Bild zeigt das Auto eines ÖAMTC-Mitglieds, das an einem Strand am Mittelmeer steht.

Pannen-Trilogie

Gleich dreimal benötigte ein Clubmitglied aus Wien Pannenhilfe im Ausland. Wie der Schutzbrief unkompliziert helfen konnte.

Von Christoph Löger,

Drei Pannen in zwei Jahren, jede davon im Ausland: Für Clubmitglied Claudia W. (59) aus Wien wurde ihr ­Dacia Duster während mehrerer Balkan-Roadtrips zur kleinen Belastungsprobe. Dass sie dennoch jedesmal entspannt weiterreisen konnte, lag am Schutzbrief.

Malheur im Wald

Die erste Panne ereignete sich im August 2024 in Serbien. Auf einem abgelegenen Waldweg bei Sopotnica erwischen Claudia und ihr Freund beim Reversieren einen scharfkantigen Gegenstand, der Reifen verliert Luft. Es ist schon dämmrig und regnet. "Das war mitten im Nirgendwo", erinnert sich die Physiotherapeutin. Um 19.15 Uhr kontaktiert sie die Schutzbrief-Nothilfe des ÖAMTC, die umgehend den serbischen Partnerclub verständigt. Rund eine Stunde später trifft ein Pannenhelfer ein und montiert den Ersatzreifen. Die Reise kann noch am selben Abend fortgesetzt werden.

Unbemerkter Fehlerteufel

Wenige Wochen später, es ist Anfang Oktober, folgt die nächste Panne – diesmal in Griechenland. Am Strand von Skoutari lässt sich der Motor frühmorgens nicht mehr starten. Ursache ist eine leere Batterie, ausgelöst offenbar durch das Keyless-Go-System, das ständig Strom zieht, wenn man sich beim Campen mit der Schlüsselkarte länger in Autonähe befindet.

Wieder verläuft die Pannenhilfe erfolgreich: Ein Kollege des griechischen Partnerclubs kann das Fahrzeug starten und eskortiert das Paar zur nächsten Werkstatt, wo noch am selben Abend eine neue Batterie eingebaut wird. Glück im Unglück: Die beiden schaffen es auch noch rechtzeitig zu ihrer Fähre in Patras.

Bild zeigt das Auto eines ÖAMTC-Mitglieds, das im Ausland abgeschleppt wird.
Kleine Ursache, große Wirkung: Ein gelöster Schlauch verhinderte die Weiterfahrt. © Privat

Wiederholungstäter

Im September 2025 dann der dritte Zwischenfall: In der Nähe von Pyrgos auf der griechischen Halbinsel Peloponnes verliert der Motor während der Fahrt plötzlich Leistung. Wieder ist der Partnerclub schnell vor Ort, wegen des Wochenendes kann der Dacia zunächst aber nur in ein Depot gebracht werden. Am Montag geht es weiter in die Werkstatt, wo sich als Ursache eine gelöste Schlauchschelle herausstellt. Die Reparatur passiert flott, und die Reise kann weitergehen. Hotel- und Taxikosten wurden vom Schutzbrief übernommen.

"Der Schutzbrief zahlt sich echt aus", sagt Claudia heute. "Er kostet umgerechnet nur ein paar Cent pro Tag, aber allein die letzte Panne hätte mich ohne ihn ein Vielfaches gekostet." Für sie ist klar: "Ohne Schutzbrief fahren wir nicht mehr weg."