollten: Reichweiten-Angst ist im i3 deplatziert. 

BMW i3-Motor aus Steyr

Nicht minder beeindruckend ist die Ladeleistung von 400 kW. Damit sollen in nur zehn Minuten bestenfalls 400 Kilometer Reichweite nachgeladen werden können. Klar, auch diese Angabe basiert auf dem WLTP-Wert und gilt nur bei optimalen Ladebedingungen – sprich: Sie wird in der Realität kaum standhalten. Dennoch sind das Werte, die jedwedes Infragestellen der Langstreckentauglichkeit von E-Autos zu einer bloßen Scheindebatte verkommen lassen. Angetrieben wird der BMW i3 50, die bis dato einzig vorgestellte Version, von zwei Elektromotoren mit insgesamt 469 PS und 645 Nm Drehmoment. Der E-Motor am Heck wird, wie beim iX3, im BMW-Motorenwerk im oberösterreichischen Steyr produziert.

Seitenansicht eines blauen BMW i3, der in einem Studio steht. © BMW / Fabian Kirchbauer
Unter Idealbedingungen sollen 400 Kilometer Reichweite in nur zehn Minuten nachgeladen werden können.

Heart of Joy: Supercomputer vereint diverse Funktionen

Von 0 auf 100 km/h? Spitzengeschwindigkeit? Alles Werte, die BMW noch unter Verschluss hält. Und natürlich können wir nach einer ersten Sitzprobe auch nichts über das Fahrgefühl berichten – oder zumindest fast nichts. Da wir aber bereits den iX3 fahren konnten, ist davon auszugehen, dass sich der i3 genauso gut, ob des tieferen Aufbaus vermutlich sogar noch besser, fahren wird. Mitverantwortlich hierfür ist das Heart of Joy: Der bereits aus dem iX3 bekannte Steuerungscomputer vereint Antrieb, Bremsen, Laden, Rekuperation sowie Teilfunktionen der Lenkung. Da viele Funktionen in nur einer Steuerung gebündelt sind, reagiert das Auto besonders direkt – zumindest ist das beim iX3 auch in der Praxis so.

Innenraum eines BMW i3 mit weißen Materialien an Lenkrad, Sitze und Armaturenbrett. © BMW / Fabian Kirchbauer
BMW i3-Innenraum mit Panoramic Vision.

BMW i3 2026: So sieht er innen aus

Quasi identisch sind die Innenräume von BMW i3 und iX3. So gibt es auch in der Elektro-Limousine aus München statt des "klassischen" Armaturendisplays das Panoramic Vision. Dabei handelt es sich um einen Schwarzdruck im unteren Bereich der Windschutzscheibe, der von A- bis A-Säule reicht und auf den diverse Informationen in Form von Widgets projiziert werden können. Während die Fahrerseite fahrrelevante Auskünfte wie die Geschwindigkeit liefert, lässt sich der mittlere sowie rechte Teil stärker individualisieren.

Durchdachtes Bedienkonzept

Darüber hinaus gibt es den neuen, 17,9 Zoll großen Zentraltouchscreen. Da dieser in einer parallelogrammähnlichen Form geschnitten ist und wichtige Funktionen auf der linken Seite angeordnet sind, ist die Bedienung überdurchschnittlich ergonomisch. Das Infotainmentsystem selbst ist ebenfalls neu und wesentlich intuitiver als die vorangegangene Version mit ihren teils sehr kleinen Kacheln. Außerdem wird der BMW i3 2026 mit der neuen Generation von Lenkrädern ausgestattet, die über "Shy-Tech-Bedienelemente" verfügen – um es im Münchner Marketing-Jargon zu sagen. Was die kann? Manche Funktionen wie etwa die Taste für den Parkassistenten leuchten erst dann auf, wenn es die Situation erfordert.

Eine Person sitzt in einem BMW i3 und bedient mit der rechten Hand den Touchscreen. © BMW
Durchdacht und user-friendly: das Bediensystem.

Beim etwas klobigen Design des Lenkrads werden sich die Geister scheiden. Dasselbe gilt für das Exterieur: Der BMW i3 2026 sieht komplett anders aus als der aktuelle 3er. So eine richtige Doppelniere gibt es nicht mehr – übrigens ein Kernunterschied zum Design des iX3. Stattdessen werden Scheinwerfer und eine schwarze Fläche, in der teils Sensoren für Assistenten untergebracht sind, zu zwei Einheiten zusammengefasst. Hinten wiederum gibt es zwar schon noch Leuchten im L-Design, allerdings ist dieses jetzt wesentlich reduzierter. Apropos: BMW hat auch kleinteilige Designelemente reduziert – den i3 dominieren nun vor allem große Flächen.

Detailansicht des Kühlergrills eines blauen BMW i3. © BMW / Fabian Kirchbauer
Trifft sicherlich nicht jeden Geschmack – die neue Doppelniere, die irgendwie keine mehr ist.

Unser Fazit zum BMW i3

Auch wenn BMW noch nicht alle Geheimnisse lüftet, ist eines klar: Die neue Generation des 3ers, vorerst nur in der vollelektrischen Version i3 präsentiert, ist weniger Evo- und mehr Revolution. Dass man mit derart neuen Wegen beim Design – ausgerechnet bei BMWs Big Mac – anecken wird, ist wohl ein kalkuliertes Risiko. Doch während optisch sicherlich nicht jeder Geschmack getroffen wird, lässt der BMW i3 2026 bei der Technik keine Fragen offen. Mit 900 Kilometern WLTP-Reichweite und 400 kW Ladeleistung katapultiert sich der Bayer zu einem der kompetentesten E-Autos am Markt. Stellt sich freilich nur noch die Frage, wie viel Geld für dieses technologische Spitzenmodell investiert werden muss.

Hinterer Teil der Seite eines blauen BMW i3. © BMW / Fabian Kirchbauer
Mehr Revolution – der Hofmeister-Knick, ein nach Wilhelm Hofmeister benannter Designkniff aus den 60ern, darf dennoch bleiben.

Preise, Marktstart und M-Version iM3

Beantworten können wir das leider noch nicht, eine gewisse Orientierung geben aber durchaus: Ein vergleichbares BMW i4 40 xDrive Gran Coupé startet aktuell bei 64.908 Euro, den iX3 50 xDrive gibt es ab 69.950 Euro. Wann der Marktstart erfolgt, ist ebenfalls noch nicht fix, es wird aber noch 2026 sein. Was hingegen schon bestätigt ist: dass es den BMW 3er auch wieder mit Verbrennungsmotoren geben wird – und als vollelektrisches M-Modell BMW iM3.

Eine Person steht vor einem blauen BMW i3, der in einem Studio steht. © BMW
Fazit von Redakteur Barcelli: Optisch eckt der neue BMW 3er an, technisch ist er über jeden Zweifel erhaben.

BMW i3 50 xDrive: technische Daten und Abmessungen

  • Länge: 4.763 mm 
  • Breite: 1.865 mm 
  • Höhe: 1.482 mm 
  • Radstand: 2.897 mm 
  • Leistung: 345 kW (469 PS)
  • Drehmoment: 645 Nm
  • Akkukapazität: 108,7 kWh
  • Maximale Ladeleistung: DC: 400 kW / AC: 22 kW
  • Normreichweite: 900 km (WLTP)

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