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E-Vignette kaufen: Das sollten Sie beachten

Beschwerden über teure Portale häufen sich, saftige Preisaufschläge drohen. Der Mobilitätsclub empfiehlt daher: Nur bei offiziellen Stellen kaufen!

E-Vignette: Vorsicht vor inoffiziellen Verkaufsstellen

Die digitale Vignette ist praktisch, weil auf das Kleben verzichtet werden kann. Auch unsere östlichen Nachbarländer haben mittlerweile ein elektronisches Autobahnpickerl eingeführt. Gleichzeitig erreichen die Rechtsberatung des Mobilitätsclubs – genau wie andere Ombudsstellen – in den vergangenen Wochen vermehrt Beschwerden über dubiose Vignetten-Verkaufsportale.

Geworben wird damit, dass die dort verkauften digitalen Vignetten sofort gültig sind. Dabei ist mittlerweile die österreichische 1-Tagesvignette sowie die 10-Tagesvignette ohnehin immer sofort gültig, also ohne die 18-tägige Wartefrist. Außerdem können alle digitalen Vignetten für Österreichs Autobahnen beim ÖAMTC mit sofortigem Gültigkeitsbeginn und ohne Mehrkosten erworben werden.

Dubiose Vignetten-Verkaufsportale

"Zunächst ist festzuhalten, dass diese Portale nicht illegal sind. Allerdings verkaufen sie die Vignetten im Grunde nicht direkt, sondern bieten vor allem die Registrierung des Kennzeichens an – natürlich gegen Entgelt. Damit kann eine Vignette über ein solches Portal fast 70 Prozent mehr kosten als bei einem offiziellen Anbieter", warnt ÖAMTC-Juristin Ursula Zelenka. "Unsere Mitglieder berichteten uns auch immer wieder davon, dass inoffizielle Verkaufsstellen ganz oben in den Ergebnissen der Internet-Suchmaschinen auftauchen. Der Grund dafür ist schnell erklärt: Es handelte sich um bezahlte Anzeigen, die von Google & Co vorgereiht werden." Die Anzahl der Beschwerden ist zwar jüngst durch eine Werbesperre des größten Suchmaschinenbetreibers zurückgegangen, doch nach wie vor besteht die Gefahr, mehr zu bezahlen, ohne einen Mehrwert zu erhalten.

Tipps für den Kauf einer digitalen Vignette

Abgesehen von hohen Kosten droht weiteres Ungemach, wenn man vom Kauf zurücktreten möchte, wenn es Fehler bei der Registrierung gibt und ganz generell, wenn es ein Problem geben sollte, das eine kulante Lösung erfordert. ÖAMTC-Expertin Zelenka gibt die drei wichtigsten Tipps für den Kauf einer digitalen Vignette:

  • Kauf bei einer offiziellen Vertriebsstelle: In der Regel ist das meist der Autobahnbetreiber, in Österreich z. B. die Asfinag. Zusätzlich gibt es offizielle Vertriebspartner, zu denen auch der ÖAMTC zählt. "Wir unterstützen auch bei der Registrierung der neu gekauften Vignette", stellt Zelenka klar. Tipp: An allen Stützpunkten des Mobilitätsclubs bekommt man neben der österreichischen Klebe- und Digitalvariante auch die digitale Vignette für Slowenien und die Klebevignette für die Schweiz
  • Vignette als Teil der Reiseplanung: Egal ob digitale Variante oder Klebevignette – es ist immer klüger, sich vor der Fahrt rechtzeitig darum zu kümmern, anstatt den Kauf in letzter Sekunde und unter Stress z. B. über das Smartphone abzuwickeln. "Man darf auch nicht vergessen, dass schon der erste Autobahnkilometer mautpflichtig ist und es dauern kann, bis man zu einer seriösen Verkaufsstelle kommt. In dieser Zeit kann bereits gestraft werden", hält die ÖAMTC-Juristin fest. "Gerade kleine Hütten und Wechselstuben am Grenzübergang können auch problematisch sein und sich den Zeitdruck und die eventuell bestehende Sprachbarriere zunutze machen."
  • Ob und auf welchen Straßen im In- und Ausland überhaupt eine Vignette notwendig ist, findet man übersichtlich und stets aktuell in der ÖAMTC Länder-Info. Dort sind auch die offiziellen Vignetten-Vertriebspartner verzeichnet.

Allgemeine Tipps zum Online-Kauf der digitalen Vignette

  •  Auf Impressum und Kontaktdaten achten: Vor dem Kauf sollte man überprüfen, wer der Geschäftspartner beim Vignettenkauf ist. Gibt es gar kein Impressum, sollte man unbedingt die Finger davon lassen und auch wenn das Unternehmen keine Steuer- oder Firmenbuchnummer ausweist, ist Vorsicht geboten.
  • In den allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) kann man nachlesen, welche Leistungen im Preis enthalten sind.
  • Preise vergleichen: Was die Vignette kostet, ist gesetzlich vorgegeben. Deshalb sollte es keine Abweichung geben.
  • Auf Sprache und Formulierungen achten: Rechtschreibfehler auf einer Firmenwebseite sind meist kein gutes Zeichen und sind oft das Ergebnis einer Übersetzungsmaschine. Solche Online-Shops sollte man meiden.

Digitale Vignette beim Mobilitätsclub kaufen

Und ohne 18-tägige Frist direkt losfahren. Auch für die österreichische Vignette gibt es inoffizielle Anbieter, die oft mit dem Wegfall der 18-tägigen Frist für den Beginn der Gültigkeit werben. "Ein Preisaufschlag ist hier ebenfalls inkludiert. Wer ohne Frist und sofort mit der neuen Vignette losfahren möchte, ist mit einem Kauf beim ÖAMTC deutlich besser bedient – die Vignette ist sofort gültig, kostet nicht mehr und man ist bei Problemen auf der sicheren Seite", weiß Zelenka. "Wer es eilig hat, kann außer beim ÖAMTC auch bei der Asfinag oder in einer Trafik kaufen – es ist jedenfalls immer eine offizielle Stelle zu bevorzugen."

Hier finden Sie den nächsten ÖAMTC-Standort.

Offizielle Verkaufsstellen

In Österreich sind die Klebevignette sowie die Digitale Vignette erhältlich bei:

Gut zu wissen

  • Die Information, wo in Europa zwar keine Vignette, aber eine Streckenmaut gilt, welche Tunnelgebühren in welchen Ländern anfallen und vieles mehr, finden Sie in der Kategorie „Maut & Vignette“ in der ÖAMTC Länder-Info.
  • Mit dem smarten Routenplaner des Clubs können Sie sich auch für Pkw, Wohnmobil oder Gespann die anfallenden Vignetten- und Mautgebühren für Ihre gewählte Strecke, berechnen.

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Maut & Vignette in Europa

Wer mit dem Auto durch Europa reist, sollte sich rechtzeitig über Maut- und Vignettenpflicht in den einzelnen Ländern informieren.