Kenia
Fakten & Zahlen
| Hauptstadt | Nairobi |
| Fläche | 582.646 km² |
| Einwohner | 57,5 Mio. |
| Kfz-Kennzeichen | EAK |
| Netzspannung | Reisestecker wird empfohlen (beim ÖAMTC erhältlich). |
| Zeit | MEZ plus 2 Stunden; während der europäischen Sommerzeit: MEZ + 1 Stunde |
| Maße & Gewichte | Metrisches System wie in Österreich |
| Telefonvorwahl | +254 |
| Sprache | Englisch, Kishwahili |
| Mini-Dolmetscher | |
| Währung | Kenia-Schilling |
| Nachbarländer |
Wetter
Vor der Reise
Personaldokumente
Reisepass
Reisende, auch Minderjährige, benötigen einen bei der Einreise mind. 6 Monate gültigen Reisepass.
Electronic Travel Authorization
- Die elektronische Reisegenehmigung (eTA - Electronic Travel Authorization) ist für alle Reisenden verpflichtend. Eine eTA ist eine Reiseerlaubnis, die von der Regierung der Republik Kenia genehmigt wird. Eine eTA bestimmt aber nicht, ob ein Reisender nach Kenia einreisen darf. Die Einwanderungsbeamten entscheiden bei der Ankunft der Reisenden über die Zulässigkeit.
- Das System ist sehr fehleranfällig und es werden zahlreiche Probleme, insbesondere bei der Zahlung, gemeldet. Es wird empfohlen, es mehrfach (eventuell mit anderen Kreditkarten) zu versuchen. Bei der Einreise muss ein Ausdruck der Reisegenehmigung vorgelegt werden.
- Jeder Reisende muss vor Reiseantritt eine eTA beantragen. Es ist zwingend erforderlich, die offizielle Website der Regierung zu verwenden, um Ihren Antrag einzureichen. Anträge, die über Websites Dritter eingereicht werden, werden automatisch abgelehnt. Bei Kindern unter 18 Jahren ist der Erziehungsberechtigte, ein Elternteil oder eine erwachsene Begleitperson für das Ausfüllen des Antrags verantwortlich.
- eTA-Anträge für Kenia sollten mindestens 3 Tage vor Reiseantritt eingereicht werden, um ausreichend Zeit für die Genehmigung zu gewährleisten. Reisende können ihre Anträge bis zu 3 Monate vor Reiseantritt einreichen. Es wird dringend empfohlen, dass Reisende einen Antrag stellen, sobald sie ihre Unterkünfte und Flugtickets gebucht haben.
- Details zum East African Visa, gültig zur mehrfachen Einreise für die Länder Kenia, Uganda und Ruanda, können bei der kenianischen Botschaft erfragt werden: siehe unten "Wichtige Kontakte".
Hinweis:
- Reisende müssen ihre Wiederausreise (Rückflug- oder Weiterreise-Ticket) sowie genügend Geldmittel für den Aufenthalt nachweisen können.
- Bei Reisen aus einem Gelbfiebergebiet (auch Zwischenstopps von über 12 Stunden) ist eine gültige Gelbfieberimpfung vorzuweisen.
- Wenn Sie regelmäßig nach Kenia reisen oder mehrere Reisen geplant haben, empfiehlt es sich, die mobile App "Kenya Travel Authorization" herunterzuladen. Hier können Reisedokumente und das eigene Profil gespeichert werden, um sie für zukünftige Reisen wiederverwenden können.
- Einreisebestimmungen für österreichische Staatsbürger können sich kurzfristig ändern, ohne dass das Außenministerium oder die österreichische Botschaft darüber vorher unterrichtet werden. Rechtsverbindliche Informationen zu den Einreisebestimmungen erhalten Sie nur direkt bei der zuständigen diplomatischen Vertretung Ihres Ziellandes. Bei illegalem Aufenthalt (selbst bei Ablauf des Visums) bzw. Fehlen einer entsprechenden Aufenthaltserlaubnis ist eine Inhaftierung/ Deportation nicht ausgeschlossen.
Vollmacht für alleinreisende Kinder
Minderjährige Kinder (bis 18 Jahre), die ohne oder nur mit einer erziehungsberechtigten Person verreisen, sollten eine Einverständniserklärung mitführen. Dieser Vollmacht sollte eine Kopie der Geburtsurkunde des Minderjährigen sowie eine Kopie der Reisepässe der gesetzlichen Vertreter angeschlossen sein. Bei verschiedenen Nachnamen empfiehlt sich auch die Mitnahme der Heiratsurkunde der Eltern. Eine Vorlage finden Sie nachstehend zum Download.
Wichtig
Da sich die Bestimmungen betreffend einer Beglaubigung jederzeit ändern können, wird empfohlen, sich vor der Abreise beim Außenministerium über die aktuell gültigen Regelungen zu informieren.
Informationen zu Einreise und Passbestimmungen gelten nur für Personen mit österreichischer Staatsbürgerschaft.
Kraftfahrzeugdokumente
Österreichischer Führerschein in Verbindung mit dem Internationalen Führerschein (beim ÖAMTC erhältlich) ist erforderlich.
Lassen Sie sich den Internationalen Führerschein rechtzeitig vor Ihrer Reise vom ÖAMTC ausstellen, denn diesen erhalten Sie nur in Österreich und nicht vor Ort.
Reisen mit eigenem Kfz in Afrika
Über notwendige Dokumente, Verschiffung, Zulassung, Versicherung und Zollbestimmungen informiert der ADAC.
Reisen mit dem Mietwagen
Informationen zu erforderlichen Dokumenten bei Reisen mit dem Mietwagen finden Sie in der Kategorie Mietwagen.
Reisegepäck
Einfuhrbestimmungen
Folgende Artikel können zollfrei nach Kenia eingeführt werden (Personen ab 18 J.):
250 g Tabakprodukte (Zigaretten, Zigarren, Zigarillos, Tabak, Schnupftabak);
1 l Spirituosen oder 2 l Wein;
0,5 l Parfüm und Eau de Toilette (in der Gesamtmenge darf Parfüm nicht mehr als ein Viertel ausmachen).
Geschenke und persönliche Gegenstände, die den Gegenwert von 500 US$ nicht übersteigen dürfen.
Wertvolle elektronische Geräte müssen deklariert werden.
Wertgegenstände und Waren, die nicht genehmigungsfrei sind, müssen deklariert werden, wie zum Beispiel Drohnen.
