Fakten & Zahlen
| Hauptstadt | Neu-Delhi. |
| Fläche | 3.287.263 km² |
| Einwohner | ca. 1,4 Mrd. |
| Kfz-Kennzeichen | IND |
| Netzspannung | Reisestecker erforderlich (beim ÖAMTC erhältlich). |
| Zeit | MEZ + 4,5 Stunden; während der europ. Sommerzeit + 3,5 Stunden |
| Maße & Gewichte | Metrisches System wie in Österreich |
| Telefonvorwahl | +91 |
| Sprache | Hindi, Englisch |
| Mini-Dolmetscher | |
| Währung | 1 € = 110.1985 INR |
| Nachbarländer |
Wetter
Vor der Reise
Personaldokumente
Reisepass
Reisende, auch Minderjährige, benötigen einen bei der Ausreise mind. 6 Monate gültigen Reisepass.
Visum
- Für touristische Reisen ist ein elektronisches Visum erforderlich.
- Für andere Reisezwecke ist das Visum bei der Konsularabteilung der indischen Botschaft zu beantragen.
- Für weitere Informationen von der indischen Botschaft, siehe unten "Wichtige Kontakte".
Ein Transit ohne Visum ist möglich, wenn man im internationalen Transitbereich des Flughafens bleibt, ein gültiges Ticket für den Weiterflug besitzt, das Gepäck bis zum Zielflughafen durchgecheckt ist und die Umsteigezeit nicht mehr als 24 Stunden beträgt.
Ein Aufenthalt nach Ablauf des Visums (Overstay) wird streng geahndet, unter Umständen mit mehrjähriger Haftstrafe.
Für die Einreise nach Sikkim, Lakkadiven und Arunachal Pradesh sind Sondergenehmigungen erforderlich.
Reiseregistrierung
Reisende müssen innerhalb von 96 Stunden vor der geplanten Einreise die kostenlose e-Arrival Card des Bureau of Immigration ausfüllen. Es wird empfohlen, einen Ausdruck der e-Arrival Card mitzuführen.
Bei der Einreise ist unbedingt darauf zu achten, dass die Grenzbehörden einen Einreisestempel in den Pass stempeln, da dessen Fehlen zu erheblichen Schwierigkeiten bei der Ausreise führen kann.
Vollmacht für alleinreisende Kinder
Minderjährige Kinder (bis 18 Jahre), die ohne oder nur mit einer obsorgeberechtigten Person verreisen, sollten eine Einverständniserklärung mitführen. Dieser Vollmacht sollte eine Kopie der Geburtsurkunde des Minderjährigen sowie eine Kopie der Reisepässe der gesetzlichen Vertreter angeschlossen sein. Bei verschiedenen Nachnamen empfiehlt sich auch die Mitnahme der Heiratsurkunde der Eltern. Eine Vorlage finden Sie nachstehend zum Download.
Wichtig
Da sich die Bestimmungen betreffend einer Beglaubigung jederzeit ändern können, wird empfohlen, sich vor der Abreise beim Außenministerium über die aktuell gültigen Regelungen zu informieren.
Informationen zu Einreise und Passbestimmungen gelten nur für Personen mit österreichischer Staatsbürgerschaft.
Kraftfahrzeugdokumente
Österreichischer Führerschein in Verbindung mit dem Internationalen Führerschein (beim ÖAMTC erhältlich) ist erforderlich.
Lassen Sie sich den Internationalen Führerschein rechtzeitig vor Ihrer Reise vom ÖAMTC ausstellen, denn diesen erhalten Sie nur in Österreich und nicht vor Ort.
Reisen mit eigenem Kfz in Asien
Über notwendige Dokumente, Verschiffung, Zulassung, Versicherung und Zollbestimmungen informiert der ADAC.
Reisen mit dem Mietwagen
Informationen zu erforderlichen Dokumenten bei Reisen mit dem Mietwagen finden Sie in der Kategorie Mietwagen.
Reisegepäck
Einfuhrbestimmungen
Ausländische Touristen dürfen persönliche Gegenstände sowie bestimmte Waren innerhalb der geltenden Freimengen zollfrei nach Indien einführen. Die Regelungen gelten für Reisende ab 18 Jahren und können sich kurzfristig ändern.
Zollfreie Einfuhr bei Ankunft aus dem Ausland:
Gegenstände des persönlichen Bedarfs sowie Geschenke bis zu einem Gesamtwert von 15.000 Indischen Rupien (INR) können in der Regel zollfrei eingeführt werden. Bestimmte Waren fallen jedoch nicht unter diese Freigrenze, darunter:
100 Zigaretten oder 25 Zigarren oder 125 g Tabak 2 Liter alkoholische Getränke (Spirituosen oder Wein) Gold und Silber in nicht verarbeitetem Zustand ein FlachbildfernseherHochwertige elektronische Geräte oder andere wertvolle Gegenstände können bei der Einreise deklarationspflichtig sein. Reisende sollten sich vorab über die aktuellen Zollbestimmungen informieren.
Achtung: Verstöße gegen die indischen Zoll- und Einfuhrbestimmungen können zu Geldstrafen, Beschlagnahmungen oder weiteren rechtlichen Konsequenzen führen. Die indischen Vorschriften zu Betäubungsmitteln sind besonders streng; bereits der Besitz kleiner Mengen illegaler Substanzen kann schwere Strafen nach sich ziehen.
Mit der mobilen Anwendung ATITHI@Indian Customs können internationale Reisende ihre Zollerklärung für Waren und mitgeführte Währungen vorab elektronisch abgeben und dadurch die Abfertigung an Flughäfen erleichtern.
Die zulässigen Freimengen und Einfuhrbestimmungen können sich jederzeit ändern. Reisende sollten daher vor der Abreise die aktuellen Informationen bei den zuständigen indischen Zollbehörden oder der zuständigen Auslandsvertretung prüfen.
Einfuhrverbot
Geflügel, Geflügelprodukte (einschließlich Eier, Federn und Fleisch), Schweine, Produkte aus Schweinefleisch und Waffen ohne Sondergenehmigung, pornografische Erzeugnisse, Goldmünzen und -barren sowie E-Zigaretten.
Diese Liste ist nicht vollständig. Reisende sollten die offizielle Zoll-Website konsultieren oder die Botschaft beziehungsweise das Konsulat in ihrer Nähe kontaktieren, um die aktuellsten Informationen zu erhalten.
Weitere Informationen sind vom indischen Zoll erhältlich.
Rückreise nach Österreich
Es gelten die Zollfreigrenzen für die Einreise aus einem Nicht-EU-Land.
Mehr Infos beim Bundesministerium für Finanzen
Souvenirs
Um sich nicht strafbar zu machen, empfiehlt es sich, auf tierische und pflanzliche Reisemitbringsel zu verzichten.
Mehr Infos über das internationale Artenschutzabkommen CITES
Wichtig
Die Informationen zu Zoll, Ein- und Ausfuhr beziehen sich auf touristische Reisen von Privatpersonen. Bei der Mitnahme von Waren, die über das übliche Ausmaß eines Reisegepäcks hinausgeht, wenden Sie sich bitte an die Zollbehörde des jeweiligen Staates.
Beachten Sie bitte, dass die Einfuhr und das Mitführen von Gegenständen, die in Österreich erlaubt sind, in anderen Ländern verboten oder nur unter Einschränkungen erlaubt sein kann. Das gilt insbesondere für Produkte, die dem Suchtmittel- oder Waffengesetz unterliegen können (z.B. CBD-Produkte, Pfefferspray usw.).
Sicherheitslage
Regionale Reisewarnung (Sicherheitsstufe 4 von 4) gilt für Jammu und Kaschmir, die Grenzregionen zu Pakistan sowie für die Region Manipur. Vor Reisen in diese Landesteile wird trotz der vereinbarten Waffenruhe zwischen Indien und Pakistan gewarnt!
Hohes Sicherheitsrisiko (Sicherheitsstufe 3 von 4) in westlichen Landesteilen von Ladakh und in Gebieten entlang der chinesischen Grenze. Punktuell in den Bundesstaaten Chhattisgarh und Jharkhand sowie in abgelegenen Gebieten von Andhra Pradesh, Bihar, Maharashtra und Odisha. Teilweise in den nordöstlichen Bundesstaaten Arunachal Pradesh, Assam, Nagaland, Meghalaya, Mizoram und Tripura.
