Beginnen wir einmal ganz nüchtern mit einer banalen Funktionsbeschreibung: Die große CB ist eine klassische Tausender mit Halbschalenverkleidung, wie sie etwa auch von BMW (S 1000 XR) oder Suzuki (GSX-S 1000 GT) angeboten werden. Müsste man sie mit Redewendungen charakterisieren, würden wir „Eierlegende Wollmilchsau auf zwei Rädern“ und „nur die inneren Werte zählen“ wählen. So einfach ist das. Und so einfach ist die GT.



Honda CB1000 GT: famos vielseitig, herrlich unkompliziert
Tägliches Pendeln, mehrtägiges Touren oder eine hurtige Feierabendrunde – die CB1000 GT eignet sich für beinahe jeden Zweck erstaunlich gut. Grund dafür ist die nahezu perfekte Symbiose aus herrlich laufruhigem 150-PS-Vierzylinder und elektronisch einstellbarem Fahrwerk.
Sobald man auf ihr sitzt, ist sie eine typische Honda im besten Sinne: Der Lenker liegt gut zur Hand, die Sitzposition ist angenehm aufrecht und leicht vorwärts orientiert, auch die Knie finden automatisch ihren Platz an den dafür vorgesehen Stellen in der Verkleidung.
Sobald man mit ihr fährt, ist sie ebenfalls eine typische Honda im besten Sinne: Weil man von Beginn an Vertrauen ins Bike hat. Weil die CB weder ultrahandlich noch bockig ist. Weil die Fahrwerksabstimmung ein guter Mix aus sportlicher Straffheit und alltagstauglichem Komfort ist. Weil das Bike auf Lenkimpulse erwartbar reagiert und das Gefühl fürs Vorderrad sich rasch einstellt. Mit anderen Worten: Sie verfügt über keinerlei überraschenden fahrspezifischen Eigenheiten. Manche meinen, das sei fad. Manche lieben genau diese Unauffälligkeit.
Unser absolutes Lieblingsfeature ist der super einfache Schnapp-Schiebe-Verstellmechanismus für den Windschild. Dabei muss mit der linken Hand eine Art Schnellspanner geöffnet, die Scheibe in die neue Position gebracht und der Schnellspanner wieder geschlossen werden. Notwendiger Kraftaufwand: sehr gering. Notwendiger Zeitaufwand: maximal 5 Sekunden. Perfekt.
Nicht gut: Mit einem Standgeräusch von 97 Dezibel ist die CB für manche Strecken in Tirol zu laut.
Preis, Ausstattung, Plus & Minus der CB1000 GT
Viele Extras sind bereits serienmäßig dabei, angesichts der üppigen und sehr kompletten Ausstattung (Seitenkoffer, adaptives Fahrwerk, Griff-Heizung und -Schutz sowie Keyless-Go-System) ist der hohe Preis von 17.490 Euro durchaus fair bemessen.
Gut: 6 Jahre Garantie
Plus: Vierzylinder mit homogener Leistungsentfaltung, Windschild super einfach verstellbar, elektronisches Fahrwerk, umfangreiche Serienausstattung, top Preis-Leistungs-Verhältnis.
Minus: Windschild sorgt in hoher Position für Verwirbelungen.
Technische Daten: Honda CB1000 GT
| Preis | € 17.490,– |
| Motor | Vierzylindermotor, 1.000 cm3 |
| Leistung | 110 kW (150 PS) bei 11.000/min |
| Drehmoment | 102 Nm bei 8.750/min |
| Abgasklasse | Euro5+ |
| Normverbrauch | 6 l/100 km WMTC kombiniert |
| CO2-Wert | 140 g/km |
| Standgeräusch | 97 dBA |
| Antrieb | Kette, 6-Gang-Getriebe |
| Bremsen vorne | 310-mm-Doppelscheiben |
| Bremsen hinten | 240-mm-Einscheibe |
| Sitzhöhe | 825 mm |
| Radstand | 1.465 mm |
| Tankinhalt | 21 Liter |
| Reifen vorne | 120/70-17 |
| Reifen hinten | 180/55-17 |
| Gewicht | 229 kg (fahrfertig) |
| Test-Verbrauch | 6,1 l/100 km |
| Reichweite | 340 km |



