Das Kreuzfahrtschiff MSC World Europa fährt am Meer

Die MSC World Europa mit vielen Wasserrutschen und Restaurants und Bars. 

© MSC

Die MSC World Europa mit vielen Wasserrutschen und Restaurants und Bars. 

© MSC
März 2026

11 Tipps für die erste Kreuzfahrt

Unsere elf Kreuzfahrt-Tipps für Einsteiger zeigen Schritt für Schritt, worauf Sie von der Einschiffung bis zur Ausschiffung achten sollten, damit Ihre erste Kreuzfahrt entspannt, gut vorbereitet und ohne unangenehme Überraschungen verläuft. Von Amélie Kiessler

Einmal mit dem Schiff in den Urlaub starten – für viele ist eine Kreuzfahrt ein Lebenstraum. Eine mobile Unterkunft, jeden Tag ein neuer Hafen und der Blick auf die unendlichen Weiten des Meeres, machen einen Urlaub per Schiff so reizvoll. Wer zum ersten Mal an Bord geht, merkt aber schnell: Ein Kreuzfahrtschiff ist eine Welt für sich, mit eigenen Abläufen, vielen Möglichkeiten und manchmal auch ein paar Überraschungen.

Gerade für Kreuzfahrt-Neulinge lohnt es sich, ein paar Dinge vorab zu wissen. Diese elf Tipps helfen dabei, sich auf die Zeit an Bord einzustellen und die Reise von Anfang an entspannt zu genießen.

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Die Redakteurin Amélie auf der MSC World Europa. Blick von dem Balkon auf die Stadt Genua. © Amélie Kiessler
Redakteurin Amélie Kiessler genießt vom eigenen Balkon den Blick auf die Stadt Genua.

1. Einschiffung auf einer Kreuzfahrt: So läuft der Check-in wirklich ab

Wer zum ersten Mal auf Kreuzfahrt geht, ist oft überrascht: Die Einschiffung läuft in vielen Punkten ähnlich ab wie am Flughafen. Gepäckabgabe, Check-in und Sicherheitskontrolle gehören auch hier zum Ablauf.

Große Koffer werden meist direkt am Anfang des Kreuzfahrt-Terminal abgegeben. Crewmitglieder kümmern sich darum, dass das Gepäck später direkt in die Kabine gebracht wird. Handgepäck kann man selbst mit an Bord nehmen – dieses wird allerdings, ähnlich wie am Flughafen, durchleuchtet. Auch auf Kreuzfahrtschiffen gibt es Vorgaben, welche Gegenstände erlaubt sind und welche nicht. Ein kurzer Blick auf die Richtlinien vor der Reise kann daher helfen, unangenehme Überraschungen zu vermeiden. Wichtig ist, dass man persönliche Gegenstände und benötigte Unterlagen für den Check-in bei sich behält.

Nach der Sicherheitskontrolle geht es zum Check-in-Schalter. Dort werden Reisepass und die Bordkarte – bei MSC Cruises findet man diese zum Beispiel in der MSC for Me-App – überprüft. Die physische Cruise Card findet man später an der Kabinentüre. Sie kann nach Aktivierung nicht nur als Kabinenschlüssel verwendet werden, sondern auch zum Bezahlen von Dienstleistungen und Produkten an Bord.

Einschiffung für eine Kreuzfahrt: Menschen stellen sich mit ihrem Koffer an. © Amélie Kiessler
Kurz vor der Gepäckabgabe im Schiffsterminal beginnt die Vorfreude richtig.

2. Die Cruise Card: Bezahlen, Kabinenschlüssel und mehr

Die Cruise Card ist auf Kreuzfahrtschiffen weit mehr als nur der Schlüssel zur Kabine. Sie dient gleichzeitig als Zahlungsmittel an Bord – egal ob für Getränke, Ausflüge, Einkäufe oder andere Extras. Auch wenn bereits Getränkepakete gebucht wurden, muss die Karte bei jeder Bestellung vorgelegt werden.

Zu Beginn der Reise sollte die Karte einmal aktiviert werden, indem eine Kredit-, Debitkarte oder eine Bar-Kaution hinterlegt wird. Danach werden alle Ausgaben automatisch über das persönliche Bordkonto abgerechnet. Praktisch: Über Terminals oder die Bord-App lässt sich bei MSC jederzeit der aktuelle Kontostand überprüfen.