Die Freimengen für zollfreie Waren können sich ändern, manchmal auch kurzfristig, zum Beispiel durch neue Vorschriften oder äußere Umstände. Die Angaben sind immer so aktuell wie zum Zeitpunkt der Veröffentlichung. Reisende sollten vor ihrer Reise die aktuellen Freimengen bei den zuständigen Zollbehörden überprüfen. Wir übernehmen keine Verantwortung für Probleme oder Verluste, die durch Änderungen dieser Regeln entstehen.
Einfuhrverbot
Falschgeld, Betäubungsmittel, Tränengas, gebrauchte Reifen, Waffen und Munition (nur mit polizeilicher Genehmigung), CS-Gas und Pfefferspray, Drogen, pornografisches Material, Spielzeugwaffen und unechte Waffen, Obst, Pflanzen und Pflanzensamen, Streichhölzer, die weißen Phosphor enthalten; destillierte Getränke, die gesundheitsschädliche Öle und Chemikalien enthalten; Seifen und Kosmetikartikel, die Quecksilber enthalten; Artikel aus Plastik, die kleiner als 30 Mikrometer sind, sowie Verpackung aus Plastik wie Plastiktüten und -folie.
Diese Liste ist nicht vollständig. Reisende sollten die offizielle Zoll-Website konsultieren oder die Botschaft beziehungsweise das Konsulat in ihrer Nähe kontaktieren, um die aktuellsten Informationen zu erhalten.
Exportverbot
Gold, Diamanten. Die Ausfuhr von Tierhäuten und anderen Jagdtrophäen ist ohne Genehmigung der kenianischen Regierungsbehörde verboten.
Diese Liste ist nicht vollständig. Reisende sollten die offizielle Zoll-Website konsultieren oder die Botschaft beziehungsweise das Konsulat in ihrer Nähe kontaktieren, um die aktuellsten Informationen zu erhalten.
Weitere Informationen sind vom kenianischen Zoll erhältlich.
Rückreise nach Österreich
Es gelten die Zollfreigrenzen für die Einreise aus einem Nicht-EU-Land.
Mehr Infos beim Bundesministerium für Finanzen
Souvenirs
Um sich nicht strafbar zu machen, empfiehlt es sich, auf tierische und pflanzliche Reisemitbringsel zu verzichten.
Mehr Infos über das internationale Artenschutzabkommen CITES
Wichtig
Die Informationen zu Zoll, Ein- und Ausfuhr beziehen sich auf touristische Reisen von Privatpersonen. Bei der Mitnahme von Waren, die über das übliche Ausmaß eines Reisegepäcks hinausgeht, wenden Sie sich bitte an die Zollbehörde des jeweiligen Staates.
Beachten Sie bitte, dass die Einfuhr und das Mitführen von Gegenständen, die in Österreich erlaubt sind, in anderen Ländern verboten oder nur unter Einschränkungen erlaubt sein kann. Das gilt insbesondere für Produkte, die dem Suchtmittel- oder Waffengesetz unterliegen können (z.B. CBD-Produkte, Pfefferspray usw.).
Sicherheitslage
Regionale Reisewarnung (Sicherheitsstufe 4 von 4) gilt für das Gebiet an der Grenze zu Somalia. Vor Reisen in die Counties Mandera, Wajir, Lamu und Garissa wird gewarnt.
Hohes Sicherheitsrisiko (Sicherheitsstufe 3) gilt in den Counties Turkana, West Pokot, Elgeyo Marakwet, Baringo, Laikipia und Samburu.
Sicherheitsrisiko (Sicherheitsstufe 2) im Rest des Landes.
Vor einer Reise wird empfohlen, sich über die Sicherheitslage vor Ort beim österreichischen Außenministerium zu informieren. Das Bürgerservice des Außenministeriums ist rund um die Uhr erreichbar:
- Bei allgemeinen Informationen zu Auslandsreisen und Visafragen: +43 1 90115 3775
- Bei Notfällen im Ausland: +43 1 90115 4411
Tipp: Mit Hilfe der "Auslandsregistrierung" kann Sie das Außenministerium im Krisenfall erreichen und unterstützen. Mehr Infos zur Auslandsregistrierung
Impfungen & Gesundheit
Impfungen
Informationen zu empfohlenen bzw. vorgeschriebenen Impfungen finden Sie beim Tropeninstitut Wien oder beim Impfzentrum Alserstraße.
Reiseapotheke
Denken Sie daran, für Ihre Reise die passende Reiseapotheke zusammenzustellen.
Mehr Infos zur Grundausstattung einer Reiseapotheke.
Klima & Reisezeit
Beste Reisezeit
Die Küstengebiete sind tropisch mit kühlenden Monsunwinden. In den Niederungen ist es heiß und zumeist trocken, im Hochland eher gemäßigt mit vier Jahreszeiten. Nairobi hat wegen seiner Höhenlage das ganze Jahr über ein angenehmes Klima. Am Victoria-See sind die Temperaturen viel höher, hier gibt es z. T. starke Regenfälle.
Mietwagen
In Mombasa und Nairobi gibt es am Flughafen und in der Stadt diverse Autovermieter. Die Fahrer müssen mindestens 18 Jahre alt sein (kann je nach Fahrzeugkategorie variieren) und den Führerschein seit mindestens einem Jahr besitzen. Bei Fahrern unter 25 Jahren kann vor Ort eine Jungfahrergebühr berechnet werden. Manche Autovermietungen geben ein Maximalalter von 70 Jahren an.
In größeren Städten können auch in manchen Reisebüros Wagen mit oder ohne Chauffeur angemietet werden. Man sollte hier vor allem das Kilometergeld der einzelnen Firmen vergleichen und nur Wagen mit Allradantrieb in Betracht ziehen.
Anmietbedingungen
Erkundigen Sie sich rechtzeitig bei Ihrer Autovermietung über die Anmietbedingungen wie Mindest- oder Maximalalter, Führerschein, Kreditkarte als Kaution, Versicherungsschutz, usw.
Kostenfallen vermeiden
Was bei der Mietwagenbuchung und bei der Übernahme des Fahrzeuges zu beachten ist, finden Sie in übersichtlichen Checklisten zusammengefasst:
Downloads
ÖAMTC Mietwagen-ChecklisteKreditkarte
Zur Anmietung eines Fahrzeuges ist in den meisten Fällen eine Kreditkarte erforderlich, da auf der Kreditkarte eine Kaution hinterlegt wird.
