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ÖAMTC: Spritpreisbremse zeigt Wirkung – Effekt verpufft bei Diesel jedoch teilweise

Super im Oktober um 10,5 Cent günstiger als im September, Diesel nur um 5,5 Cent

Mit 1. Oktober 2026 wurde die Entlastung durch die Spritpreisbremse um rund zehn Cent auf 12,2 Cent pro Liter erhöht. Diese Maßnahme war ausschlaggebend dafür, dass Benzin und Diesel im Oktober trotz neuerlich gestiegener Rohölpreise günstiger als im Vormonat waren. Doch auch, wenn die Entlastung weitgehend an den Zapfsäulen ankommt: Eine grundlegende Entspannung ist angesichts des allgemein hohen Preisniveaus weiterhin nicht zu erwarten.

Diesel kostet deutlich mehr als Super

Die Wirkung der Spritpreisbremse zeigt sich auch beim genaueren Blick auf beide Kraftstoffsorten: Bei Super sank der Durchschnittspreis von 1,921 Euro im September auf 1,816 Euro im Oktober. Das Minus von 10,5 Cent entsprach damit annähernd der erwartbaren Entlastung. Diesel wurde hingegen nur um 5,5 Cent günstiger, von 2,195 auf 2,140 Euro je Liter. Zwar ging der Dieselpreis in den ersten Oktobertagen noch deutlicher zurück, anschließende Preissteigerungen schmälerten die Entlastung im Monatsschnitt jedoch wieder. Gäbe es keine Spritpreisbremse, wäre Diesel im Oktober in Österreich vermutlich so teuer wie nie zuvor gewesen.

Der Abstand zwischen den Kraftstoffsorten vergrößerte sich damit weiter: Noch im Jänner dieses Jahres war Diesel lediglich 3,3 Cent teurer als Super, im Oktober betrug die Differenz bereits 32,4 Cent. Sie war damit rund zehnmal so groß und erreichte den höchsten Wert, der jemals durch den ÖAMTC beobachtet wurde.

Spritpreise weiterhin und zunehmend von Rohölpreisen entkoppelt

Durch den Krieg im Nahen Osten nahm die Entkoppelung von Sprit- und Rohölpreisen im langfristigen Vergleich weiter zu: Bei einem ähnlichen Rohölpreis wie im März zahlten Konsument:innen trotz Spritpreisbremse im Oktober deutlich mehr fürs Tanken. Besonders deutlich ist diese Entwicklung beim Diesel zu beobachten.

Angesichts dessen erneuert der ÖAMTC einmal mehr seine Forderung an die österreichische Regierung und die EU-Kommission, die Spritpreise und deren Zustandekommen zu prüfen. Im Fokus müssen dabei insbesondere jene Preisnotierungen stehen, die europaweit als Richtwerte für Kraftstoffpreise herangezogen werden.

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Ein Mann mit kurzen, braunen Haaren und Bart. Er trägt einen grauen Pullover, darunter ein weißes Hemd. Er hat die Arme vor der Brust verschränkt. GRAF Dominik (3) © ÖAMTC/Wirl
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