Diese Zahl entspricht knapp einem Drittel aller Unfälle auf österreichischen Autobahnen. 20 Menschen verloren dabei ihr Leben. Ebenfalls negativ: Damit stieg die Anzahl dieser Unfälle im Vergleich zu 2024 um 41 Fälle an. Besonders auffällig ist, dass 337 der 669 Ablenkungs-Unfälle als Auffahrunfälle auf stehende oder fahrende Fahrzeuge eingestuft wurden – ein deutliches Zeichen dafür, dass Lenkerinnen und Lenker den Blick von der Fahrbahn abwenden.
Baustellenabschnitte besonders anfällig
Auch regional zeigt sich ein einheitlicher Negativtrend: In Niederösterreich kletterte die Zahl der Ablenkungs-Unfälle von 176 auf 189, in Oberösterreich von 84 auf 112, in der Steiermark von 83 auf 103 und in Tirol von 69 auf 80. In Baustellen-Abschnitten fällt der Anteil noch gravierender aus: 89 von 218 Unfällen, also fast 40 Prozent, entstanden dort durch Ablenkung.
KI als Lebensretter?
Noch beunruhigender wirkt der erste Blick auf das laufende Jahr 2026: Von den bisher 17 Menschen, die auf Autobahnen ums Leben kamen, starben acht infolge von Ablenkung — das entspricht annähernd 50 Prozent.
Der Arbeitsplatz Straße zählt ohnehin zu den gefährlichsten Arbeitsumgebungen – wie der tödliche Unfall eines Asfinag-Mitarbeiters in Kärnten vor wenigen Wochen erneut verdeutlichte. Um Straßenarbeiterinnen und -arbeiter künftig besser zu schützen, testen Asfinag und ÖAMTC aktuell gemeinsam ein KI-gestütztes Kollisionswarnsystem. Eine Kamera erfasst herannahende Fahrzeuge ab rund 300 Metern, analysiert deren Fahrtrichtung und schlägt rechtzeitig Alarm, wenn eine Kollision droht.