Vergünstigte Mietwagen für ÖAMTC Mitglieder
Clubmitglieder sparen bei Mietwagenangeboten von renommierten Autovermietern wie u.a. Avis, Europcar, Hertz, Sixt bis zu 5 Prozent auf der Buchungsplattform ÖAMTC Mietwagen.
Versicherungen
Reiseversicherung
Es besteht kein Sozialversicherungsabkommen mit Österreich. Der Abschluss einer Zusatzversicherung wird dringend empfohlen. Einen umfassenden Schutz im Krankheitsfall, bei Krankenrücktransport und vielem mehr bietet der ÖAMTC Weltreise-Krankenschutz*
Mehr Infos zum Weltreise-Krankenschutz* und auch online abschließbar
*Versicherungsagent: ÖAMTC Betriebe Ges.m.b.H., GISA-Zahl: 23409217, Versicherer: UNIQA Österreich Versicherungen AG
Gepäck- und Stornoschutz*
Der ÖAMTC Gepäck- und Stornoschutz* ersetzt die Kosten, wenn Sie Ihre Reise nicht antreten können oder vorzeitig abbrechen müssen und wenn Ihr Gepäck beschädigt oder gestohlen wird. Eine Reiseprivathaftpflicht ist ebenfalls inkludiert.
Mehr Infos zum Gepäck- und Stornoschutz* und auch online abschließbar
*Versicherungsagent:
ÖAMTC Betriebe Ges.m.b.H., GISA-Zahl: 23409217
Versicherer: Europäische Reiseversicherung AG
ÖAMTC Reisebüro
Kompetente Beratung und Unterstützung bei der Planung und Buchung Ihrer Reise erhalten Sie in den Filialen von ÖAMTC Reisen. Informieren Sie sich auch online über die aktuelle Angebote von ÖAMTC Reisen sowie Mietwagen, Camper, Fähren, Flüge, Parkkarten für viele Flughäfen u.v.m.
Anreise
Mit dem Flugzeug
Kenia ist international hervorragend an den Flugverkehr angebunden. Die wichtigste Drehscheibe des Landes und ein zentrales Tor nach Ostafrika ist der Jomo Kenyatta International Airport (NBO) in Nairobi. Über diesen modernen Großflughafen verläuft ein Großteil der internationalen Ankünfte sowie die Weiterverbindungen ins Landesinnere und in die Nachbarstaaten.
Die nationale Fluggesellschaft Kenya Airways (KQ) unterhält ein dichtes Streckennetz. Sie verbindet Nairobi direkt mit europäischen Metropolen wie Paris (CDG), London (LHR) oder Amsterdam (AMS) sowie mit Zielen in Nordamerika, dem Nahen Osten, Asien und ganz Afrika. Als Mitglied der SkyTeam-Allianz bietet Kenya Airways zudem bequeme Umsteigeverbindungen mit Partnergesellschaften wie KLM an, etwa ab Frankfurt/Main, Wien und Zürich via Amsterdam.
Zahlreiche internationale Airlines fliegen Kenia regelmäßig an:
Direktverbindungen im D-A-CH-Raum: Lufthansa (LH) fliegt täglich nonstop von Frankfurt/Main nach Nairobi. Swiss (LX) bietet Direktflüge ab Zürich an. Passagiere ab Wien können mit Austrian Airlines (OS) in Kooperation mit Swiss via Zürich anreisen. Flüge an die Küste: Für Urlauber, die direkt an die Küste oder auf Safari möchten, fliegt Condor (DE) direkt zum Moi International Airport (MBA) in Mombasa (teils saisonal oder via Zwischenstopp). Auch die Lufthansa-Tochter Discover Airlines bedient Mombasa direkt ab Frankfurt. Weitere internationale Carrier: Große Fluggesellschaften wie British Airways, Air France sowie Drehkreuz-Airlines aus dem Nahen Osten (Emirates, Qatar Airways, Etihad Airways) bieten weltweite Verbindungen mit nur einem Zwischenstopp.Neben den Hauptflughäfen in Nairobi und Mombasa verfügen auch regionale Flughäfen wie Kisumu und Eldoret über internationale Abfertigungsmöglichkeiten für den regionalen Flugverkehr.
Mit Auto, Bahn oder Schiff
Mit dem Auto oder Bus
Kenia grenzt an fünf Nachbarstaaten: Tansania, Uganda, Äthiopien, den Südsudan und Somalia. Auf dem Landweg lässt sich das Land über verschiedene Grenzübergänge erreichen, wobei sich Straßenverhältnisse, Sicherheitslagen und Einreiseformalitäten je nach Region stark unterscheiden.
Die wichtigsten Grenzübergänge:
Nach Uganda: Die Grenzübergänge Malaba und Busia gehören zu den geschäftigsten Übergängen Ostafrikas. Sie decken den Großteil des Personen- und Güterverkehrs ab und bieten eine gut ausgebaute Infrastruktur für Reisende. Nach Tansania: Der am häufigsten von Touristen genutzte Übergang ist Namanga auf der Hauptroute zwischen Nairobi und Arusha. Weitere etablierte Grenzstationen sind Lunga Lunga (Richtung Küste/Tanga), Isebania (nahe der Serengeti/Masai Mara) sowie Taveta. Direktbusse wie der Riverside Shuttle verkehren regelmäßig auf den touristischen Routen zwischen Kenia und Tansania. Nach Äthiopien: Über die Grenzstadt Moyale führt eine durchgehend asphaltierte Allwetterstraße (Great North Road A2) direkt in Richtung Addis Abeba. Diese Route wird nach dem Straßenausbau zunehmend genutzt, bleibt jedoch lang und führt durch entlegene Gebiete. Südsudan & Somalia: Grenzübergänge in diese Länder sind aufgrund von Sicherheitsrisiken, politischen Spannungen und Reisewarnungen für Touristen nicht zu empfehlen und werden auf dem Landweg meidet.Mit der Bahn
Grenzüberschreitender Zugverkehr: Derzeit gibt es keine grenzüberschreitenden Passagierzüge, die Kenia direkt mit seinen Nachbarstaaten verbinden.
Mit dem Schiff
Schiffs- und Fährverbindungen:
Es gibt derzeit keine regelmäßigen internationalen Passagierfähren, die Kenia mit den Nachbarstaaten verbinden.
