Die chinesische Automobilmarke iCaur (gesprochen "iCar") tritt noch in diesem Jahr in den österreichischen Markt ein. Das Unternehmen Colmobil mit Sitz in Wien/Schwechat übernimmt als offizieller Importeur den Vertrieb, den Service sowie die gesamte Kommunikation und baut parallel ein Händler- und Servicenetz auf. Den Auftakt macht der iCaur V27, dessen erste Einheiten im Herbst 2026 in Österreich eintreffen sollen.
Der iCaur V27 unter der Lupe
iCaur gehört zum chinesischen Automobilkonzern Chery und trat 2023 erstmals als reine New-Energy-Marke in Erscheinung. Optisch orientiert man sich eindeutig an Offroad-Ikonen wie G-Klasse und Defender. Das erste Modell für Österreich, der V27, misst rund fünf Meter und nutzt den mittlerweile hinlänglich bekannten Range-Extender-Antrieb: Ein Elektromotor treibt das Fahrzeug an, während ein Verbrennungsmotor bei Bedarf Strom erzeugt und so die Reichweite verlängert. Je nach Ausstattung leistet der V27 185 oder 335 kW, die Batteriekapazität beträgt 20,4 beziehungsweise 34,3 kWh. Acht Fahrmodi – darunter Schlamm, Sand und Schotter – sowie eine Bodenfreiheit von 224 mm und eine Wattiefe von bis zu 600 mm rüsten das Fahrzeug für anspruchsvolles Gelände. Hinzu kommen 39 Schnittstellen für Zubehör, eine Außenstromversorgung mit bis zu 6 kW und ein Kofferraumvolumen von 715 bis 1.818 Litern.
Preise stehen aktuell noch nicht fest. Doch bei der digitalen Produktpräsentation beharrt iCaur darauf, keine Schnäppchenmarke sein, sondern Premiumprodukte anbieten zu wollen. Den ungefähren Preisbereich gibt man großzügig mit 50.000 bis 100.000 Euro an. Anzunehmen ist, dass man im Endeffekt die günstigere Alternative zu den Alteingesessenen Geländewagen sein möchte. Was das finanziell genau bedeutet, wird sich weisen.
Wer ist iCaur?
International hat sich iCaur bereits einen Namen gemacht. Der kompakte, rein elektrische V23 rollt in mehr als 20 Märkten. In Thailand führt er das Segment der "Boxy-SUV", wie iCaur seine Fahrzeuge gerne bezeichnet, an und zählt zu den fünf meistgekauften Elektrofahrzeugen. In Malaysia rangiert er unter den drei führenden Elektromodellen, in Südafrika steht er an der Spitze der Premium-Elektrofahrzeuge. Österreich soll nun als erster europäischer Markt den Grundstein für die weitere Expansion legen – danach folgen Tschechien, Spanien, Großbritannien und Deutschland.




