Viele Autos auf einem Parkplatz aus der Vogelperspektive

Neuzulassungen steigen weiter

Alternative Antriebe legen im ersten Halbjahr 2026 hierzulande stark zu. Österreich übertrifft bei den Neuzulassungen den EU-Schnitt in diesem Zeitraum deutlich.

Von Jakob Stantejsky,

Im ersten Halbjahr 2026 rollten in Österreich 164.529 Neuwagen auf die Straßen – ein Zuwachs von 15 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Rund zwei Drittel davon fuhren mit alternativem Antrieb. Elektro- und Hybridfahrzeuge legten kräftig zu, während Benziner und Diesel an Boden verloren. Das zeigen aktuelle Zahlen der Statistik Austria.

Alternative Antriebe auf dem Vormarsch

Besonders stark wuchs die Zahl der Benzin-Hybrid-Pkw: 60.910 Fahrzeuge kamen neu hinzu, ein Plus von 33,5 Prozent. Wie immer gilt: Diese Zahl wird von Mild-Hybrid-Modellen, die zunehmend reine Benziner ersetzen, in die Höhe getrieben. Rein elektrische Autos legten um 27 Prozent auf 40.060 Stück zu. Diesel-Hybride verloren dagegen 10,7 Prozent und kamen auf 6.864 Neuzulassungen. Konventionelle Antriebe steckten insgesamt im Rückwärtsgang: 40.509 neue Benziner (minus 0,1 Prozent) und 16.184 Dieselautos (minus 8,3 Prozent) fanden Käufer. Fast zwei Drittel aller Neuwagen gingen an Firmen, Behörden oder juristische Personen — nur 35,8 Prozent kauften Privatpersonen. Auch zwei Wasserstoffautos wurden neu zugelassen.

„Der Aufwärtstrend bei den Pkw-Neuzulassungen hält seit mittlerweile einem ganzen Jahr an und gewann im Juni 2026 weiter an Dynamik, gegenüber Juni 2025 stieg die Zahl der Neuzulassungen um 22,9 Prozent“
Manuela Lenk, Generaldirektorin Statistik Austria

Der internationale Vergleich

Im EU-weiten Vergleich liegt Österreich deutlich über dem Schnitt: Während der Gesamtmarkt in der EU im ersten Halbjahr laut Herstellerverband ACEA um 5,7 Prozent auf rund 5,9 Millionen Fahrzeuge wuchs, legte Österreich um 15 Prozent zu. Im Juni 2026 betrug das Plus hierzulande sogar 22,9 Prozent – weit über dem EU-Schnitt von 13,6 Prozent. Einen Teil des Anstiegs erklärt eine Gesetzesänderung: Ab dem 7. Juli 2026 müssen neu zugelassene Fahrzeuge bestimmte Assistenzsysteme mitbringen, was viele Käufer dazu bewog, noch vorher zuzuschlagen. Bei den Marken führte in Österreich VW mit 13,9 Prozent Marktanteil, gefolgt von Skoda (10,7 Prozent) und Audi (6,6 Prozent). Den stärksten Zuwachs verbuchte BYD mit plus 77 Prozent. Bei Elektroautos lag Tesla mit 10,6 Prozent knapp vor Skoda (10,5 Prozent) und BMW (9,9 Prozent). Sowohl in Österreich als auch europaweit legten chinesische Hersteller stark zu.