Tempolimits auf Europas Straßen

Mit richtigem Tempo durch Europa - Limits und Strafen im Überblick

radar_box_h01.jpg
© ÖAMTC
Wer mit dem Auto im europäischen Ausland unterwegs ist, sollte sich unbedingt vorab über die jeweiligen Tempolimits informieren und auch vor Ort mit großer Aufmerksamkeit unterwegs sein. Denn etwaige Geschwindigkeitsübertretungen können teuer werden. Der ÖAMTC liefert einen Überblick über die verschiedenen Regelungen:

Italien

Führerscheinneulinge müssen sich in Italien an gesonderte Geschwindigkeitsbeschränkungen halten. In den ersten drei Jahren nach Ausstellung des Führerscheins dürfen sie auf Autobahnen nur 100 statt 130 km/h und auf Schnellstraßen nur 90 statt 110 km/h fahren. Diese Regelung gilt auch für Ausländer. Übertritt man in Italien die Geschwindigkeitsgrenze um 20 km/h, werden mindestens 170 Euro fällig. Ist man 50 km/h zu schnell, muss man sogar mindestens 530 Euro zahlen. Fährt man nachts zwischen 22 und 7 Uhr zu schnell und gerät in eine Kontrolle, erhöht sich die Strafe sogar noch um ein Drittel.

Mehr Infos zu Tempolimits und Verkehrsregeln in Italien.

Kroatien

Auch in Kroatien gelten besondere Regelungen für junge Lenker. Fahrer unter 25 Jahren müssen immer 10 km/h langsamer fahren als das erlaubte Höchstlimit. Außerorts gilt für sie daher ein Tempolimit von 80 statt 90 km/h, auf Schnellstraßen 100 statt 110 km/h und auf der Autobahn 120 statt 130 km/h. 

Mehr Infos zu Tempolimits und Verkehrsregeln in Kroatien.

Deutschland

Als Richtwert gilt in Deutschlands hochrangigem Straßennetz 130 km/h. Ein generelles Tempolimit gibt es nicht. Im Sinne der allgemeinen Verkehrssicherheit muss man seine Geschwindigkeit natürlich trotzdem der Situation anpassen. Auf vielen Streckenabschnitten gibt es aber sehr wohl Geschwindigkeitsbeschränkungen - beispielsweise beim Großen Deutschen Eck auf Teilen der A8 zwischen Salzburg und München. Wie schnell man fahren darf, erkennt man an der entsprechenden Beschilderung.

Mehr Infos zu Tempolimits und Verkehrsregeln in Deutschland

Slowenien, Tschechien, Slowakei und Ungarn

In diesen Ländern gilt auf Landstraßen ein Tempolimit von 90 km/h und auf Autobahnen 130 km/h (auf Stadtautobahnen in der Slowakei gilt 90 km/h). Wer schneller unterwegs ist, hat mit hohen Strafen zu rechnen. In Ungarn sind bei einer Überschreitung von 20 km/h bis zu 100 Euro, wenn man 50 km/h zu schnell ist, 195 Euro fällig. In Slowenien beginnt bei einer Übertretung von mehr als 50 km/h die Strafe bei einem Minimum von 500 Euro und in der Slowakei bei 650 Euro.

Mehr Infos zu Tempolimits und Verkehrsregeln in Slowenien, Tschechien, Slowakei und  Ungarn

Schweiz

Auch bei den Eidgenossen kann es teuer werden, wenn man sich nicht an das Tempolimit (außerorts 80 km/h und Autobahn 120 km/h) hält. Wer die erlaubte Geschwindigkeit um 20 km/h überschreitet, zahlt mindestens 165 Euro.
Mehr Infos zu Tempolimits und Verkehrsregeln in der Schweiz

Skandinavien

In Norwegen gelten europaweit die niedrigsten Geschwindigkeitsbeschränkungen. Auf Autobahnen darf mit maximal 90 km/h gefahren werden. Nur auf einigen Strecken sind 100 km/h erlaubt. Auch im Nachbarland Schweden gibt es Autobahnabschnitte, auf denen nur 90 km/h erlaubt sind. In Finnland richtet sich die Strafe für schwere Geschwindigkeitsübertretungen ab 50 km/h nach dem Nettomonatsverdienst des Rasers.

Mehr Infos zu Tempolimits und Verkehrsregeln in Dänemark, Norwegen, Schweden und Finnland
Detaillierte Informationen zu wichtigen Verkehrsregeln und Vorschriften u.a. Geschwindigkeitsbeschränkungen, Promillegrenzen, Mitführpflichten, Licht am Tag und Parken, auch außerhalb Europas, findet man in der ÖAMTC Länder-Info in der Kategorie "Verkehrsbestimmungen" unter www.oeamtc.at/laenderinfo.