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ÖAMTC: Mit dem E-Auto in den Urlaub – gute Planung entscheidend
Sechs Prozent der Österreicher:innen reisen heuer mit dem E-Auto; Mobilitätsclub bietet Überblick über beste Ladeprodukte in europäischen Urlaubsländern
Sieben von zehn Österreicher:innen wollen heuer mit dem privaten Pkw in den Sommerurlaub fahren – sechs Prozent davon mit dem E-Auto. Der ÖAMTC hat die wichtigsten Tipps zu Routenplanung, Ladeinfrastruktur und -autorisierung zusammengestellt und die besten Ladeprodukte in den beliebtesten europäischen Urlaubsländern recherchiert. "Eine Urlaubsreise mit dem E-Auto ist dank der Weiterentwicklungen im Bereich der Batterie- und Ladetechnologie kombiniert mit dem laufenden Ausbau der öffentlichen (Schnell-)Ladeinfrastruktur heutzutage kein Problem mehr", betont Christian Klejna, E-Mobilitätsexperte des ÖAMTC.
Entscheidend ist die richtige Vorbereitung, besonders bei Fahrten ins Ausland. Mit einer guten Routen- und Ladeplanung sowie einem Vorab-Check der Tarife und Autorisierungen auf der Route und am Ziel kann man viel Geld sparen.
Wichtig: Routen- und Ladeplanung vor der Abfahrt mit Auto-Navi oder Apps
"Vor der Urlaubsreise sollte man eine Ladeplanung entlang der Route durchführen. Das geht mit dem fahrzeugintegrierten Navigationssystem oder mit E-Auto-Routenplaner-Apps von Drittanbietern", rät Klejna. Solche Routenplaner zeigen verfügbare Ladestationen nach Kriterien wie Betreiber, Ladeleistung, Steckertypen sowie – idealerweise – Echtzeit-Informationen zur Belegung und Zugänglichkeit an. Zur Sicherheit sollte man Ladestopps so einplanen, dass im Notfall genügend Restreichweite bleibt, um Ausweichstationen in der Nähe anfahren zu können.
Vorsicht: Verbrauch steigt mit voller Ladung; Laden ab 20 Prozent Reichweite
Auch wenn die Herstellerangaben zur Reichweite immer realitätsnäher werden, muss man gerade bei Urlaubsfahrten einige Parameter mitdenken. "Wie weit ein E-Auto tatsächlich kommt, hängt von der Umgebungstemperatur, der Nutzung von Heizung oder Klimaanlage, der Art der Strecke, z. B. Stadt-, Überland- oder Bergfahrt, sowie vom Fahrverhalten ab. Auch die Beladung spielt eine Rolle – sind z. B. zusätzlich Fahrräder am Auto montiert, erhöht das den Verbrauch auch bei E-Autos. Das sollte man bei der Routen- und Ladeplanung mitbedenken", erklärt Klejna. Er rät, ab einer Restreichweite von etwa 20 Prozent eine Ladestation aufzusuchen.
Laden – Vorab Autorisierung und Tarife klären; Ad-hoc-Zahlungen möglich
Wer eine Ladekarte besitzt, sollte sich beim Anbieter erkundigen, an welchen Ladepunkten diese funktioniert – und ob der eigene Tarif im Urlaubsland akzeptiert wird. Aufgrund verschiedener Bezahlmodelle und intransparenter Tarifstrukturen ist ein direkter Vergleich von Ladepreisen an öffentlichen Stationen schwierig. "Wichtig wäre auch zu checken, ob es bei Unterkunft eine Lademöglichkeit gibt“, rät Klejna.
Alternativ sind meist Ad-hoc-Zahlungen möglich. Dabei kann man mit Kredit- oder Debitkarte (NFC) kontaktlos bezahlen. Ist das nicht möglich, funktioniert die Zahlung meist via QR-Code an der Säule, um dann online per Kreditkarte zu bezahlen. Da Ad-hoc-Zahlungen meist teurer sind, lohnt sich ein Tarifcheck im Vorfeld.
Guter Rat: Schnelllader nutzen, auf 80 Prozent laden
An Ladestellen stehen verschiedene Anschlusstypen zur Verfügung. Für das Zurücklegen weiterer Strecken empfiehlt der ÖAMTC-Techniker die Nutzung von DC-Ladestationen (Schnelllader) – sie können bis zu 150 kW abgeben. Dabei muss nicht immer auf 100 Prozent laden. "Die letzten 20 Prozent dauern am längsten. Es reicht, wenn man mit 80 Prozent Reichweite wieder losfährt", so Klejna.
Die Ladedauer variiert auch nach Ladekapazität und Technik. In der Hauptsaison kann es zudem Wartezeiten an stark frequentierten Ladestationen geben.
Verlängerungskabel ungeeignet – mobile Ladestation empfohlen
Die Nutzung eines herkömmlichen Verlängerungskabels zum Laden an einer "normalen" Steckdose ist übrigens nicht ratsam. "Hersteller von E-Autos schließen ein Aufladen via Verlängerungskabel in den Bedienungsanleitungen aus. Einige E-Autos 'verweigern' diese Lademöglichkeit in der Praxis gänzlich", warnt der ÖAMTC-Experte. "Wer häufiger längere Strecken fährt, sollte eine mobile Ladestation mithaben. Damit kann man überall sicher laden, wo Strom verfügbar ist", rät Klejna.
Einen Überblick über die besten Ladeprodukte in den beliebtesten europäischen Urlaubsländern findet man online unter Urlaub mit dem E-Auto | ÖAMTC.
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