Der wichtigste Seehafen des Landes – und zugleich einer der größten und geschäftigsten Handels- und Frachthäfen ganz Ostafrikas – ist der Hafen von MOMBASA. Neben dem Frachtverkehr laufen in Mombasa auch gelegentlich internationale Kreuzfahrtschiffe an. Diese Stopps sind meist saisonal und Teil längerer Routen durch den Indischen Ozean, etwa in Kombination mit Häfen im südlichen Afrika, den Ozeaninseln (wie den Seychellen oder Mauritius) oder dem Nahen Osten.
Die deutsche Reederei Phoenix Reisen läuft Mombasa im Rahmen ihrer mehrmonatigen Afrika-Kreuzfahrten und Weltreisen an.
Öffentliche Verkehrsmittel
Inlandsflüge
Aufgrund der enormen Landesgröße und der weiten Entfernungen zwischen einzelnen Regionen spart das Flugzeug im Vergleich zu langen Überlandfahrten viel Zeit. Wer eine straffe Reiseroute hat, gelangt per Inlandsflug schnell in abgelegene Safarigebiete oder an die Küste.
Die wichtigsten Drehkreuze in Nairobi:
Nairobi ist das zentrale Drehkreuz für den Inlandsflugverkehr und verfügt über zwei Hauptflughäfen:
Jomo Kenyatta International Airport (NBO): Wickelt primär Linienflüge der nationalen Fluggesellschaft Kenya Airways sowie größerer Regional-Airlines zu den Großstädten ab (u. a. Mombasa, Kisumu am Victoriasee und Eldoret). Wilson Airport (WIL): Der geschäftige, stadtnahe Flughafen ist der entscheidende Knotenpunkt für Busch- und Safariflüge. Von hier aus starten täglich regelmäßige Linien- und Charterverbindungen mit Kleinflugzeugen direkt zu Pisten in Nationalparks wie der Masai Mara, Amboseli, Samburu, Tsavo, Meru und weiteren privaten Schutzgebieten (Conservancies).Die wichtigsten Inlands- & Safari-Fluggesellschaften:
AirKenya: Fliegt regelmäßig ab Nairobi (Wilson) in Safariregionen wie Amboseli, Masai Mara, Lewa Downs, Nanyuki, Meru, Samburu sowie an die Küste (Lamu, Malindi) und grenzüberschreitend nach Tansania (Kilimanjaro). Safarilink: Bietet ein dichtes Streckennetz zwischen Nairobi und Zielen wie Amboseli, Tsavo, Naivasha, Nanyuki, Lewa, Samburu, Lamu und Kilimanjaro (Tansania). Mombasa Air Safari: Verbindet Küstenorte wie Mombasa, Diani Beach (Ukunda Airstrip) und Malindi direkt mit Nairobi sowie mit Safari-Destinationen wie Amboseli und der Masai Mara.Darüber hinaus lassen sich Kleinflugzeuge für private Charterflüge und individuelle Rundreisen buchen.
Wichtige Hinweise für Reisende:
Inlandsflüge gelten im Allgemeinen als zuverlässig. Dennoch können sich Flugpläne saisonal verschieben oder wetterbedingt angepasst werden – insbesondere bei unbefestigten Landepisten im Busch. Beachten Sie bei Flügen mit Kleinflugzeugen zwingend die strikten Gepäckbeschränkungen (meist maximal 15 kg pro Person in weichen Reisetaschen / Softbags, da Hartschalenkoffer in den Frachträumen oft nicht zugelassen sind).
Bahn
Kenya Railways ist Kenias staatliche Eisenbahngesellschaft, sie betreibt zweimal täglich den Madaraka Express Train zwischen Nairobi und Mombasa (Fahrtzeit: 5-6 Std.).
Die einzige weitere kenianische Eisenbahnlinie ist die Uganda-Bahn, die von Mombasa über Nairobi nach Kampala (Uganda) führt.
Bus
Busse und Minibusse (Matatu) privater Unternehmen verkehren auf Lang- und Kurzstrecken und verbinden die meisten Städte.
Die Strecke Nairobi-Mombasa (Fahrtzeit: 10-15 Stunden) wird von mehreren Linien bedient. In den Westen Kenias gibt es ebenfalls gute Verbindungen, wie etwa mit Easy Coach nach Kisumu an den Viktoriasee.
In den Städten
Nairobi hat ein gut funktionierendes Busnetz. Fahrscheine werden beim Schaffner gekauft. Es verkehren auch Minibusse (Matatu), die jedoch häufig sehr überladen sind.
Taxis sind reichlich vorhanden und hauptsächlich in den Straßen um Hotels und touristisch frequentierte Bereiche zu finden. Kenatco ist z.B. ein zuverlässiges Taxiunternehmen. Kenianische Taxis haben keinen Taxameter; der Fahrpreis sollte daher vorab ausgehandelt werden. Die Taxis sind entweder an einem gelben Streifen erkennbar oder sie sind schwarz. Auch Taxis mit Fahrern können gemietet werden, am besten auf Empfehlung eines Hotels oder Reiseunternehmens.
Auto-Rikschas oder Tuk-Tuks werden ebenfalls zur Beförderung vermietet.
Taxi
In den Städten sind Taxis überall verfügbar. Zusätzlich verkehren Sammeltaxis, sogenannte Matatus; dies sind Minibusse, die auf festgelegten Strecken fahren und bis zu 16 Personen befördern können.
Schiff & Fähren
Fährverkehr besteht u.a. zwischen Mombasa und Likoni sowie zwischen Mokowe und Lamu (überfüllte Fähren). Weitere Einzelheiten von den örtlichen Behörden und Reiseveranstaltern.
Man kann auch ein traditionelles kenianisches Segelschiff (dhow) in Mombasa, Malindi und Lamu mieten. Bei dieser Reiseart sollte man ausreichende Wasser- und Lebensmittelvorräte mitnehmen. Ankerplätze gibt es u.a. bei Mtwapa, Kilifi, Mnarani und Lamu.
Luxuriöser sind Flusskreuzfahrten auf dem Nil.
Vor Ort
Maut & Vignette
Der Nairobi Expressway ist aktuell die einzige gebührenpflichtige Straße in Kenia.
Verkehrsbestimmungen
In Kenia gilt Linksverkehr.
Höchstgeschwindigkeiten
Innerorts: 50 km/h
Außerorts: 100 km/h (mit Anhänger 65 km/h)
Zweispurige Autobahnen: 110 km/h (mit Anhänger 65 km/h)
Kindersicherung
Es gibt keine speziellen Vorschriften für die Beförderung von Kindern. Die Verkehrsbehörde empfiehlt jedoch, dass Kinder unter einem Jahr in rückwärtsgerichteten Kindersitzen auf dem Rücksitz des Autos befördert werden sollten.