Sicherheitsrisiko (Sicherheitsstufe 2 von 4) im Rest des Landes.
Vor einer Reise wird empfohlen, sich über die Sicherheitslage vor Ort beim österreichischen Außenministerium zu informieren. Das Bürgerservice des Außenministeriums ist rund um die Uhr erreichbar:
- Bei allgemeinen Informationen zu Auslandsreisen und Visafragen: +43 1 90115 3775
- Bei Notfällen im Ausland: +43 1 90115 4411
Tipp: Mit Hilfe der "Auslandsregistrierung" kann Sie das Außenministerium im Krisenfall erreichen und unterstützen. Mehr Infos zur Auslandsregistrierung
Impfungen & Gesundheit
Impfungen
Informationen zu empfohlenen bzw. vorgeschriebenen Impfungen finden Sie beim Tropeninstitut Wien oder beim Impfzentrum Alserstraße.
Reiseapotheke
Denken Sie daran, für Ihre Reise die passende Reiseapotheke zusammenzustellen.
Mehr Infos zur Grundausstattung einer Reiseapotheke.
Klima & Reisezeit
Beste Reisezeit
Meist heiß und tropisch während des ganzen Jahres mit großen regionalen Unterschieden. Kühler von Ende November bis Anfang März mit kühlen Temperaturen am Morgen und Abend sowie viel Sonne während des Tages. Die heißeste Zeit mit trockener und staubiger Luft ist zwischen März und Juni. Monsun-Regen gibt es in den meisten Regionen im Sommer irgendwann zwischen Juni und Anfang Oktober.
Nördliche Ebenen: Städte wie Neu-Delhi, Varanasi, Lakhnau und Patna erleben im Laufe eines Jahres extreme Temperaturunterschiede. In der Regel ist es in diesen Städten von April bis Mitte Juni warm, während die Temperaturen im Winter von November bis Februar nachts fast unter den Gefrierpunkt fallen. Die Sommer sind heiß. Die Monsunzeit ist zwischen Juni und September.
Westhimalaya: Srinagar ist am schönsten zwischen Mai und Oktober, in der Zeit von Juli bis August ist es meist sehr heiß und im Winter ist es kalt und feucht. Simla liegt höher und ist daher kälter im Winter, und Orte wie Pahalgam, Gulmarg und Manali sind zu dieser Zeit normalerweise eingeschneit (Dezember bis März). In Ladakh, eine hoch gelegene Wüste, kann es zu extremen Temperaturabfällen kommen. Die Bergpässe von Ladakh sind von Juli bis Oktober passierbar.
Zentralindien: Im Bundesstaat Madhya Pradesh ist die Hitze im Sommer erträglicher, Monsunregen sind hier am stärksten zwischen Juli und September. Im Winter nachts recht kalt.
Westen: Am angenehmsten von November bis Februar, die Abende können jedoch ziemlich kalt sein. Mitunter sehr heiß im Sommer, Monsunregen fallen zwischen Mitte Juni und Mitte September.
Südwesten: Am schönsten ist das Wetter zwischen November und März. Die Regenzeit fällt zwischen Ende April und Juli. Die Sommertemperaturen sind nicht so hoch wie in Nordindien, jedoch sehr hohe Luftfeuchtigkeit. Kühle Brisen an der Küste. Im Binnenland haben Mysore und Bijapur ein angenehmes Klima mit wenig Regen.
Osten: Das Wetter ist in Staaten wie Odisha, der häufig mit Überschwemmungen zu kämpfen hat, von Oktober bis Februar kühl. In den Monaten März bis Mai ist es glühend heiß. Von Juni bis Oktober bringt der Monsun viel Regen und Überschwemmungen.
Südosten: Tamil Nadu hat nordöstliche Monsunregen zwischen Oktober und Dezember, Temperaturen und Luftfeuchtigkeit sind das ganze Jahr über hoch. In den Bergen muss man in der Wintersaison mit Kälte rechnen. Hyderabad ist heiß, aber weniger drückend im Sommer und bedeutend kühler im Winter.
Nordosten: März bis Juni und September bis November sind die angenehmsten und trockensten Monate. Während des restlichen Jahres gibt es hier heftige Monsun-Regenfälle.
Mietwagen
Mietwagen können an den internationalen Flughäfen sowie in den größeren Städten und Touristenzentren angemietet werden. Viele Reisende entscheiden sich jedoch für einen Mietwagen mit Chauffeur, da dies vergleichsweise preisgünstig ist und das Fahren im oft dichten und ungewohnten Straßenverkehr deutlich erleichtert.
Selbstfahrer-Mietwagen werden ebenfalls angeboten, sind jedoch weniger verbreitet und eignen sich vor allem für erfahrene Fahrer, die mit den örtlichen Verkehrsverhältnissen vertraut sind. Besonders während der Hauptreisezeiten empfiehlt sich eine frühzeitige Reservierung.
Anmietbedingungen
Erkundigen Sie sich rechtzeitig bei Ihrer Autovermietung über die Anmietbedingungen wie Mindest- oder Maximalalter, Führerschein, Kreditkarte als Kaution, Versicherungsschutz, usw.
Kostenfallen vermeiden
Was bei der Mietwagenbuchung und bei der Übernahme des Fahrzeuges zu beachten ist, finden Sie in übersichtlichen Checklisten zusammengefasst:
Downloads
ÖAMTC Mietwagen-ChecklisteKreditkarte
Zur Anmietung eines Fahrzeuges ist in den meisten Fällen eine Kreditkarte erforderlich, da auf der Kreditkarte eine Kaution hinterlegt wird.
Vergünstigte Mietwagen für ÖAMTC Mitglieder
Clubmitglieder sparen bei Mietwagenangeboten von renommierten Autovermietern wie u.a. Avis, Europcar, Hertz, Sixt bis zu 5 Prozent auf der Buchungsplattform ÖAMTC Mietwagen.
Versicherungen
Reiseversicherung
Es besteht kein Sozialversicherungsabkommen mit Österreich. Der Abschluss einer Zusatzversicherung wird dringend empfohlen. Einen umfassenden Schutz im Krankheitsfall, bei Krankenrücktransport und vielem mehr bietet der ÖAMTC Weltreise-Krankenschutz*
Mehr Infos zum Weltreise-Krankenschutz* und auch online abschließbar
*Versicherungsagent: ÖAMTC Betriebe Ges.m.b.H., GISA-Zahl: 23409217, Versicherer: UNIQA Österreich Versicherungen AG
Gepäck- und Stornoschutz*
Der ÖAMTC Gepäck- und Stornoschutz* ersetzt die Kosten, wenn Sie Ihre Reise nicht antreten können oder vorzeitig abbrechen müssen und wenn Ihr Gepäck beschädigt oder gestohlen wird. Eine Reiseprivathaftpflicht ist ebenfalls inkludiert.
Mehr Infos zum Gepäck- und Stornoschutz* und auch online abschließbar
*Versicherungsagent:
ÖAMTC Betriebe Ges.m.b.H., GISA-Zahl: 23409217
Versicherer: Europäische Reiseversicherung AG
ÖAMTC Reisebüro
Kompetente Beratung und Unterstützung bei der Planung und Buchung Ihrer Reise erhalten Sie in den Filialen von ÖAMTC Reisen. Informieren Sie sich auch online über die aktuelle Angebote von ÖAMTC Reisen sowie Mietwagen, Camper, Fähren, Flüge, Parkkarten für viele Flughäfen u.v.m.
Anreise
Mit dem Flugzeug
Indiens nationale Fluggesellschaft Air India (AI) bietet Nonstop-Flüge von Deutschland und der Schweiz nach Delhi an; u.a. von Zürich nach Delhi.
Austrian Airlines (OS) fliegt im Codeshare mit Air India (AI) von Wien nach Delhi.
Lufthansa (LH) bietet Direktflüge von Frankfurt/M. und München nach Delhi, Mumbai und Bangalore an sowie von Frankfurt/M. nach Hyderabad.
Swiss (LX) fliegt Delhi und Mumbai von Zürich aus nonstop an.
Emirates (EK) verbindet u.a. Düsseldorf, Frankfurt/M., München, Wien, Zürich und Genf via Dubai mit Delhi.
Etihad Airways (EY) fliegt u.a. ab Frankfurt/M., München, Genf und Zürich via Abu Dhabi nach Mumbai und Delhi.
