14 Die finnische H145 beim Betanken am Stützpunkt in Wiener Neustadt. Knapp 60 Fahrzeuge sind schon mit dem innovativen System unterwegs. INNOVATION Christophorus Technik-Know-how für Finnland Eine H145 des finnischen Flugrettungsbetreibers FinnHEMS durchlief in Wiener Neustadt umfangreiche Wartungsarbeiten. Mehrere Wochen lang war eine H145 des finnischen Flugrettungsbetreibers FinnHEMS zu Gast in der HeliAir-Werft in Wiener Neustadt. Nach Abschluss der umfangreichen Wartungsarbeiten ging es für den Hubschrauber zurück nach Finnland. Solche Projekte erfordern breites technisches Know-how, viel Erfahrung und verdeutlichen die internationale Bedeutung der HeliAir. Mit ihrer Arbeit sichert sie die Einsatzbereitschaft von Notarzthubschraubern in Österreich und darüber hinaus. Denn zuverlässige Flugrettung beginnt dort, wo man sie nicht sieht: in den Hangars der Technikexpert:innen. Testbetrieb des neuen Kollisionswarnsystems Die bisherigen Erfahrungen mit „CollisionEye“ sind überaus positiv. Seit vergangenen Herbst testen ASFINAG und ÖAMTC das neue Kollisionswarnsystem „CollisionEye“ zum Schutz von Einsatzkräften auf Autobahnen und Schnellstraßen. Die Zwischenbilanz fällt positiv aus: Allein im Juni registrierte das System bei ASFINAG- Einsätzen zehn Situationen, in denen ein automatisches Warnsignal Fahrzeuge von einem möglichen Kollisionskurs abbrachte. Auch beim ÖAMTC stößt das System auf positive Resonanz. So gab es schon einige Situationen, in denen es seine Sinnhaftigkeit eindrucksvoll unter Beweis stellen konnte. Die regelmäßigen Feedbackschleifen mit der Herstellerfirma helfen zudem, das System kontinuierlich zu verbessern. Aufgrund der vielversprechenden Ergebnisse wird der Testbetrieb nun ausgeweitet. Sowohl ASFINAG als auch ÖAMTC statten jeweils rund 20 weitere Fahrzeuge mit der Technologie aus. Space“ sollen satellitengestützte Flugrouten entstehen, die Einsätze auch bei schwierigen Wetterbedingungen ermöglichen. Vereinfacht gesagt: digitale Luftstraßen, auf denen Hubschrauber auch dann noch sicher unterwegs sein können, wenn die Sicht schlechter wird. Und dann ist da noch das Drohnenprojekt gemeinsam mit den Kolleg:innen aus der Schweiz und den Niederlanden. Drohnen sollen Notarzthubschrauber nicht ersetzen, sondern sinnvoll ergänzen. Etwa beim Transport von Laborproben, Medikamenten oder medizinischer Ausrüstung. Vieles davon befindet sich noch in der Entwicklungsphase. Aber genau darum geht es bei der ÖAMTC-Flugrettung seit Jahrzehnten: Bestehendes hinterfragen, Neues ausprobieren und Bewährtes weiterentwickeln. Die nächsten 500.000 Wer auf die Geschichte der ÖAMTCFlugrettung blickt, findet viele Meilensteine: neue Stützpunkte, technische Innovationen oder internationale Kooperationen. Auffällig ist jedoch noch etwas anderes. Kaum ist eine Entwicklung abgeschlossen, beginnt bereits die nächste. Das System, das heute selbstverständlich wirkt, wurde über Jahrzehnte aufgebaut und immer wieder angepasst. Vermutlich ist genau das einer der Gründe, warum die Flugrettung heute dort steht, wo sie steht. Die ersten 500.000 Einsätze erzählen, was die ÖAMTC-Flugrettung geleistet hat. Die weitaus spannendere Geschichte wird aber jene sein, an der gerade gearbeitet wird, nämlich die der nächsten 500.000 Einsätze. ▲ Eigener Ärmel-Patch für das Jubiläum.
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