Christophorus Magazin

13 Fotos: Archiv (3) INNOVATION Christophorus Bereits 1983 hatte er als Gründervater der ÖAMTC-Flugrettung den ersten Christophorus-Notarzthubschrauber in Dienst gestellt und damit Maßstäbe gesetzt, an die er nun anknüpfen konnte. Nordberg sah in der Situation nicht nur ein Risiko, sondern vor allem die Chance, Strukturen grundlegend neu zu denken und auf ein einheitliches Fundament zu stellen. Im Mittelpunkt seiner Überlegungen stand eine spezialisierte Organisation, die mit einheitlichen Standards, professionellen Abläufen und langfristiger Effizienz die steigenden Anforderungen besser erfüllen konnte. Und überzeugt davon, dass damit wichtige Weichenstellungen für die Zukunft gelingen würden, setzte er sich auch mit großem persönlichem Einsatz und Beharrlichkeit für diesen Weg ein. Aus Blau wird Gelb Mit Jahresbeginn 2001 wurde aus dieser Vision schrittweise Realität. In Osttirol und in Vorarlberg nahmen an diesem Tag mit C7 und C8 erstmals gelbe Christophorus-Notarzthubschrauber den Betrieb auf und ersetzten die bisherigen blauen Helikopter. Dieser Moment markierte den sichtbaren Auftakt. Was folgte, war ein organisatorischer und logistischer Kraftakt von außergewöhnlichem Ausmaß. Innerhalb von nur sechs Monaten übernahm die ÖAMTCFlugrettung insgesamt acht Stützpunkte vom Innenministerium und vom Bundesheer. Denn bereits im April gingen weitere Standorte in Salzburg (C6), Wien (C9) und Linz (C10) in den Betrieb über. Anfang Juli wurde die Übergabe schließlich mit C11 (Klagenfurt), C12 (Graz) und C14 (Niederöblarn) abgeschlossen. Damit wuchs die Zahl der Christophorus-Stützpunkte von fünf auf dreizehn und veränderte die Struktur der Flugrettung in Österreich grundlegend. Mammutprojekt Diese Entwicklung war weit mehr als die reine Übernahme bestehender Standorte, sie war vielmehr ein alles umfassender Schritt nach vorne. Betriebsabläufe wurden vereinheitlicht, moderne So sah die Notarzthubschrauber-Landkarte Österreichs Anfang des Jahres 2001 aus, als die Standorte des BMI übernommen wurden. Die neuen Stützpunkte waren auch im Jahr 2000 Thema im Christophorus-Magazin. Hubschrauber eingeführt und die medizinische Ausstattung auf einen zeitgemäßen Stand gebracht. Entscheidend war auch, dass Piloten und Flugretter des Innenministeriums und des Bundesheeres in die neu entstandene Struktur integriert wurden. Ihr Wissen und ihre langjährige Erfahrung gingen nicht verloren, sondern wurden zu einem wesentlichen Bestandteil des neuen Systems. „2001 hat die ÖAMTC-Flugrettung bewiesen, dass sie nicht nur fliegen, sondern auch gestalten kann. Die Übernahme dieser Stützpunkte war der Grundstein für das flächendeckende Netz, das wir heute betreiben und das täglich Leben rettet“, würdigt Geschäftsführer Marco Trefanitz den Mut und die Entschlossenheit jener, die diesen Schritt damals ermöglicht haben. Was bleibt Die Weichenstellungen des Jahres 2001 markieren bis heute einen Meilenstein in der Geschichte der österreichischen Flugrettung. Aus einer Phase der Unsicherheit heraus entstand ein stabiles und leistungsfähiges System, das seither kontinuierlich weiterentwickelt und an neue Anforderungen angepasst wurde. Einheitliche Standards, hoch qualifiziertes Personal und ein klar strukturierter Betrieb prägen die Flugrettung bis heute und tragen dazu bei, dass sie auch über die Landesgrenzen hinaus als Referenz wahrgenommen wird. Was damals innerhalb weniger Monate mit großem Einsatz umgesetzt wurde, wirkt bis heute fort. Kurt Noé-Nordberg und sein Team haben damals gezeigt, dass eine Vision, gepaart mit Professionalität und Mut, die Zukunft nachhaltig verändern kann. ▲

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