Die Cruise Card sollte man am besten immer bei sich tragen – an Bord ist sie der wichtigste Begleiter.

Eine Suite auf einem Kreuzfahrtschiff © Amélie Kiessler
Die Balkon-Suiten auf der MSC World Europa sind komfortabel mit einem Sofa eingerichtet.

3. Orientierung auf dem Kreuzfahrtschiff: So finden Sie sich schnell zurecht

Die Orientierung an Bord eines Kreuzfahrtschiffes kann in den ersten Tagen durchaus eine kleine Herausforderung sein. Ähnlich wie in einem großen Einkaufszentrum verteilen sich Restaurants, Shops, Pools und Bars auf mehrere Decks und unterschiedliche Bereiche des Schiffs. Lange Gänge – besonders im Kabinenbereich – sehen dabei oft sehr ähnlich aus.

Zwar helfen Deckpläne und Beschilderungen bei der Orientierung, dennoch passiert es gerade am Anfang schnell, dass man statt bei der gewünschten Bar plötzlich beim Pool landet. Das gehört bei der ersten Kreuzfahrt fast schon dazu und nach ein oder zwei Tagen findet man sich meist problemlos zurecht.

Die MSC World Europa: Blick vom Schiff auf die Etagen und die lange Rutsche. © Amélie Kiessler
Von diesen Balkonkabinen aus hat man Sicht auf die Innenpromenade und die beeindruckende Rutsche, die sich vom obersten Deck der MSC World Europa nach unten windet.

4. Internet auf See: WLAN, Kosten und Roaming-Fallen vermeiden

Wer davon ausgeht, dass man sein mobiles Datenvolumen auch auf See einfach weiter nutzen kann, irrt. Sobald das Schiff den Hafen verlässt, sollte das Smartphone besser in den Flugmodus geschaltet werden, denn sonst kann es schnell teuer werden.

Wer während der Reise trotzdem online bleiben möchte, kann an Bord ein Internetpaket buchen, denn WLAN ist nicht kostenlos verfügbar, wie man es vielleicht von Hotels gewohnt ist. Je nach Bedarf gibt es unterschiedliche Optionen, etwa für einfaches Surfen oder für Streaming sowie für mehrere Geräte. Die Preise variieren entsprechend.

Kostengünstiger steigt man aber aus, wenn man die Gelegenheit für eine kleine digitale Pause nutzt und den Blick öfter statt aufs Handy aufs Meer richtet.

5. Geräusche und Wellengang: Wie sich eine Kreuzfahrt wirklich anfühlt

Moderne Kreuzfahrtschiffe sind zwar sehr stabil unterwegs, ganz unbemerkt bleibt die Bewegung auf See aber nicht. Besonders beim Ablegen oder wenn das Schiff Fahrt aufnimmt, lässt sich oft eine leichte Vibration spüren – verursacht durch die Motoren und die Bewegung des Schiffes.

Gerade in der Kabine fällt das manchmal stärker auf: Wer im Bett liegt, merkt als feinfühliger Mensch durchaus ein sanftes Schwingen, das durch den ganzen Raum geht. Auch Gegenstände wie Gläser oder Flaschen können leicht in Bewegung geraten und gelegentlich leise aneinander klirren.

Für viele Kreuzfahrt-Neulinge ist dieses Gefühl zunächst ungewohnt. Mit der Zeit wird es aber schnell Teil des Erlebnisses und erinnert daran, dass man sich tatsächlich mitten auf dem Meer befindet.

Das Pool auf der MSC World Europa. © Amélie Kiessler
Der Pool auf dem Oberdeck lädt zum Sonnenbaden und Entspannen ein.
Die Rutschen auf der MSC World Europa. © Amélie Kiessler
Wer Wasserrutschen liebt, kommt auf der MSC World Europa voll auf seine Kosten.

6. Landausflüge auf einer Kreuzfahrt: Entspannt planen statt Stress im Hafen

Fast jeden Tag legt das Schiff in einem neuen Hafen an und damit wartet eine weitere Destination darauf, entdeckt zu werden. Gleichzeitig können Landgänge auch etwas stressiger sein, als man zunächst denkt. Denn meist bleibt nur ein begrenztes Zeitfenster, um den neuen Ort zu erkunden.