LOT (LO) fliegt mit Zubringerflügen von Berlin, Düsseldorf und Frankfurt a.M. ab Warschau nach Neu-Delhi.
Flugzeiten
Frankfurt/M. - Delhi: 7 Std. 35 Min.; Frankfurt/M. - Mumbai: 8 Std.; Wien - Delhi: 7 Std. 5 Min.; Zürich - Delhi: 7 Std. 40 Min. (jeweils nonstop)
Mit Auto, Bahn oder Schiff
Mit dem Auto oder Bus
Indien grenzt an Pakistan, Nepal, Bhutan, Bangladesch, Myanmar und China. Für ausländische Reisende sind jedoch nur wenige internationale Grenzübergänge geöffnet. Die Einreise auf dem Landweg ist grundsätzlich nur mit einem gültigen Visum möglich; eine Visumerteilung bei der Einreise (Visa on Arrival) ist an den Landgrenzen nicht vorgesehen. Vor einer Reise sollten stets die aktuellen Einreisebestimmungen sowie die Sicherheitslage der jeweiligen Grenzregion geprüft werden.
Die wichtigsten und am häufigsten genutzten Grenzübergänge bestehen zu Nepal und Bhutan. Beliebte Übergänge zwischen Nepal und Indien sind Sunauli–Bhairahawa (für Reisen zwischen Varanasi und Kathmandu), Raxaul–Birgunj sowie Panitanki–Kakarbhitta nahe Westbengalen. Von Bhutan erfolgt die Einreise in der Regel über den Grenzübergang Phuentsholing–Jaigaon.
Auch die Grenze zu Bangladesch kann an mehreren Stellen passiert werden. Der bedeutendste Übergang ist Petrapole–Benapole westlich von Kolkata. Die Einreise aus Pakistan ist ausschließlich über den Grenzübergang Attari–Wagah zwischen Amritsar und Lahore möglich und unterliegt strengen Visabestimmungen sowie umfangreichen Sicherheitskontrollen. Der Grenzübergang Moreh–Tamu nach Myanmar ist grundsätzlich geöffnet, unterliegt jedoch zusätzlichen Genehmigungen und kann zeitweise eingeschränkt oder geschlossen sein. Eine Einreise aus China auf dem Landweg ist für ausländische Touristen derzeit in der Regel nicht möglich; der Nathu-La-Pass ist für den internationalen Touristenverkehr geschlossen.
Fernbus: Internationale Busverbindungen bestehen vor allem mit den Nachbarländern. Von Nepal verkehren regelmäßig Busse nach Delhi, Lucknow, Patna und Varanasi. Zwischen Bhutan und Indien bestehen Verbindungen ab Phuentsholing nach Siliguri und Kolkata. Außerdem gibt es grenzüberschreitende Busverbindungen zwischen Bangladesch und Indien, unter anderem zwischen Dhaka und Kolkata. Die Verfügbarkeit einzelner Linien kann sich jedoch kurzfristig ändern.
An vielen Grenzübergängen können die Einreiseformalitäten mehrere Stunden in Anspruch nehmen. Reisende sollten ausreichend Zeit einplanen und alle erforderlichen Reisedokumente griffbereit mitführen.
Mit der Bahn
Mit der Bahn ist Indien nur von Nepal aus zu erreichen. Die nepalesische Staatsbahn verbindet Khajuri (Nepal) mit Jaynagar (Indien).
Mit dem Schiff
Indien verfügt über mehrere internationale Seehäfen, die sowohl von Kreuzfahrtschiffen als auch von einzelnen internationalen Passagierverbindungen angelaufen werden. Zu den wichtigsten Passagierhäfen zählen Mumbai, Kolkata, Kochi, Chennai, Mormugao und Visakhapatnam.
Internationale Fährverbindungen sind nur in begrenztem Umfang verfügbar. Zwischen Indien und Sri Lanka bestehen zeitweise Fährverbindungen, insbesondere zwischen Nagapattinam (Tamil Nadu) und Kankesanthurai im Norden Sri Lankas. Der Betrieb ist jedoch von der Nachfrage, den Wetterbedingungen und behördlichen Vorgaben abhängig und kann zeitweise ausgesetzt werden.
Darüber hinaus gibt es Schiffsverbindungen auf den Binnenwasserstraßen zwischen Indien und Bangladesch, die überwiegend dem regionalen Verkehr dienen. Einige Verbindungen können auch von ausländischen Reisenden genutzt werden, sofern die erforderlichen Visa und Reisedokumente vorliegen.
Für die Einreise auf dem Seeweg ist grundsätzlich ein gültiges Visum erforderlich. Da Fahrpläne und Verbindungen kurzfristigen Änderungen unterliegen können, empfiehlt sich eine frühzeitige Information bei den jeweiligen Reedereien.
Indien ist ein regelmäßiger Anlaufpunkt internationaler Kreuzfahrten im Indischen Ozean und in Asien. Zu den wichtigsten Kreuzfahrthäfen zählen Mumbai, Kochi, Chennai und Mormugao (Goa).
Auch auf einigen Weltreisen und Asien-Kreuzfahrten stehen indische Häfen auf dem Programm. Dazu gehören unter anderem Reisen von AIDA, Hapag-Lloyd Cruises, Costa Kreuzfahrten, Phoenix Reisen, MSC Cruises und Regent Seven Seas Cruises. Die angebotenen Routen und Anlaufhäfen variieren je nach Saison und Reiseprogramm.
Öffentliche Verkehrsmittel
Inlandsflüge
Die nationale Fluggesellschaft Air India (AI) fliegt zahlreiche Ziele im ganzen Land an. Zusätzlich wird der Inlandsflugverkehr von IndiGo (6E) und SpiceJet (SG) bedient.
Bahn
Mit einem Streckennetz von mehr als 68.000 Kilometern verfügt Indien über eines der größten Eisenbahnnetze der Welt. Die staatliche Bahngesellschaft Indian Railways verbindet nahezu alle Landesteile und ist für viele Reisende das wichtigste Verkehrsmittel im Fernverkehr.
Das Angebot reicht von Nahverkehrszügen über schnelle Fernverkehrszüge bis zu modernen Premiumverbindungen. Auf längeren Strecken stehen verschiedene Wagenklassen zur Verfügung – von einfachen Sitzplätzen bis hin zu klimatisierten Schlafwagen. Da viele Verbindungen stark nachgefragt sind, empfiehlt sich insbesondere auf beliebten Strecken und während der Ferienzeiten eine frühzeitige Reservierung.
Zu den wichtigsten Bahnverbindungen gehören die Strecken zwischen Delhi, Mumbai, Kolkata, Chennai, Bengaluru und Hyderabad. Moderne Züge wie der Vande Bharat Express und der Gatimaan Express verkürzen die Reisezeiten auf ausgewählten Strecken erheblich.
Zu den landschaftlich reizvollsten Bahnstrecken des Landes zählen:
Darjeeling Himalayan Railway (UNESCO-Welterbe) durch die Teeplantagen Westbengalens. Nilgiri Mountain Railway (UNESCO-Welterbe) nach Ooty mit ihrem Zahnradabschnitt. Kalka–Shimla Railway (UNESCO-Welterbe) mit zahlreichen Brücken und Tunneln im Himalaya-Vorland. Konkan Railway zwischen Mumbai, Goa und der Malabarküste – eine der spektakulärsten Bahnstrecken Indiens. Ausgewählte Strecken werden außerdem mit modernen Vistadome-Wagen mit Panoramafenstern befahren.Für Touristen werden verschiedene luxuriöse Erlebniszüge angeboten. Zu den bekanntesten zählen der Palace on Wheels, der Maharajas' Express, der Deccan Odyssey sowie der Royal Orient, die mehrtägige Rundreisen durch verschiedene Regionen Indiens anbieten.
Bus
Ein dichtes Busnetz verbindet nahezu alle Regionen Indiens. Neben den staatlichen Verkehrsbetrieben der einzelnen Bundesstaaten verkehren zahlreiche private Busunternehmen. Busreisen gehören zu den günstigsten Möglichkeiten, längere Strecken innerhalb des Landes zurückzulegen.