Mitführpflichten
- Pkw: 2 Warndreiecke pro Fahrzeug
- Motorräder und Kleinkrafträder: 2 Warndreiecke pro Fahrzeug, Fahrer und Beifahrer müssen Helm und Warnweste tragen
Licht am Tag
- Pkw: Auf unbeleuchteten öffentlichen Straßen müssen fahrende und parkende Fahrzeuge das ganze Jahr über von 18:45 bis 06:15 Uhr ihre Lichter einschalten.
- Motorräder und Kleinkrafträder: müssen immer mit Licht gefahren werden.
Promillegrenze
0,8 Promille
Gut zu wissen
- Der Straßenverkehr ist besonders nachts gefährlich.
- Einige Überlandstraßen sollten nur mit Polizeieskorte befahren werden.
- Auch für geringfügige Verkehrsverstöße drohen drakonische Strafen, einschließlich Verhaftung und Geldstrafen von über 1.000 EUR.
Feiertage
- 1. Jänner 2026: Neujahr
- 20. März 2026: Eid al-Fitr (Ende des Ramadan)
- 3. April 2026: Karfreitag
- 6. April 2026: Ostermontag
- 1. Mai 2026: Tag der Arbeit
- 27. Mai 2026: Eid al-Adha (Opferfest)
- 1. Juni 2026: Madaraka-Tag
- 20. Oktober 2026: Mashujaa-Tag
- 12. Dezember 2026: Unabhängigkeitstag
- 25. Dezember 2026: Weihnachten
- 26. Dezember 2026: Weihnachten
(a) Die angegebenen Daten für islamische Feiertage sind nach dem Mondkalender berechnet und verschieben sich daher von Jahr zu Jahr.
Während des Fastenmonats Ramadan, der dem Festtag Eid al-Fitr vorangeht, ist es Muslimen von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang untersagt zu essen, zu trinken oder zu rauchen, wodurch es zu Unterbrechungen oder Abweichungen im normalen Geschäftsablauf (u. a. reduzierte Öffnungszeiten von Geschäften und Behörden) und deshalb zu Einschränkungen für Reisende kommen kann.
Viele Restaurants außerhalb der Hotels sind tagsüber geschlossen, und der Genuss von Alkohol und Zigaretten ist nur eingeschränkt möglich bzw. z. T. sogar strikt verboten, auch für nichtmuslimische Urlauber. In Hotelanlagen muss damit gerechnet werden, dass Mahlzeiten und Getränke während des Ramadan nur im Hotelrestaurant bzw. auf dem Zimmer eingenommen werden dürfen.
Reisende sollten mit erhöhter Sensibilität in religiösen Angelegenheiten sowie in Fragen der Respektierung islamischer Traditionen rechnen.
Einige Unterbrechungen können auch während des Eid al-Fitr auftreten. Dieses Fest, ebenso wie das Eid al-Adha, hat keine bestimmte Zeitdauer und kann je nach Region 2-10 Tage dauern.
(b) Fällt ein Feiertag auf einen Sonntag, wird er am darauf folgenden Montag begangen.
Geld & Zahlungsmittel
Währung
1 Kenia-Schilling = 100 Cents. Währungskürzel: KSh, KES (ISO-Code). Banknoten sind im Wert von 500, 200, 100 und 50 KSh im Umlauf; Münzen im Wert von 20, 10, 5 und 1 KSh. Es gibt auch eine 40-Schilling-Münze, die allerdings selten vorkommt.
Achtung: Die Banknoten im Wert von 1.000 Kenia-Schilling wurden zum 1. Oktober 2019 aus dem Umlauf genommen. Sie verloren zu diesem Datum ihren Wert und können bei den Banken nicht umgetauscht werden.
Kreditkarten
American Express, Mastercard, Diners Club und Visa werden in Hotels, Reisebüros, von Veranstaltern von Safaritouren und in Restaurants häufig angenommen. An zahlreichen Bankautomaten, die in Städten zunehmend auch an Tankstellen zu finden sind, kann man Bargeld mit Kreditkarte (vor allem mit Visa) abheben. Einzelheiten vom Aussteller der betreffenden Kreditkarte.
Bankomat
Bankkarten Mit der Kreditkarte und Pinnummer kann an Geldautomaten Geld abgehoben werden. Die Bankomatkarte mit dem Cirrus-, Plus- oder Maestro-Symbol wird weltweit akzeptiert. Sie kann an Geldautomaten mit dem Cirrus- oder Maestro-Symbol in Kenia genutzt werden. Zur Sicherheit sollten Reisende stets über eine alternative Geldversorgung wie zum Beispiel Bargeld verfügen. Geldautomaten befinden sich in allen größeren Städten, zunehmend auch an Tankstellen. Das Tageslimit für Abhebungen liegt derzeit bei 40.000 KSh. Zur bargeldlosen Bezahlung in Geschäften ist die Bankomatkarte nicht geeignet. Weitere Informationen von Banken und Geldinstituten. Die neue Debitcard und ihre Nutzung im Ausland Aus der Bankomatkarte wurde eine Debitcard: Seit 2023 stellen Banken keine neuen Girokarten mehr mit dem Maestro-Symbol aus. Noch gültige Karten mit dem Maestro-Symbol können jedoch im In- und Ausland weiterhin bis zum Ablauf ihrer Gültigkeit genutzt werden. Spätestens Ende 2027 wird es das Maestro-Symbol nicht mehr geben. Maestro-Nachfolger sind „Debit Mastercard“, „Visa Debit“ oder „V-Pay“. Visa Debit und Debit Mastercard sind weltweit in mehr als 200 Ländern, in denen Visa und Mastercard akzeptiert werden, nutzbar. Für die Buchung von Reisen oder Mietwagen werden oft nur Kreditkarten akzeptiert. Zur Sicherheit gehört neben einer Debitkarte auch immer eine Kreditkarte ins Reisegepäck.Achtung: Reisende, die mit ihrer Bankomatkarte im Ausland bezahlen und Geld abheben wollen, sollten sich vor Reiseantritt bei ihrem Kreditinstitut über die Nutzungsmöglichkeit ihrer Karte informieren.
Reisechecks
Reiseschecks werden in der Regel in Kenia nicht akzeptiert.
