Christophorus Magazin

7 EMOTION Christophorus Bewegendes Wiedersehen Happy End nach erfolgreicher Reanimation auf der Skipiste. Besondere Momente gehören auch zum Alltag in der Flugrettung. So kam es am Stützpunkt von Christophorus 17 in Sankt Michael kürzlich zu einem bewegenden Wiedersehen zwischen Notärztin Laura Thurner und einem ehemaligen Patienten. Dieser war Anfang Februar nach einem medizinischen Notfall direkt von der Skipiste am Gaberl geborgen worden und musste noch vor Ort reanimiert werden. Nach der intensivmedizinischen Erstversorgung durch die Crew wurde er in die Klinik nach Graz geflogen und dort weiterbehandelt. Nur wenige Monate später besuchte er seine Retter:innen am Stützpunkt in der Obersteiermark als sichtbares Zeichen dafür, wie entscheidend das schnelle und eingespielte Handeln aller Beteiligten war. „Auch für uns ist es immer wieder etwas ganz Besonderes, Patient:innen nach so einem Einsatz wiederzusehen, vor allem, wenn man weiß, wie kritisch die Situation damals war“, zeigte sich die Notärztin über den unerwarteten Besuch erfreut. Was hoffentlich nie passiert, muss im Fall der Fälle trotzdem funktionieren. Deshalb trainiert die ÖAMTCFlugrettung regelmäßig mit regionalen Einsatzorganisationen, wie zum Beispiel den freiwilligen Feuerwehren, genau jene Szenarien, die sich keine:r wünscht: Zwischenfälle mit Hubschraubern am Boden. In den vergangenen Wochen standen gleich zwei solcher Notfallübungen auf dem Programm, mit dem Ziel, Abläufe zu festigen, Handgriffe zu automatisieren und die Zusammenarbeit stärken. Übungsannahme Hubschrauber sind keine Autos, und genau darin liegt eine der größten Herausforderungen für die Einsatzkräfte. Türen, Gurte, Bauweise und Gefahrenpotenziale unterscheiden sich grundlegend. Regelmäßige Übungen stellen daher sicher, dass Feuerwehr und Klinikpersonal auch unter Stress wissen, was zu tun ist. Vom richtigen Öffnen der Türen über das Lösen der Gurte bis hin zum sicheren Arbeiten rund um den Rotor oder bei auslaufendem Treibstoff. Ein zentraler Bestandteil der Übungen ist daher auch der vorbeugende und begleitende Brandschutz. Das schnelle Aufbauen von Löschleitungen und das Absichern des Umfelds gehören ebenso dazu wie die technische Menschenrettung. Ganz gleich ob am Flugplatz im Stubaital oder am Hubschrauberlandeplatz des Landesklinikums Amstetten, geübt wird immer unter möglichst realitätsnahen Bedingungen. Diese regelmäßigen gemeinsamen Übungen schaffen Vertrauen, verkürzen Entscheidungswege und sorgen dafür, dass im Ernstfall jede:r die eigene Rolle kennt. ▲ Training für Ernstfälle Warum die ÖAMTC-Flugrettung gemeinsam mit Feuerwehren regelmäßig das Undenkbare probt. In Amstetten wurde der „Hupfschrauber“ für die Übung zweckentfremdet. Erinnerungsbild mit Notärztin. Fotos: BFK Amstetten (1), zVg (1), Fotoplutsch (1), Land OÖ (1), Jonas Grasberger (1)

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