Das Angebot reicht von einfachen Linienbussen bis zu modernen, klimatisierten Reisebussen mit verstellbaren Sitzen oder Schlafkabinen (Sleeper Buses), die vor allem auf längeren und nächtlichen Strecken eingesetzt werden. Da Komfort und Service je nach Anbieter erheblich variieren, empfiehlt sich die Buchung bei renommierten Unternehmen oder über etablierte Buchungsplattformen.
Zu den bekannten privaten Fernbusanbietern gehört Neeta Tours & Travels, das insbesondere im Westen Indiens ein umfangreiches Streckennetz betreibt. Auch FlixBus India bietet Verbindungen zwischen zahlreichen Städten an und baut sein Streckennetz kontinuierlich aus.
Stadtrundfahrten sowie organisierte Tages- und Mehrtagestouren werden unter anderem von Ashok Travels & Tours (ATT), einer Tochtergesellschaft der India Tourism Development Corporation (ITDC), angeboten.
In den Städten
In den meisten Städten stehen Taxis, Auto-Rikschas und teilweise auch Fahrrad-Rikschas als Verkehrsmittel zur Verfügung. Daneben sind App-basierte Fahrdienste wie Uber und Ola weit verbreitet und eine komfortable Möglichkeit, sich innerhalb der Städte fortzubewegen.
Öffentliche Verkehrsmittel sind preiswert und werden intensiv genutzt, können jedoch insbesondere während der Hauptverkehrszeiten sehr voll sein. In Mumbai betreibt Brihanmumbai Electric Supply & Transport (BEST) ein dichtes Netz aus Stadtbussen. Wie in allen stark frequentierten Verkehrsmitteln sollte auf Wertsachen geachtet werden.
U-Bahn-Systeme (Metro) gibt es unter anderem in Delhi, Mumbai, Kolkata, Chennai, Bengaluru (Bangalore), Hyderabad, Kochi, Lucknow, Ahmedabad, Nagpur, Pune, Kanpur und mehreren weiteren Städten. Das Metronetz wird kontinuierlich ausgebaut und zählt vielerorts zu den schnellsten und zuverlässigsten Verkehrsmitteln.
Taxi
Taxis stehen in den meisten Städten in großer Zahl zur Verfügung. Daneben sind App-basierte Fahrdienste wie Uber und Ola weit verbreitet und gelten als bequeme und meist preisgünstige Alternative. Für Fahrten vom und zum Flughafen bieten viele Hotels einen eigenen Transferservice an.
Zahlreiche Taxis verfügen über ein Taxameter, dieses wird jedoch nicht immer genutzt. Es empfiehlt sich daher, den Fahrpreis vor Fahrtantritt zu vereinbaren oder ein Fahrzeug über eine App zu buchen, bei der der Preis im Voraus festgelegt wird.
Für kürzere Strecken sind Auto-Rikschas (Auto-Rickshaws) ein beliebtes Verkehrsmittel. Ist kein Taxameter vorhanden oder wird dieses nicht verwendet, sollte auch hier der Fahrpreis vorab vereinbart werden. In vielen Städten verkehren außerdem geteilte Auto-Rikschas als günstige Sammeltaxis auf festen Routen. Fahrrad-Rikschas sind vor allem in älteren Stadtvierteln und kleineren Städten anzutreffen.
Schiff & Fähren
Fähren verbinden Port Blair auf den Andaman-Inseln mit Kolkata (Fahrtzeit: ca. 70 Std.), Vishakapatnam (Fahrtzeit: ca. 56 Std.) und Chennai (Fahrtzeit: ca. 60 Std.) sowie Kochin mit den Lakshadweep-Inseln (Fahrtzeit: 14-18 Std.).
Eine besonders schöne Bootsfahrt führt durch die Backwaters in der Umgebung von Kochi in Kerala. Verschiedene örtliche Touren, wie zum Beispiel Calicut - Cochin und Allepey - Kottayam, werden angeboten.
Vor Ort
Maut & Vignette
Zahlreiche National Highways und Expressways in Indien sind mautpflichtig. Die Maut wird in der Regel elektronisch über FASTag erhoben. Fahrzeuge ohne gültigen FASTag können die Gebühr per UPI bezahlen, dabei fällt jedoch ein erhöhter Betrag von 1,25-facher Mautgebühr an. Barzahlung wird an National-Highway-Mautstellen nicht mehr akzeptiert.
Mehr Infos: Indian Highways Management Company Ltd. (IHMCL)
Brücken & Tunnel
Für bestimmte Brücken, Tunnel und Flyover kann eine Mautgebühr eingehoben werden. Die Gebühren sind strecken- und fahrzeugabhängig.
Verkehrsbestimmungen
In Indien gilt Linksverkehr.
Höchstgeschwindigkeiten
In Indien gibt es keine landesweit gültigen Höchstgeschwindigkeiten. Die Geschwindigkeitsbeschränkungen sind regional unterschiedlich.
Für Delhi gelten folgende Höchstgeschwindigkeiten:
- Innerorts: 50 km/h (Pkw, Motorrad), 40 km/h (andere Fahrzeuge)
- Wohn- und Geschäftsviertel: 30 km/h (Pkw, Motorrad), 20 km/h (andere Fahrzeuge)
- Ringautobahn und andere Straßen: 50-70 km/h (Pkw, Motorrad), 40 km/h (andere Fahrzeuge)
In anderen Bundesstaaten kann die erlaubte Höchstgeschwindigkeit auf Autobahnen bei 100 km/h liegen.
Kindersicherung
Es gibt keine speziellen Vorschriften für die Beförderung von Kindern.
Mitführpflichten
In Indien ist für Fahrzeuge mit 4 Rädern und einem Gesamtgewicht bis zu 7,5 t ein Warndreieck vorgeschrieben, für Fahrzeuge über 7,5 t zwei Warndreiecke.
Bei linksgesteuerten Pkw ist ein weißes Schild mit roter Aufschrift "Left hand driver" an der Rückseite des Fahrzeuges anzubringen.
Motorräder und Kleinkrafträder
In manchen Bundesstaaten ist eine Helmpflicht vorgeschrieben (z. B. Delhi, Chennai, Chandigarh). Diese gilt üblicherweise nur für den Fahrer.
Parken
Parkbeschränkungen werden durch gelbe Linien angezeigt. In manchen Städten müssen Parkscheine gelöst werden.
Promillegrenze
Je nach Bundesstaat gelten unterschiedliche Promillegrenzen (0,3 Promille in Delhi).
Winterausrüstung
Die Verwendung von Spikereifen ist auf schneebedeckten Straßen erlaubt. Es gibt keine speziellen Bestimmungen bezüglich der Verwendung von Spikereifen.
Zusätzliche Bestimmungen
- In Indien wird rechts überholt.
- Außerorts sollte vor dem Überholen gehupt werden, es sei denn, das Hupen ist aufgrund entsprechender Beschilderung verboten.
- Wenn nichts anderes angezeigt wird, haben von rechts kommende Fahrzeuge Vorrang.
Feiertage
- 26. Jänner 2026: Tag der Republik
- 15. Februar 2026: Mahashivratri
- 3. März 2026: Holi
- 20. März 2026: Eid al-Fitr (Ende des Ramadan)
- 3. April 2026: Karfreitag
- 5. April 2026: Mahavir Jayanti
- 6. April 2026: Ostermontag
- 11. Mai 2026: Buddha Purnima (Geburtstag Buddhas)
- 27. Mai 2026: Eid al-Adha (Opferfest)
- 17. Juni 2026: Muharram (islamisches Neuhjahrsfest)
- 15. August 2026: Unabhängigkeitstag
- 26. August 2026: Milad un Nabi (Geburtstag des Propheten Muhammad)
- 4. September 2026: Krishna Janmashtami
- 2. Oktober 2026: Geburtstag Mahatma Gandhis
- 10. Oktober 2026: Dussehra (Vijaya Dashami)
- 8. November 2026: Diwali (Lichterfest)
- 22. November 2026: Guru Nanak Jayanti
- 25. Dezember 2026: Weihnachten
- 26. Dezember 2026: Weihnachten
(a) Fast alle indischen religiösen Feste und Feiertage werden nach dem Mondjahr berechnet, ihr Datum ändert sich daher von Jahr zu Jahr. Zusätzlich zu den oben genannten Feiertagen gibt es zahlreiche weitere religiöse Festivals, die in manchen Bundesstaaten als Feiertage gelten. Eine vollständige Liste ist vom Fremdenverkehrsamt erhältlich.
b) Die angegebenen Daten für islamische Feiertage sind nach dem Mondkalender berechnet und verschieben sich daher von Jahr zu Jahr.