Wichtig ist vor allem der Zeitplan: Ab wann Passagiere das Schiff verlassen dürfen und bis wann sie wieder zurück sein müssen, ist nämlich genau vorgegeben. Wenn ein Schiff beispielsweise um 18 Uhr ablegt, sollten die Gäste meist spätestens etwa eineinhalb Stunden vorher wieder an Bord sein. So bleiben oft weniger als zwölf Stunden, um einen Ort zu entdecken.

Bei MSC Cruises werden diese Zeiten in der Regel über die App kommuniziert und sind zusätzlich an Bord ausgeschildert. Wer unsicher ist, kann sich außerdem jederzeit an Crewmitglieder wenden.

Hinzu kommt, dass nicht jeder Hafen direkt im Stadtzentrum liegt. Häufig muss man erst mit Shuttlebus, Taxi oder öffentlichen Verkehrsmitteln in die Stadt fahren. Wer individuell unterwegs ist, sollte daher immer im Blick behalten, wann der letzte Shuttle zurück zum Schiff fährt, denn das Ablegen sollte man auf keinen Fall verpassen.

Eine entspanntere Alternative können organisierte Ausflüge sein. Diese werden von der Reederei angeboten und können meist schon vor der Reise oder direkt an Bord gebucht werden – sofern noch Plätze verfügbar sind. Sie kosten zwar extra, nehmen einem aber einen großen Teil der Planung ab, vor allem was Transport und Timing betrifft.

Trotz des manchmal straffen Zeitplans lohnen sich Landgänge auf jeden Fall. Mit einem groben Plan, was man sehen möchte, lässt sich die Zeit am Reiseziel optimal nutzen.

7. Service an Bord: So hilft die Crew Kreuzfahrt-Neulingen im Alltag

Etwas, das mir sehr schnell aufgefallen ist: An Bord ist das Personal praktisch überall präsent. Auf großen Schiffen von MSC Cruises arbeiten oft rund 2.000 Crewmitglieder, und genau das merkt man auch im Alltag an Bord.

Ob im Restaurant, an der Bar, am Pool oder in der Lobby: Kaum hat man eine Frage oder einen Wunsch, ist meist schon jemand zur Stelle. In den Restaurants wird schnell und aufmerksam serviert und abgeräumt, an den Bars dauert es selten lange, bis jemand die Bestellung aufnimmt. Auch auf den Decks, vor den Geschäften oder in den öffentlichen Bereichen stehen Crewmitglieder bereit, die bei Fragen weiterhelfen oder den Weg erklären.

Was dabei besonders auffällt: Die Crew nimmt sich Zeit für die Gäste, ist sehr freundlich und oft mehrsprachig unterwegs. Gerade für Kreuzfahrt-Neulinge macht das vieles einfacher, denn wer sich einmal nicht zurechtfindet oder unsicher ist, bekommt fast immer sofort Unterstützung.

8. Schritte an Bord: Warum Sie auf Kreuzfahrt mehr gehen als gedacht

Wer glaubt, auf einer Kreuzfahrt hauptsächlich am Pool zu liegen, irrt. Schon allein durch das Erkunden des Schiffs sammeln sich täglich überraschend viele Schritte. Die Wege sind oft länger, als sie zunächst scheinen: zum Frühstück ins Restaurant, zurück in die Kabine, Badezeug für den Pool holen, später wieder zum Mittagessen und zwischendurch vielleicht noch ein Spaziergang über das Außendeck.

Auch am Abend bleibt man selten lange sitzen. Vielleicht geht es zuerst ins Theater, danach noch auf einen Drink in eine der Bars oder einfach noch einmal an Deck, um den Sonnenuntergang zu genießen. Obwohl die einzelnen Wege meist gar nicht weit erscheinen, summieren sie sich schnell.

Und dann sind da natürlich noch die Landgänge. Wer eine Stadt erkundet, merkt rasch, wie viele Schritte bei einer Besichtigung zusammenkommen. Am Ende des Tages zeigt der Schrittzähler dann oft deutlich mehr an als gedacht. Entsprechend müde fällt man abends ins Bett, auch wenn der Tag eigentlich ganz entspannt begonnen hat.

Das Theater auf einem Kreuzfahrtschiff. © Amélie Kiessler
Das Theater der MSC World Europa bietet Platz für mehrere hundert Gäste – noch leer vor der Show.
Eine Show auf einem Kreuzfahrtschiff. © Amélie Kiessler
Abends erwacht das Theater zum Leben: Mehrere unterschiedliche Shows sorgen für Unterhaltung.

