Christophorus Magazin

5 EMOTION Christophorus lebt, verdankt er nicht nur einer funktionierenden Rettungskette sondern auch Menschen, die einfach gehandelt haben, obwohl niemand wusste, wie die Geschichte ausgehen würde. Sichtbares Zeichen Mehr als ein Jahr später gibt es jetzt am Hochficht eine eher ungewöhnliche Form der Anerkennung. Die Mobilfunkstation beim Gasthaus „Zum Überleben“, über die damals der Notruf abgesetzt wurde, trägt nun den Namen von Markus Mittermüller. Bei der Übergabe der Widmungsurkunde durch das Forum Mobilkommunikation kam es auch zu einem Wiedersehen, das alle Beteiligten bewegte. Rudi Pfoser traf jenen Mann wieder, der damals den Notruf abgesetzt hatte. Mit dabei waren auch Freunde, Angehörige und Einsatzkräfte, die an diesem Tag gemeinsam daran gearbeitet hatten, ein Leben zu retten. Der Einsatz zeigt eindrucksvoll, wie eng im gesamten Rettungssystem alles miteinander verzahnt ist. Am Anfang steht oft ein einzelner Mensch, der handelt. Darauf folgen die strukturierte Alarmierung über die Leitstelle, das koordinierte Zusammenwirken von Einsatzkräften am Boden und aus der Luft und schließlich die medizinische Versorgung auf höchstem Niveau. Ohne funktionierenden Mobilfunk wäre diese Kette jedoch gar nicht erst in Gang gekommen. Partner Mobilfunk Mobilfunk ist heutzutage selbstverständlich geworden. Man denkt dabei in erster Linie an Erreichbarkeit, an Nachrichten oder auch daran, schnell einmal etwas nachschauen zu können. Wie wichtig ein stabiles Netz im Ernstfall sein kann, wird jedoch oft erst dann bewusst, wenn jede Minute zählt. Gerade in alpinen Regionen ist diese technische Infrastruktur aber entscheidender Teil der Rettungskette. Ein Notruf ermöglicht nicht nur, Hilfe zu alarmieren. Er schafft auch die Verbindung zur Leitstelle, die Ersthelfer:innen anleitet, Informationen sammelt und die nächsten Schritte koordiniert. Oft laufen in diesen Minuten viele Dinge parallel ab. Von der Alarmierung über die Organisation unterschiedlicher Ressourcen bis hin zur Auswahl des geeigneten Zielkrankenhauses. Auch am Hochficht war genau das ein wesentlicher Baustein für den positiven Ausgang. Zivilcourage kann jede:r Diese Geschichte steht für zwei zentrale Aspekte moderner Notfallversorgung: für die Bedeutung funktionierender Systeme und für den Mut einzelner Menschen, Verantwortung zu übernehmen. Markus Mittermüller ist kein Rettungsprofi. Er war einfach jemand, der nicht weggeschaut hat. Viele unterschätzen, wie viel sie selbst in einer Notlage beitragen können. Dabei geht es selten darum, alles richtig zu machen, sondern vielmehr darum, überhaupt etwas zu tun, den Notruf zu wählen, bei jemandem zu bleiben oder Erste Hilfe zu leisten. Niemand muss dabei alles perfekt machen. Dafür gibt es Leitstellen, die unterstützen, und Rettungskräfte, die in weiterer Folge übernehmen. Aber in erster Linie braucht es jemanden, der:die den ersten Schritt setzt. Markus Mittermüller hat „Mobilfunk hält die gesamte Rettungskette zusammen, vom Notruf bis zur Übergabe der Patient:innen im Krankenhaus.“ JOHANNES SCHÖFFL, ÖAMTC-Pilot mit seinem Notruf diesen ersten, entscheidenden Schritt gesetzt. Und genau daran erinnert der Mobilfunkmast, der heute seinen Namen trägt. Bereits die dritte „Lebensretter-Station“ Markus Mittermüller ist bereits der dritte Österreicher, dem eine Mobilfunkstation gewidmet wurde, weil sein Notruf ein Leben rettete. Nach dem jungen Niederösterreicher Matteo Eichinger im Jahr 2024 und dem Salzburger Tristan Trigler im Jahr 2025 erinnert nun auch am Hochficht eine „Lebensretter-Station“ daran, wie wichtig Zivilcourage, funktionierende Technik und eingespielte Zusammenarbeit im Ernstfall sind. ▲ Markus Mittermüller (4. v. r.) und Rudi Pfoser (2. v. r.) bei der Übergabe der Widmung. Fotos: Stift Schlägl (1), FMK (1)

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