Öffnungszeiten der Banken
Mo-Fr 09.00-15.00 Uhr. Einige Banken haben auch samstags von 09.00-11.00 Uhr geöffnet. Viele Niederlassungen haben inzwischen Geldautomaten, die rund um die Uhr zugänglich sind. Nationale und internationale Banken haben Niederlassungen in den meisten größeren Städten.
Devisenbestimmungen
Die Ein- und Ausfuhr von Fremdwährungen und der Landeswährung ist ab einem Gegenwert von 10.000 US$ deklarationspflichtig.
Bankomatkarte freischalten lassen
Durch die Sicherheitsfunktion "GeoControl" sind österreichische Bankomatkarten außerhalb Europas automatisch gesperrt. Um während der Reise Bargeld beheben zu können, muss die Bankomatkarte bei der Bank freigeschaltet werden.
Pannenhilfe & Notfall
Pannenhilfe
Bei Problemen mit Ihrem Mietwagen kontaktieren Sie bitte in erster Linie Ihren Vermieter.
Partnerclub des ÖAMTC
Automobile Association of Kenya (AAK)
www.aakenya.co.ke
Notrufnummern
- Ambulanz: 999
- Feuerwehr: 112 oder 999
- Polizei: 112, 999 oder 911
- ÖAMTC Weltreise-Krankenschutz: +43 1 25 120 00
ÖAMTC-Tipp
Vor Reiseantritt Notrufnummern im Mobiltelefon speichern.
Sitten & Gebräuche
Religion
Protestanten (45%), Katholiken (33%), Muslime (10%), Naturreligionen (10%) sowie Minderheiten von Juden und Hindus.
Sitten & Gebräuche
Westeuropäische Bräuche spiegeln im ganzen Land den britischen Einfluss wider. Kenianer sind im Allgemeinen sehr freundlich. Kleidung ist zwanglos, und Alltagskleidung wird außer bei besonderen gesellschaftlichen Anlässen überall akzeptiert.
Rauchen: Landesweit besteht ein öffentliches Rauchverbot.
Trinkgeld: Falls kein Bedienungsgeld verlangt wird, sind 10-15 % angemessen.
Plastiktüten: Der Besitz von Plastiktüten wird mit einer hohen Geldbuße und möglicherweise mit einer Haftstrafe geahndet.
Sehenswertes
Samburu-Nationalreservat
Dieser wüstenähnliche Park liegt zwischen Nairobi und dem Turkana-See. Hier kann man die seltenen Oryx-Antilopen, Gerenuks, netzförmig gemusterte Giraffen und Grevys-Zebras sehen. Strauße und Elefanten sind in der freien Wildbahn leicht zu ersichten. In der Samburu Lodge und der River Lodge im Nationalpark können Besucher von der Bar aus durch Köder angelockte Leoparden beobachten.
Malindi und Umgebung
Malindi liegt 125 km nördlich von Mombasa und ist der älteste Urlaubsorte Kenias. Entlang der Küste liegen die Malindi- und Watamu-Wasserschutzgebiete, in denen man die Unterwasserwelt der Korallenriffe vom Glasbodenboot aus beobachten kann. Tauchen ist hier ebenfalls beliebt. In der Nähe von Watamu liegt eine Ruinenstadt aus dem 13. Jahrhundert. Das kleine Dorf Mambui, nördlich von Malindi, ist ebenfalls einen Ausflug wert.
Die Insel Lamu liegt 200 km nördlich von Malindi und lockt mit feinsandigen Palmenstränden, an denen malerische Dhaus vorbeisegeln, und einer faszinierenden Inselstadt. Die engen Gassen sind nur mit Eseln oder Handwagen passierbar; auf der Insel ist kein motorisierter Verkehr gestattet. Bei einem Stadtbummel stößt man auf Basare, Moscheen und arabische Häuser mit geschnitzten Holztüren. In der Mwango Road steht auch ein Hindutempel. Angelfahrten auf Dhaus werden angeboten; mit den Bootseigentümern kann man Tagesausflüge zu den ca. 600 Jahre alten Ruinen auf den nahe gelegenen Inseln Pate und Manda machen.
Nakuru-See-Nationalpark
Nakuru liegt im Rift Valley, ca. 230 km westlich von Nairobi. Die geschäftige Stadt ist ein wichtiger Knotenpunkt der Region und die viertgrößte Stadt Kenias, aber so staubig und trocken, dass Touristen meist nur auf der Durchreise hier kurz Halt machen. Schön ist der nahe gelegene Nakuru-See-Nationalpark, von dem gesagt wird, dass er einst 50% der rosa Flamingos der ganzen Welt beheimatete. In der Nähe erhebt sich der Menengai Crater, ein erloschener Vulkan. 50 km nördlich von Nakuru erreicht man über eine relativ gute Straße den Baringo-See. Er ist kleiner als der Nakuru-See, der Artenreichtum der Vogelwelt ist jedoch genauso eindrucksvoll. Auf der »Halbmondinsel« (Crescent Island) in der Mitte des Sees gibt es einen Zeltplatz und man kann Boote mieten.
Nairobi
Nairobi ist als »grüne Stadt an der Sonne« bekannt. Das moderne Kenyatta-Konferenzzentrum und das attraktive Stadtbild haben Nairobi zu einer bedeutenden internationalen Handels- und Konferenzstadt gemacht. Nairobi wirkt sehr gepflegt, trotzdem ist die Kriminalität wie in anderen Hauptstädten hoch und als Ortsfremder sollte man manche Viertel vor allem nachts meiden. Manche Besucher empfehlen sogar, den Uhuru-Park nicht allein zu betreten. Die Einkaufsmöglichkeiten sind vielfältig: die Palette reicht von Einkaufszentren im amerikanischen Stil bis hin zu afrikanischen Märkten mit Holzbuden. Groß ist auch das Angebot an Restaurants und Nachtklubs. Zu den Sehenswürdigkeiten in und um Nairobi gehören das Kulturzentrum Bomas of Kenya etwas außerhalb des Stadtzentrums, wo u. a. Tanzaufführungen stattfinden; das Kenya National Museum mit einer Völkerkundeabteilung und der Snake Park (Schlangenpark) gegenüber dem Museum, in dem man Bekanntschaft mit fast allen ostafrikanischen Schlangenarten machen kann.
Nationalparks
Der Artenreichtum ihrer Tier- und Pflanzenwelt hat Kenias Nationalparks in aller Welt berühmt gemacht.