Während des Fastenmonats Ramadan, der dem Festtag Id ul Fitr vorangeht, ist es Muslimen von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang untersagt zu essen, zu trinken oder zu rauchen, wodurch es zu Unterbrechungen oder Abweichungen im normalen Geschäftsablauf (u. a. reduzierte Öffnungszeiten von Geschäften und Behörden) und deshalb zu Einschränkungen für Reisende kommen kann.
Viele Restaurants außerhalb der Hotels sind tagsüber geschlossen, und der Genuss von Alkohol und Zigaretten ist nur eingeschränkt möglich bzw. z. T. sogar strikt verboten, auch für nichtmuslimische Urlauber. In Hotelanlagen muss damit gerechnet werden, dass Mahlzeiten und Getränke während des Ramadan nur im Hotelrestaurant bzw. auf dem Zimmer eingenommen werden dürfen.
Reisende sollten mit erhöhter Sensibilität in religiösen Angelegenheiten sowie in Fragen der Respektierung islamischer Traditionen rechnen.
Einige Unterbrechungen können auch während des Id ul Fitr auftreten. Dieses Fest, ebenso wie das Idu'l Zuha, hat keine bestimmte Zeitdauer und kann je nach Region 2-10 Tage dauern.
(c) Obwohl Weihnachten (25./26. Dez.) und Neujahr (1. Jan.) offiziell keine gesetzlichen Feiertage sind, werden sie als solche landesweit begangen.
Geld & Zahlungsmittel
Währung
1 Indische Rupie = 100 Paise. Währungskürzel: Rs, INR (ISO-Code). Banknoten gibt es im Wert von 2000, 500, 200, 100, 50, 20, 10 und 5 Rupien; Münzen in den Nennbeträgen 10, 5, 2 und 1 Rs sowie 50 Paise.
Achtung: Die alten 500- und 1000-Rupien-Scheine wurden im November 2016 für ungültig erklärt. Es sind inzwischen neue 500-Rupien-Scheine und 2000-Rupien-Scheine herausgegeben worden.
Kreditkarten
Geläufige Kreditkarten wie American Express, Diners Club, Mastercard und Visa werden angenommen. Einzelheiten vom Aussteller der betreffenden Kreditkarte.
Bankomat
BankkartenMit der Kreditkarte und Pinnummer kann an Geldautomaten Geld abgehoben werden. Die Bankomatkarte mit dem Cirrus-, Plus- oder Maestro-Symbol wird weltweit akzeptiert. Sie kann an Geldautomaten mit dem Cirrus-, Plus- oder Maestro-Symbol genutzt werden. Zur Sicherheit sollten Reisende stets über eine alternative Geldversorgung wie zum Beispiel Bargeld verfügen. Geldautomaten sind in großen Städten und touristischen Gegenden zahlreich vorhanden, in ländlichen Gegenden ist das Netz an Geldautomaten jedoch nicht sehr dicht. Bei Abhebung mit Bankomatkarte am Geldautomaten können teils hohe Gebühren fällig werden. Weitere Informationen von Banken und Geldinstituten. Die neue Debitcard und ihre Nutzung im Ausland Aus der Bankomatkarte wurde eine Debitcard: Seit 2023 stellen Banken keine neuen Girokarten mehr mit dem Maestro-Symbol aus. Noch gültige Karten mit dem Maestro-Symbol können jedoch im In- und Ausland weiterhin bis zum Ablauf ihrer Gültigkeit genutzt werden. Spätestens Ende 2027 wird es das Maestro-Symbol nicht mehr geben. Maestro-Nachfolger sind „Debit Mastercard“, „Visa Debit“ oder „V-Pay“. Visa Debit und Debit Mastercard sind weltweit in mehr als 200 Ländern, in denen Visa und Mastercard akzeptiert werden, nutzbar. Für die Buchung von Reisen oder Mietwagen werden oft nur Kreditkarten akzeptiert. Zur Sicherheit gehört neben einer Debitkarte auch immer eine Kreditkarte ins Reisegepäck.Achtung: Reisende, die mit ihrer Bankomatkarte im Ausland bezahlen und Geld abheben wollen, sollten sich vor Reiseantritt bei ihrem Kreditinstitut über die Nutzungsmöglichkeit ihrer Karte informieren.
Reisechecks
Reiseschecks sind in Deutschland und in der Schweiz nicht mehr und in Österreich kaum noch erhältlich. Reiseschecks werden in Indien in den Großstädten von einigen Wechselstuben akzeptiert.
Öffnungszeiten der Banken
I. Allg. Mo-Fr 10.00-14.00/15.00 Uhr, Sa 10.00-12.00 Uhr (Abweichungen sind möglich).
Devisenbestimmungen
Die Ein- und Ausfuhr der Landeswährung ist in den meisten Fällen verboten.
Für die Einfuhr von Fremdwährungen, die einen Wert von 5.000 US$ in Bargeld (bzw. von 10.000 US$ aller Zahlungsmittel) übersteigen, besteht Deklarationspflicht (Deklaration auch bei niedrigeren Beträgen empfohlen). Ausfuhr bis zur Höhe des deklarierten Betrags, abzüglich der Umtauschbeträge. Beim Geldumtausch muss ein Beleg gegengezeichnet oder eine entsprechende Bescheinigung ausgestellt werden. Diese Belege müssen bei der Ausreise vorgelegt werden, um den Rücktausch zu ermöglichen.
Bankomatkarte freischalten lassen
Durch die Sicherheitsfunktion "GeoControl" sind österreichische Bankomatkarten außerhalb Europas automatisch gesperrt. Um während der Reise Bargeld beheben zu können, muss die Bankomatkarte bei der Bank freigeschaltet werden.
Pannenhilfe & Notfall
Pannenhilfe
Bei Problemen mit Ihrem Mietwagen kontaktieren Sie bitte in erster Linie Ihren Vermieter.
Notrufnummern
Nationale Notrufnummer: 112
Feuerwehr: 101
Polizei: 100
Rettung: 102
Straßenunfall: 1073
Touristen Helpline: 1363
Medizinische Hilfe: 104
ÖAMTC Weltreise-Krankenschutz: +43 1 25 120 00
ÖAMTC Tipp
Vor Reiseantritt Notrufnummern im Mobiltelefon speichern.
Sitten & Gebräuche
Religion
80,5% Hindus, 13,4% Muslime (8% Sunniten, 3% Schiiten), 2,3% Christen, 1,9% Sikh, 0,9% Buddhisten und andere Glaubensrichtungen.
Sitten & Gebräuche
Umgangsformen: In Indien grüßt man sich bei formellen Anlässen mit gefalteten Händen, über die der Kopf gebeugt wird, und sagt Namaste. Für indische Frauen ist es unziemlich, die Hand zum Gruß zu geben. Als Zeichen des Respekts berührt man die Füße älterer Leute zur Begrüßung. Beim Betreten heiliger Stätten wird man gebeten, die Schuhe auszuziehen. Die meisten Inder ziehen auch vor dem Betreten ihrer Häuser die Schuhe aus. In den meisten Gegenden isst man mit der Hand, dabei wird ausschließlich die rechte Hand benutzt. Strikte, seit langer Zeit gültige Verhaltensweisen regeln vielerorts noch heute religiöse und gesellschaftliche Anlässe. Zahlreiche Hindus sind Vegetarier und viele, besonders Frauen, trinken keinen Alkohol. Sikhs und Parsis rauchen nicht. Es ist wichtig, diese Bräuche zu beachten. Kleine Geschenke als Anerkennung der gebotenen Gastlichkeit sind angebracht. Frauen sollten sich dezent kleiden, kurze oder sehr enge Kleider sollten vermieden werden, sie rufen nur unwillkommene Beachtung hervor. Ausgebildete englischsprachige Fremdenführer gibt es in allen Touristengegenden, manche sprechen auch Deutsch, Französisch, Italienisch, Spanisch, Russisch oder Japanisch. Die Gebühren sind festgelegt, das regionale Fremdenverkehrsamt gibt gern Auskunft. Offizielle Fremdenführer besitzen einen Ausweis des Ministeriums für Tourismus. Bestimmte, geschützte Sehenswürdigkeiten dürfen von inoffiziellen Fremdenführern nicht betreten werden.