9. Essen auf Kreuzfahrt: Buffets, Restaurants und Snacks rund um die Uhr

Auf Kreuzfahrtschiffen scheint Essen fast rund um die Uhr verfügbar zu sein. Frühstück, Mittagessen, Snacks am Nachmittag, Abendessen und zwischendurch immer wieder kleine Versuchungen – wer möchte, muss eigentlich nie hungrig bleiben.

Gerade das Buffet auf MSC Schiffen führt schnell mal in Versuchung. Von internationalen Gerichten über Pasta-Stationen bis hin zu Desserts ist alles dabei. Dazu kommen meist mehrere Restaurants mit fixen Essenszeiten sowie Spezialitätenrestaurants gegen Aufpreis.

Ein Vorteil: Auch für wählerische Esser oder Familien mit Kindern findet sich fast immer etwas Passendes. Die größte Herausforderung besteht daher weniger darin, etwas zu finden, sondern sich zu entscheiden.

Ein Spezialitätenrestaurant auf einem Kreuzfahrtschiff. © Amélie Kiessler
Das Teppanyaki-Restaurant bietet kulinarische Highlights, ist jedoch nicht im Reisepreis der MSC World Europa inbegriffen.
Ein Fischtartar auf der MSC World Europa. © Amélie Kiessler
Das À-la-carte-Restaurant lockt mit einer köstlichen Auswahl: Beef Tartar auf Wasabi-Crème.
Fischgericht auf der MSC World Europa. © Amélie Kiessler
Gegrillte Meeresfrüchte: Calamar, Garnele und Thunfischsteak.
Ein Dessert auf der MSC World Europa. © Amélie Kiessler
Süße Versuchung: Pistazientörtchen.

10. Vollpension vs. All-inclusive: Was auf Kreuzfahrten wirklich inklusive ist

Ein häufiger Irrtum bei der ersten Kreuzfahrt: Viele gehen davon aus, dass automatisch alles im Reisepreis enthalten ist. Tatsächlich gilt auf den meisten Schiffen Vollpension – also Frühstück, Mittag- und Abendessen sowie einige Snacks bzw. das Angebot an den meist ganztägig betriebenen Buffets.

Getränke, Spezialitätenrestaurants, Ausflüge oder Wellnessangebote sind jedoch meist nicht im Grundpreis inkludiert. Viele Gäste entscheiden sich deshalb für zusätzliche Getränkepakete oder buchen einzelne Extras vor oder während der Reise dazu.

Ein Blick auf die inkludierten Leistungen lohnt sich also schon vor der Abreise. So lässt sich besser einschätzen, welche Ausgaben noch dazukommen könnten.

11. Ausschiffung auf einer Kreuzfahrt: Gepäck, Zeiten und Ablauf am letzten Tag

Auch die Ausschiffung am Ende der Reise folgt einem klar geregelten Ablauf. Bereits am Vorabend erhalten Gäste ihre zugewiesene Ausschiffungszeit sowie Informationen zum weiteren Vorgehen. Diese Zeiten sind fix vorgegeben, damit die Abreise für alle Passagiere möglichst reibungslos funktioniert.

Beim Gepäck hat man in der Regel zwei Optionen: Wer es bequem mag, stellt die Koffer am Abend mit einem Gepäckanhänger ausgestattet vor der Kabine ab. Diese werden von der Crew eingesammelt und am nächsten Tag ins Terminal gebracht. Dort können sie nach der Ausschiffung wieder abgeholt werden. Alternativ kann man sein Gepäck selbst tragen und das Schiff früher und etwas flexibler verlassen. Wichtig ist in beiden Fällen: Die Kabine muss am Morgen rechtzeitig geräumt werden.

Wichtig: Vor der Abreise sollte man noch einmal prüfen, ob alle persönlichen Gegenstände eingepackt sind und das Bordkonto beglichen ist.
Ist alles erledigt, folgt nach dem Verlassen des Schiffs die Gepäckabholung im Terminal und anschließend die Einreise.

Information & Buchung

Das ÖAMTC-Reisebüro berät Sie gerne zu Ihrer nächsten Kreuzfahrt. Nähere Infos unter Tel. 01 711 99 34 000, in allen Filialen sowie online www.oeamtc.at/Kreuzfahrt.

Die ÖAMTC-App Meine Reise bietet umfassende Informationen und viele nützliche Funktionen für Ihre Reise.

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