Ca. 10% der Fläche des Landes besteht aus Nationalparks. In den 40 Nationalparks und Nationalreservaten sind alle verschiedenen Lebensräume vertreten: von Wüste über Bergwald bis hin zu Wasserschutzgebieten am Indischen Ozean. Die Tourismuseinrichtungen sind außerordentlich gut. Es gibt zahlreiche organisierte Safaris, aber man kann auch Fahrzeuge und die entsprechende Ausrüstung mieten. Immer beliebter werden Ballonflüge, die die Möglichkeit bieten, die Wildtiere aus der Vogelperspektive zu beobachten; vor allem im Masai-Mara-Nationalreservat empfiehlt es sich, frühzeitig zu buchen. Alle Nationalparks (ausgenommen Masai-Mara-Nationalreservat und Samburu-Wildpark) stehen unter der Verwaltung von Kenya Wildlife Service. Hinweis: Der Eintritt für die Nationalparks muss online über die Plattform eCitizen bezahlt werden.
Mount-Elgon-Nationalpark
Kisumu ist ein Handelszentrum am Victoria-See. Von hier aus kann man den Mount-Elgon-Nationalpark besuchen.
Mombasa
Mombasa, die zweitgrößte Stadt Kenias, liegt 500 km von Nairobi entfernt. Mombasa ist eine wichtige Hafenstadt, die von ihrer Lage an der einzigen Bahnstrecke ins Landesinnere profitiert. Herrliche Strände erstrecken sich südlich und nördlich der Stadt. Interessant ist die Old Town, das fast völlig islamische Altstadtviertel mit engen Gassen und Straßenhändlern, die Handarbeiten anbieten. Die Festungsanlage Fort Jesus wurde 1593 von den Portugiesen erbaut und 1698 nach 33-monatiger Belagerung von den Omani-Arabern erobert. Hier ist heute ein Museum untergebracht. Kikoi- und Khanga-Tücher kann man in der Biashara Street kaufen. Das Fremdenverkehrsamt befindet sich in der Moi Avenue. Vor der Küste südlich von Mombasa liegt ein Korallenriff, hier gibt es schöne und geschützte Strände. Zu den Touristenregionen gehören Likoni, Tiwi und Diani Beach.An der Küste nördlich von Mombasa liegen die Urlaubsorte Bamburi, Kenya, Watamu und Casuarina Beach. Auch hier gibt es herrliche Strände. Streckenweise wurden große Hotelkomplexe errichtet.
Nairobi-Nationalpark
Der Nairobi-Nationalpark liegt nur 8 km außerhalb der Stadt. Der älteste Nationalpark Kenias sieht noch heute wie auf alten Fotografien aus - ursprüngliches, welliges Weideland, auf dem außer Elefanten alle ostafrikanischen Wildtiere der Ebene grasen. Das Hilton-Hotel organisiert Touren. Der Naivasha-See liegt eine Autostunde von der Hauptstadt entfernt. Die Aussicht von hier ist einmalig: Vogelfreunde kommen bei der großen Anzahl von Vögeln und dem Artenreichtum auf ihre Kosten. Es bieten sich auch gute Gelegenheiten zum Felsenklettern.
Turkana-See
Am Turkana-See im Norden Kenias liegen mehrere Naturschutzgebiete. In diesem See, der sich mehrere hundert Kilometer durch weitgehend unbewohnte Wüste erstreckt, gibt es einige nur hier vorkommende Fischarten und Wasserpflanzen. Manche Urlauber kommen vor allem zum Fischen hierher. Am Ostufer hat man für Angeltouristen mehrere Lodges errichtet. Trotz des unwirtlichen Klimas trifft man hier viele der bekannteren Tierarten Kenias an. Im See liegen zwei große vulkanische Inseln. Der mit Wasser gefüllte Krater der südlichen Insel beheimatet außergewöhnlich große Krokodile.
Tsavo-Nationalpark
Der Tsavo-Nationalpark besteht aus einem Ost- und einem Westteil und ist mit insgesamt 21.000 qkm der größte Park Kenias. Der größte Teil des Landes ist offene Savanne und Buschland, das von Elefanten, Büffeln, Löwen, Antilopen, Gazellen, Giraffen und Zebras bevölkert ist. Bei Mzima Springs im Westen des Parks kann man Krokodile und Flusspferde sehen.
Mount-Kenya-Nationalpark
Der Äquator führt durch den 600 qkm großen Mount-Kenya-Nationalpark, der aus Wald, nacktem Fels und Schneefeldern auf den Berggipfeln besteht. Das Schutzgebiet beginnt in 1800 m Höhe und steigt auf über 5000 m an. Der Aufstieg ist sehr schön, professionelle Ausrüstung ist nicht erforderlich; man sollte sich jedoch genügend Zeit nehmen, um Höhenkrankheit zu vermeiden. Es ist ratsam, die Tour in Begleitung eines Führers anzutreten. Unterwegs kann man in Berghütten übernachten. Warme Kleidung, einen Schlafsack und Nahrungsmittel muss man selbst mitbringen. Der Berg ist einer der letzten Jagdgründe des schwarzen Leoparden und der Lebensraum des seltenen schwarz-weißen Colobus-Affen. Nanyuki ist eine kleine Stadt an der Westseite des Mount Kenya und einer der Ausgangspunkte für Bergsteiger.
Meru-Nationalpark
Der Meru-Nationalpark, 280 km von Nairobi entfernt, erstreckt sich über eine Fläche von 870 qkm. Hier leben Elefanten, Nilpferde, Giraffen, Zebras, Gazellen, Kudus und Oryx-Antilopen. Außerdem beheimatet er über 400 Vogelarten. Dieser Park ist einer der wilderen und ursprünglicheren Naturschutzgebiete.
Masai-Mara-Nationalreservat
Das Masai-Mara-Nationalreservat liegt 390 km von Nairobi entfernt im äußersten Südwesten des Landes. Die weite Ebene, wird einmal im Jahr von riesigen Herden von Gnus, Zebras, Gazellen und Antilopen überquert, die von der Serengeti des Nachbarstaates Tansania aus gen Norden ziehen. Die Tiere werden oft von Löwen, Geparden, Leoparden und Hyänen verfolgt. Erschöpft sammeln sie sich an einer Stelle des Mara-Flusses, wo sie in langen Reihen auf die Überquerung warten. Das Schauspiel kann am besten von Heißluftballons aus beobachtet werden. Im Masai-Mara-Nationalpark gibt es mehrere Camps.