Fotografieren: Es gibt Einschränkungen zum Schutz mancher Sehenswürdigkeiten und der Nationalparks. Genehmigungen für die Benutzung von Blitzlicht und Stativ in bestimmten Gebäuden erteilt die Archaeological Survey of India, New Delhi. In Naturschutzparks wird eine Gebühr erhoben. Brücken und militärische Einrichtungen darf man zumeist nicht fotografieren, auch auf Bahnhöfen sind Kameras offiziell nicht gern gesehen. Fotografieren in Stammesgebieten ist nicht gestattet. Näheres von den Fremdenverkehrsämtern.
Rauchen: In Indien ist das Rauchen in der Öffentlichkeit wie in öffentlichen Verkehrsmitteln, in Krankenhäusern, in Kinos, Restaurants, Bars, Hotels, in Parkanlagen, Einkaufszentren etc. verboten. Der Besitz und der Gebrauch von E-Zigaretten ist in Indien grundsätzlich verboten.
Trinkgeld: Es ist üblich, Trägern, Kellnern, Zimmermädchen und Fremdenführern Trinkgeld zu geben. In Hotels und in besseren Restaurants ist das Trinkgeld normalerweise in der Rechnung enthalten. Ein kleines, zusätzliches Trinkgeld wird dort trotzdem erwartet. In Restaurants, in denen das Trinkgeld nicht schon in der Rechnung enthalten ist, sind 5-10% üblich. Es ist nicht üblich, Taxifahrern ein Trinkgeld zu geben.
Sehenswertes
Mumbai
Mumbai (ehemals Bombay), die größte Metropole Westindiens, ist eine Mischung aus geschäftigem Hafen und moderner Industrie, unzähligen kleinen und großen Märkten und glasverkleideten Wolkenkratzern. In den Mumbai-Filmstudios werden mehr Filme produziert als in Hollywood. Der Mahalaxmi-Course ist einer der besten Pferderennplätze Indiens. Das bekannteste Wahrzeichen der Stadt ist das Gateway to India. Hier beginnen Ausflugsschiffe ihre 10 km lange Fahrt zur Elephanta-Insel mit ihren Höhlentempeln, deren Wände mit faszinierenden Felszeichnungen geschmückt sind und die auf der Liste des UNESCO-Weltkulturerbes stehen.
Tempel von Khajuraho
In der näheren Umgebung um die Stadt Khajuraho im Bundesstaat Madhya Pradesh gibt es eine Gruppe von 20 Tempeln, die alle während der Chandella-Dynastie zwischen 950 und 1120 erbaut worden sind. Heute stehen die Tempel auf der Liste des UNESCO-Weltkulturerbes. Besonders bekannt ist der Kandariya-Mahadeva-Tempel, dessen Wände mit erotischen Darstellungen verziert sind.
Kolkata
Kolkata (ehemals Kalkutta) ist die größte Stadt Indiens und Handelszentrum des Ostens. Die Stadt wurde im 17. Jahrhundert als britischer Handelsposten eingerichtet, das koloniale Erbe blieb in den Gebäuden der Chowringhee- und der Clive-Street erhalten (umbenannt in Jawaharlal Nehru Road und Netaji Subhash Road). Kolkata ist ein Zentrum zahlreicher kreativer und intellektueller Aktivitäten; einige der besten Filmproduzenten des Landes sind hier zu Hause. Das Indische Museum der Stadt ist das Beste Asiens. Andere Sehenswürdigkeiten sind die Viktoria-Gedenkstätte, das Octherlony-Institut und das Hauptquartier der Ramakrishna-Bewegung.
Sikkim
Der Bergstaat Sikkim im südlichen Himalaya ist ein Wunderland mit Farnen und Blumen, Vögeln und Schmetterlingen, Orchideen und Bambus, Eichen- und Nadelwäldern, umgeben von sanft dahinrauschenden Flüssen, Terrassenfeldern und üppigem Rhododendron. Die Hauptstadt und Hill Station Gangtok ist Ausgangspunkt für Abstecher in den geheimnisumwobenen Norden und Osten der Region, zum heiligen Yaksum, Pemayangtse und zu den Bergen in der Nähe von Bakkhim und Dzongri. Vor allem der Kangchendzönga Nationalpark ist beliebt bei Wanderern.
Jaipur
Jaipur mit seiner pinkfarbenen Altstadt ist das Tor zum Wüstenstaat Rajasthan. Dem Palast der Winde Hawa Mahal sollte man auf jeden Fall einen Besuch abstatten. Hier konnten die Frauen des Hofes das Treiben der Stadt beobachten ohne selbst gesehen zu werden. Ebenfalls sehenswert sind das königliche Observatorium Jantar Mantar. Wer die Pracht der alten Herrscher Indiens genießen möchte, kann sich im Rambagh Palace umsehen, der heute ein Hotel beherbergt. Etwas außerhalb liegt der besonders schöne Amber Palace (Bernstein-Palast).
Chennai (Madras)
Chennai (Madras) ist ein bekanntes Zentrum der Tempelbildhauerei und Heimat des klassischen Stils der indischen Tänze. Trotz einer Ausdehnung von 130 qkm gibt es in der Metropole nur wenige mehrstöckige Gebäude, Chennai hat eher das Flair einer Marktstadt. Empfehlenswert ist ein Besuch im Fort St. George, wo die Geschichte von Chennai festgehalten ist. Auch der Kapeleeswar-Tempel mit seinen reich verzierten, imposanten Türmen ist interessant.
Andamanen und Nikobaren
Im Golf von Bengalen liegen die Andaman- und Nikobar-Inseln, ein üppig bewaldetes Archipel mit exotischen Pflanzen. Eine Vielzahl von Korallen und tropischen Fischen laden zum Schnorcheln ein. Für die Inseln gelten besondere Einreisebedingungen, manche Gegenden erfordern eine Sondereinreisegenehmigung. Viele der Inseln sind für ausländische Besucher nur begrenzt zugänglich, um die Eingeborenen, die auf einigen Inseln völlig abgeschieden von der Zivilisation leben, zu schützen.
Kamelmarkt in Puskar
In der kleinen Stadt Pushkar (Rajasthan) wird alljährlich Anfang November einer der größten Kamelmärkte der Welt abgehalten. Im Anschluss gibt es eine Art Jahrmarkt mit Kamel- und Pferderennen, Riesenrad und anderen Attraktionen, die Tausende von Tribal People (Angehörige von verschiedenen ethnischen Gruppen) aus der Umgebung anziehen.
Höhlentempel bei Aurangabad
Im nordöstlichen Maharashtra liegt die Stadt Aurangabad, in deren Nähe sich gleich zwei der bekanntesten in Felsen gemeißelten Tempeln der Welt befinden (beide UNESCO- Weltkulturerbe). Die buddhistischen Höhlentempel von Ajanta, etwa 95 km nördlich von Aurangabad, sind mindestens 2000 Jahre alt. Insgesamt 30 Höhlen dringen tief in die steilen Wände der Felsschlucht ein und sind mit hervorragend erhaltenen Zeichnungen des damaligen täglichen Lebens geschmückt. Die Zeichnungen in den Höhlen von Ellora, etwa 30 km nordwestlich von Ajanta, erzählen religiöse Geschichten der Hindus, Buddhisten und Dschainas.
Lakshadweep-Inseln
Die 36 Lakshadweep-Inseln liegen ca. 400 km von der Küste Keralas entfernt - ein tropisches Inselparadies mit Korallenriffen und türkisblauen Lagunen im Arabischen Meer. Die für den Besuch der Inseln erforderliche Sondergenehmigung ist in Kochi erhältlich, von wo aus dreimal die Woche Flüge zu den Inseln aufbrechen. Nur eine der zehn bewohnten Inseln, Bangaram Island, sind für den Tourismus geöffnet.
Nilgiri-Berge
Die Nilgiri-Berge im Westen von Tamil Nadu, von denen auch ein Teil in Kerala liegt, sind mit ihrer mäßigen Höhe und dem milden Klima ideal zur Erholung von der Hektik der Städte. Sie sind wegen ihrer violetten Schattierung als Blue Mountains bekannt und übersät mit Orangengärten, Teeplantagen, bewaldeten Abhängen und stillen Seen. Es gibt mehrere Hill Stations, darunter Ootacamund (»Ooty« im allgemeinen Sprachgebrauch), Coonor und Kotagiri.
