Ein Autoreifen auf dem Produktionsband
© Continental AG
© Continental AG
März 2026

Continental-Werke kohle- und schwerölfrei

Seit Januar 2026 erzeugt Continental in keinem seiner weltweit 19 Reifenwerke mehr Dampf aus Kohle oder Schweröl. Wie stellt ein Reifenhersteller auf saubere Energie um – und was bringt das fürs Klima?

Alle Standorte von Continental setzen nun auf Biomasse, Biogas und erneuerbaren Strom. Konventionelle Energieträger wie Flüssiggas und Erdgas dienen als Ergänzung, um eine konstante Energiezufuhr sicherzustellen. Damit reduziert der Reifenhersteller seine CO₂-Emissionen spürbar. Noch Anfang der 2020er-Jahre bezogen sieben Produktionsstätten ihren Dampf ganz aus fossilen Brennstoffen. Heute ersetzt ein breiter Energiemix diese Träger.

Continental senkte die Treibhausgasintensität der Produktion 2025 um 10 Prozent gegenüber dem Vorjahr und um 70 Prozent gegenüber 2019. In den letzten vier Jahren konnte man den CO₂-Ausstoß außerdem um rund 180.000 Tonnen senken. Hinzu kommt, dass Continental seit 2020 ausschließlich Strom aus erneuerbaren Quellen bezieht.

Werbung
Datenschutz Zur Anzeige von Werbung benötigen wir Ihre Zustimmung.

So läuft die Umstellung

Bei der Reifenherstellung verschlingt vor allem die Erhitzung des Gummis, etwa für die Vulkanisation, große Mengen Wärmeenergie. Heute ermöglichen elektrische Technologien flexiblere und energieeffizientere Lösungen. Das Werk in Kalutara, Sri Lanka, betreibt seine gesamte Dampferzeugung mit nachwachsender Biomasse. In Otrokovice, Tschechien, stellte Continental gemeinsam mit dem regionalen Energieversorger den Brennstoffmix schrittweise von Kohle auf Biomasse und Erdgas um – davon profitieren auch umliegende Gemeinden über Fernwärme.

Fest steht: Noch können nicht alle Continental-Reifenwerke vollständig mit erneuerbaren Energien betrieben werden. Doch der Reifenhersteller zeigt gerade in den letzten Jahren vor, wie schnell es in Richtung einer umweltfreundlicheren Produktion gehen kann.

Kommentare (nur für registrierte Leser)