Amboseli-Nationalpark
Der Amboseli-Nationalpark ist für Kenias Verhältnisse mit seinen knapp 400 qkm beinahe klein und liegt an der Grenze zu Tansania, 220 km von Nairobi entfernt. Die schöne Aussicht auf den schneebedeckten Kilimanjaro, Afrikas höchsten Berg, zieht viele Besucher an. Der Park besteht aus Savannenlandschaft und Sumpfgebieten und ist vor allem für seine Elefantenpopulation bekannt. Außerdem gibt es mehr als 600 verschiedene Vogel-, Amphibien- und Reptilienarten. Es werden unter anderem auch Vorträge angeboten, in denen man etwas über die Kultur der Massai erfahren kann.
Aberdare-Nationalpark
Der Aberdare-Nationalpark umfasst eine dicht bewaldete Bergkette, die nahe beim Mount Kenia liegt und bis auf 4000 m Höhe ansteigt. Hier leben Elefanten, Nashörner, seltene Waldantilopen wie Bongo- und Dik-Dik-Antilopen, Leoparde, Löwen und verschiedene Affenarten. Die meisten Besucher ziehen es vor, das Wild von den beiden erhöhten Lodges aus zu beobachten (Treetops und The Ark), die eine bei Nacht beleuchtete Schneise überblicken. Im Nebel der höheren Hänge wachsen üppige Bergpflanzen. Es gibt zahlreiche Wasserfälle, der größte ist der 300 m hohe Guru-Wasserfall.
Straßennetz
Reisen auf dem Landweg ist eine der gängigsten Möglichkeiten, Kenia zu erkunden. Das Straßennetz verbindet die großen Zentren wie Nairobi, Mombasa, Kisumu, Nakuru und Eldoret mit ländlichen Regionen sowie den Nationalparks. Überlandfahrten bieten eine flexible Möglichkeit, Landschaften und Alltag hautnah zu erleben, erfordern jedoch aufgrund des Verkehrsaufkommens, schwankender Straßenverhältnisse und Sicherheitskontrollen oft etwas mehr Geduld und Planung.
Wichtige Fernstraßen (A-Routen):
Kenia verfügt über ein Netz aus gut ausgebauten Hauptverkehrsachsen (Hauptstraßen bzw. Highways):
A109: Die wichtigste Verbindung des Landes verbindet die Hafenstadt Mombasa direkt mit der Hauptstadt Nairobi. A104: Führt von der Grenze zu Uganda über Nairobi weiter bis zur tansanischen Grenze. A2 (Great North Road): Führt von Nairobi über das zentrale Hochland in den Norden bis zur Grenze nach Äthiopien (Moyale). A1: Verläuft durch Westkenia von der Grenze zum Südsudan bis nach Tansania.Das allgemeine Überlandstraßennetz in Kenia ist gebührenfrei. Die einzige Ausnahme bildet der moderne Nairobi Expressway (Verbindung vom Flughafen JKIA direkt in das Stadtzentrum), der kostenpflichtig ist.
Kraftstoff, Tankstellen & Elektromobilität:
Tankstellennetz: Entlang der Hauptverkehrsachsen und in größeren Städten gibt es eine gute Abdeckung mit Tankstellen. Viele Stationen haben von 7:00 bis 19:00 Uhr geöffnet, an Hauptrouten oft auch rund um die Uhr. In entlegenen Safari- oder Wüstenregionen können Tankstellen rar sein; bei langen Überlandfahrten empfiehlt sich vorausschauendes Tanken oder das Mitführen von Reservekanistern. Preise & Beschilderung: Kraftstoffpreise werden national reguliert und schwanken monatlich. Die Beschilderung an den Straßen ist in der Regel auf Englisch. Navigation über Apps funktioniert in Städten gut, ist auf dem Land aber teils ungenau. E-Mobilität: Ladesäulen für Elektrofahrzeuge finden sich aktuell vor allem in der Metropolregion Nairobi sowie vereinzelt an touristischen Knotenpunkten.Geführte Touren & Safaris:
Zahlreiche lizenzierte Reiseveranstalter und Safari-Agenturen in Nairobi und Mombasa bieten organisierte Rundreisen, Game Drives in die Nationalparks sowie maßgeschneiderte Touren mit professionellem Fahrer/Guide an.
Staßenklassifizierung
Das Straßennetz Kenias umfasst folgende Straßentypen, die jeweils mit einem Buchstaben und einer Nummer gekennzeichnet sind, wobei
- internationale Fernstraßen mit A beginnen;
- nationale Fernstraßen mit B;
- Primärstraßen mit C;
- Sekundärstraßen mit D und
- Nebenstraßen mit E.
Zustand der Straßen
Sämtliche Hauptstraßen sind asphaltiert, Nebenstraßen werden ständig verbessert, vor allem im Nordwesten. In weiten Teilen des Nordens ist das Straßennetz nicht besonders gut. Besonders im April und Mai, während der Hauptregenzeit, sollte man Nebenstraßen möglichst nur mit Allradantrieb befahren.
Telefon & Internet
Internationale Telefonvorwahl. Die Landesvorwahl von Kenia ist 00254.
Öffentliche Telefonzellen stehen in Kenia nicht mehr zur Verfügung.
Mobiltelefon
4G- und in den Großstädten 5G-Mobilfunknetz. Der Sende- und Empfangsbereich umfasst von entlegenen Gebieten im Nordosten des Landes abgesehen ganz Kenia. Das Mobilfunknetz deckt am besten den Süden des Landes von der Grenze im Westen bis zur Küste ab. Netzbetreiber sind u.a. Telkom, Airtel und Safaricom. Internationale Roaming-Verträge bestehen. Ggf. lohnt sich der Erwerb einer kenianischen Prepaid-SIM-Karte.
Internet
In Mombasa, in Nairobi und in anderen größeren Städten gibt es Internetcafés. WLAN steht in größeren Städten, in Hotels und in Luxusjagdhütten zur Verfügung.
Wichtige Kontakte
Botschaften
Botschaft der Republik Kenia
+43 1 712 39 19
office@kenyaembassyvienna.at / vienna@mfa.go.ke
Österreichische Botschaft in Kenia
+254 20 406 00 22, 00 23, 00 24
nairobi-ob@bmeia.gv.at
Notruf des österreichischen Außenministeriums
+43 1 90 115 4411