Baden in Kerala
Im Südwesten liegt der Bundesstaat Kerala mit seinen zahlreichen Badeorten. Einer der schönsten ist Kovalam mit feinsandigen Stränden und einem modern eingerichteten Touristenkomplex mit luxuriösen Bungalows und einem fünfstöckigen Hotel mit Swimmingpool. Die regionale Hauptstadt Trivandrum mit dem bekannten Padmanabhaswamy-Tempel liegt nur wenige Kilometer entfernt. Tiefer im Landesinneren liegt das Periyar-Wildreservat mit seiner vielfältigen Tier-und Pflanzenwelt. Cranganorre, Alleppey und Kochi sind weitere attraktive Urlaubsorte in Kerala.
Mysuru
Mysuru (ehemals Mysore) ist bekannt für seinen Palast und seine Räucherstäbchen-Produktion. Einen Besuch des prunkvollen Maharaja-Palastes sollte man sich nicht entgehen lassen. Am Eingang gibt man seine Schuhe ab und gleitet barfuß über edle Marmor- und Mosaikfußböden. Sonntagabends wird der Palast bei Musikbegleitung spektakulär angestrahlt. Sehenswert ist außerdem der Chamundeshwari-Tempel auf den Chamundi-Hügeln sowie der Dom zur Heiligen Philomena, welcher im Stil des Kölner Doms errichtet wurde.
Nationalparks
Es gibt über 350 Säugetierarten und 1200 verschiedene Vogelarten in Indien, darunter neben dem Bengalischen Tiger und dem Indischen Elefanten auch Nashörner, asiatische Löwen und schwarze Langur-Affen. Über 200 Parks und Wildreservate bieten gute Gelegenheiten, fast alle Tierarten aus nächster Nähe zu sehen. Zu den bekanntesten Parks gehören der Keoladeo Ghana National Park (Rajasthan), der Ranthambore National Park (Rajasthan), der Kanha National Park (Madhya Pradesh), das Corbett Tiger Reserve (Uttarakhand) und das Sunderbans Tiger Reserve (West Bengal).
Goa
Der Bundesstaat Goa ist für seine 100 km lange, palmengesäumte Küste bekannt, die einige der schönsten Strände des Subkontinents birgt. Goa war bis 1961 eine portugiesische Kolonie - die charmante Mischung romanischer und indischer Kultur ist noch heute spürbar. Panaji ist die Hauptstadt des Bundesstaates und eine der ruhigsten und schönsten Städte Indiens. Die Kirchen und Klöster der ehemaligen Hauptstadt Velha Goa gehören seit 1986 zum UNESCO-Weltkulturerbe. Der Bundesstaat kann sich einer eindrucksvollen Vielfalt farbenprächtiger Feste rühmen, darunter der Karneval Mardi Gras.
Darjeeling
Das weltbekannte Teeanbaugebiet Darjeeling erstreckt sich über einen Bergabhang, der tief ins Tal abfällt, und bietet einen herrlichen Blick auf den Kanchenjunga, mit 8586 m der dritthöchste Berg der Welt. Eine der malerischsten Bahnfahrten der Welt ist die Reise mit der Darjeeling Himalayan Railway von Shiliguri nach Darjeeling. Ein Teil der Reise führt durch Urwald, Teegärten und Pinienwälder. In Kalimpong, einer Marktstadt am Fuße des Himalaya, gibt es zahlreiche buddhistische Tempel.
Die Ruinen von Hampi
Bis 1565 war Hampi die Hauptstadt des Königreiches Vijayanagar. Heute gehören die bizarren Ruinen des Dorfes Hampi zum UNESCO-Weltkulturerbe. Einige Tempel im Vijayanagara-Stil aus dem 14.–16. Jahrhundert sind recht gut erhalten. Um Anegondi zu erreichen, den nördlichen Außenposten der Stadt, kann man mit kleinen runden Korbbooten über den Tungabhadra-Fluss übersetzen.
Delhi
Delhi besteht aus zwei Stadtteilen: Neu-Delhi, Hauptstadt und Regierungssitz, ist eine moderne Stadt mit breiten, schattigen Alleen, weitläufigen Parkanlagen und Kolonialbauten des englischen Architekten Lutyens; das alte Delhi dagegen ist eine jahrhundertealte Stadt mit engen, gewundenen Gassen, Tempeln, Moscheen und Märkten. In der Stadt gibt es gleich mehrere UNESCO-Weltkulturerbe: das Rote Fort, der hohe Turm der Qutab Minar und das Humayun-Mausoleum. Außerdem sollte man sich die Jama-Masjid-Moschee (größte Moschee Indiens), die betriebsame Chandni-Chowk (einst reichste Straße der Welt) sowie die Sternwarte Jantar Mantar nicht entgehen lassen.
Hill Stations
Hill Stations (Bergstationen) bieten eine willkommene und erfrischende Erholung von der Hitze der Ebenen. Zu den bekanntesten Hill Stations gehören Shimla (Himachal Pradesh), Ooty (Tamil Nadu), Kodaikanal (Tamil Nadu), das wunderschöne Srinagar (Jammu & Kashmir) mit seinem lotusbewachsenen Dal-See sowie Darjeeling (West Bengal), wo man den Mount Everest und die gesamte Bergkette des Kanchenjunga sehen kann.
Taj Mahal und das Goldene Dreieck
Delhi liegt an der Spitze des »Goldenen Dreiecks« - einer Region mit zahlreichen historischen Stätten und Baudenkmälern. Südöstlich von Delhi liegt Agra mit dem weltbekannten Taj Mahal, welches UNESCO-Weltkulturerbe und eines der neuen sieben Weltwunder ist. Weitere Wahrzeichen sind das Rote Fort (ebenfalls UNESCO-Weltkulturerbe), der Akbar-Palast, Jahangir Mahal, der achteckige Turm Mussamman Burj und die Perlenmoschee. Im Südwesten des Goldenen Dreiecks liegt Jaipur mit seiner pinkfarbenen Altstadt.
Der heilige Ganges
Durch den Bundesstaat Uttar Pradesh fließt der für Hindus heilige Fluss Ganges. An seinem Ufer liegt Varanasi, das religiöse Zentrum Indiens. Die Stadt selbst ist ein Labyrinth gewundener Gassen, voller farbenfroh gekleideter Pilgerscharen und Sadhus (Heilige Männer), die den Göttern Opfergaben darbieten. An den zahlreichen Ghats entlang des Flussufers sieht man häufig gläubige Hindus bei ihren rituellen Waschungen.
Odisha und seine Tempel
Der Staat Odisha hat drei Tempelstädte. Die bedeutendste ist Bhubaneswar, wo von den einst 7000 Tempeln 500 erhalten geblieben sind. Puri ist eine der vier heiligsten Städte Indiens, hier findet im Juli und August das Rath Yatra (Wagenfest) statt: Götterstatuen auf riesigen hölzernen Triumphwagen werden durch die Straßen gezogen und von Pilgern verehrt. Konarak ist bekannt für seinen Sonnentempel in Form eines von Pferden gezogenen Triumphwagens, der auf der Liste des UNESCO-Weltkulturerbes steht.
Mahabodhi-Tempel von Bodhgaya
Westlich von Kolkata liegt der Bundesstaat Bihar mit dem religiösen Zentrum Bodhgaya, einem heiligen Ort für Hindus und Buddhisten. Der buddhistische Mahabodhi-Tempel wurde von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt. Der Überlieferung nach erlebte Siddhartha Gautama unter der Pappelfeige an der Westseite des Tempels das Bodhi (Erwachen) und wurde damit zum Buddha.
Assam
Der Bundesstaat Assam hat als Teeanbaugebiet Weltruf und ist außerdem für seine Nationalparks bekannt, die von der Hauptstadt Guwahati aus erreichbar sind. Im Manas-Tigerreservat, einem UNESCO-Weltkulturerbe, gibt es außer Tigern auch Wasserbüffel, Elefanten und Goldene Langur-Affen in Grasland, Regenwald und Flusslandschaft. Im Kaziranga-Nationalpark, der ebenfalls ein UNESCO-Weltkulturerbe ist, lebt das seltene einhörnige Indische Nashorn.
Rishikesh
Rishikesh liegt nördlich der heiligen Stadt Haridwar, von hier aus gelangt man zum heiligen Schrein Badrinath. Der Weg dorthin führt durch das atemberaubende Tal der Blumen, besonders sehenswert während der Blüte im August. Weitere Wanderziele sind der Hemkund-See, das Mandakini-Tal und Kedarnath, einer der zwölf Jyotirlinge des Gottes Shiva. Der faszinierende Tempel ist besonders sehenswert. Die Quelle des Ganges in Gaumukh ist ebenfalls von Rishikesh aus erreichbar.
Westghats
Die Westghats verlaufen vom Fluss Tapti bis zur Südspitze des Subkontinents parallel zur Westküste Indiens, ein Großteil liegt in Karnataka. Madikeri ist der Ausgangspunkt vieler Treks durch dieses Gebiet. Die Upper Palani Hills in Tamil Nadu sind Ausläufer der Ghats. Zwei kürzere Wanderpfade führen von Kodaikanal zum Pillar Rock und der Green Valley View. Courtallam, ebenso in Tamil Nadu, ist von dichter Vegetation und Kaffee- und Gewürzplantagen umgeben.
Tamil Nadu
In Tamil Nadu gibt es mehrere wichtige religiöse Zentren, besonders Kanchipuram mit unzähligen Tempeln und den eindrucksvollen Gopurams (Stadttore), die mit Götterstatuen verziert sind. Im Landesinneren liegen Madurai mit einem großen, geschäftigen Tempel und Thanjavur. Tiruchirapalli mit seiner imposanten Festung auf felsiger Anhöhe ist einen Besuch wert. Weiter südlich an der Küste liegen Puduchery (ehemals Pondicherry), eine hübsche Stadt in typisch französisch-kolonialer Bauart, sowie die Hafenstadt Rameswaram.
Gujarat
Der Bundesstaat Gujarat ist bekannt durch feine Seidenstoffe, als Geburtsort Mahatma Gandhis und als letzter Zufluchtsort der asiatischen Löwen tief im Gir-Wald. Ahmedabad, im Osten des Bundesstaates, ist die Textilhauptstadt Indiens und produziert die weltbekannten Seidenstoffe. Ahmedabad ist auch der Sitz des von Gandhi gegründeten Sabarmati-Ashram, in dem seine Ideologie der Gewaltlosigkeit noch heute lebendig ist. Etwa 320 km weiter westlich liegt die Stadt Porbandar, Gandhis Geburtsort.
Straßennetz
Indien verfügt über eines der größten Straßennetze der Welt. Ein dichtes Netz aus National Highways, Expressways und Regionalstraßen verbindet alle großen Städte und Regionen des Landes. Während die Hauptverkehrsachsen überwiegend gut ausgebaut sind, können Nebenstraßen – insbesondere in ländlichen Gebieten – schmal, unbefestigt oder in unterschiedlichem Zustand sein.
Straßenreisen bieten eine gute Möglichkeit, die landschaftliche und kulturelle Vielfalt Indiens kennenzulernen. Allerdings verlängern dichter Verkehr, Straßenarbeiten, Mautstellen sowie langsamere Verkehrsteilnehmer wie Motorräder, Fahrräder, Rikschas, Fußgänger und frei laufende Tiere die Fahrzeiten häufig deutlich. Tankstellen sind entlang der wichtigsten Fernstraßen weit verbreitet; in abgelegenen Regionen empfiehlt es sich jedoch, rechtzeitig zu tanken.
Zu den bekanntesten Panoramastraßen des Landes gehören:
Leh–Manali Highway: Eine der spektakulärsten Hochgebirgsstraßen der Welt mit Pässen auf über 5.000 m Höhe. Die Strecke ist in der Regel nur von Juni bis Oktober befahrbar. Manali–Spiti-Valley-Route: Eine beeindruckende Strecke durch Schluchten, Hochgebirgswüsten und traditionelle Himalaya-Dörfer. Mumbai–Goa (NH 66): Eine abwechslungsreiche Küstenstraße entlang der Konkan-Küste mit Stränden, Fischerdörfern und tropischer Vegetation. East Coast Road (Chennai–Puducherry): Eine beliebte Küstenroute entlang der Bucht von Bengalen mit Stränden, Tempeln und der ehemaligen französischen Kolonialstadt Puducherry.Staßenklassifizierung
Das indische Straßennetz gliedert sich in National Highways, State Highways (Bundesstaatenstraßen), Bezirksstraßen und lokale Straßen. Die National Highways bilden das Rückgrat des Fernverkehrs und sind in der Regel am besten ausgebaut. Die Qualität der übrigen Straßen variiert je nach Region erheblich.
Die Beschilderung auf National Highways und den meisten State Highways ist überwiegend gut und erfolgt häufig zweisprachig in Englisch sowie der jeweiligen Landessprache, in den Hindi-sprachigen Bundesstaaten meist zusätzlich auf Hindi. Auf kleineren Straßen kann die Beschilderung lückenhaft sein. Navigations-Apps sind eine wertvolle Hilfe, in abgelegenen Regionen empfiehlt es sich jedoch, zusätzlich nach dem Weg zu fragen.
Zustand der Straßen
Die Qualität der Straßen variiert in Indien erheblich. National Highways und moderne Expressways sind überwiegend gut ausgebaut und mehrspurig. In ländlichen Regionen können Straßen hingegen schmal, unbefestigt oder in schlechtem Zustand sein. Während der Monsunzeit sind Überschwemmungen und Straßenschäden keine Seltenheit, wodurch einzelne Strecken vorübergehend nur eingeschränkt oder gar nicht passierbar sein können.
Vor allem in und um größere Städte ist mit dichtem Verkehr zu rechnen. Hinzu kommen Fußgänger, Fahrräder, Rikschas, langsam fahrende Fahrzeuge sowie frei laufende Tiere, die jederzeit auf der Fahrbahn auftauchen können. Fahrten bei Dunkelheit außerhalb der großen Fernstraßen sind wegen schlechter Beleuchtung und erhöhter Unfallgefahr möglichst zu vermeiden.
Telefon & Internet
Internationale Telefonvorwahl. Die Landesvorwahl ist 0091.
Mobiltelefon
Indien verfügt über ein weit ausgebautes 4G- und 5G-Mobilfunknetz. Zu den wichtigsten Mobilfunkanbietern gehören unter anderem Jio, Vodafone Idea und Airtel.
Die Netzabdeckung ist in Städten, touristischen Regionen und entlang wichtiger Verkehrswege meist gut. In abgelegenen Gebieten, Bergregionen und einigen Nationalparks kann der Empfang jedoch eingeschränkt oder nicht verfügbar sein.
Internationale Roaming-Verträge bestehen mit vielen ausländischen Mobilfunkanbietern. Alternativ können Reisende vor Ort indische Prepaid-SIM-Karten erwerben. Für die Registrierung sind in der Regel ein gültiger Reisepass sowie Visadokumente erforderlich. Die Aktivierung kann je nach Anbieter einige Stunden dauern.
Mobile Datenpakete sind in Indien vergleichsweise günstig, und die Internetgeschwindigkeit ist in Ballungsräumen meist gut. Die Verfügbarkeit und Qualität des mobilen Internets kann außerhalb größerer Städte deutlich schwanken.
Internet
WLAN ist in Indien weit verbreitet und steht in vielen Hotels, Gästehäusern, Restaurants, Cafés und Einkaufszentren zur Verfügung, insbesondere in größeren Städten und touristischen Regionen.
Hochwertige Hotels bieten in der Regel zuverlässige Internetverbindungen, während die Qualität in einfachen Unterkünften schwanken kann. Öffentliches WLAN ist an einigen internationalen Flughäfen, Bahnhöfen und in Einkaufszentren verfügbar. Für die Nutzung ist häufig eine Registrierung über eine Mobilfunknummer erforderlich.
Viele Reisende nutzen zusätzlich mobile Daten über eine lokale SIM-Karte oder einen internationalen Roaming-Tarif, da diese unterwegs oft eine zuverlässigere Verbindung bieten als öffentliche WLAN-Netze.
Wichtige Kontakte
Botschaften
Botschaft der Republik Indien
+43 1 505 86 66
emb.vienna@mea.gov.in
Website der indischen Botschaft
Österreichische Botschaft in New Delhi
+91 11 24 19 27 00
new-delhi-ob@bmeia.gv.at
Website der Botschaft in New Delhi
Notruf des österreichischen Außenministeriums
+43 1 90 115 4411