Christophorus Magazin

12 INNOVATION Christophorus Anfang der 2000er-Jahre stand die österreichische Flugrettung vor einer ungewissen Zukunft. Sieben Hubschrauber des Innenministeriums sowie eine Maschine des Bundesheeres leisteten seit Jahrzehnten unschätzbare Dienste. Doch neue europaweit verschärfte luftfahrtrechtliche Vorgaben machten in nahezu allen Bereichen umfassende Anpassungen dringend notwendig, angefangen bei der Wartung über den Flugbetrieb bis hin zur Ausbildung der Crews. In Wien wurde daraufhin intensiv kalkuliert, welche finanziellen Auswirkungen diese Umstellungen mit sich bringen würden. Die Ergebnisse waren ernüchternd, denn die erforderlichen Investitionen wären erheblich gewesen. Das bestehende System war in dieser Form nicht zukunftsfähig. Damit stand nicht weniger als die Zukunft der österreichischen Flugrettung zur Debatte, verbunden mit der dringenden Suche nach einer neuen und nachhaltigen Lösung. Ein Mann, eine Vision In dieser herausfordernden Phase war es Kurt Noé-Nordberg, der nicht nur die Problematik klar erkannte, sondern auch eine konkrete Vorstellung davon entwickelte, wie eine zukunftsfähige Flugrettung in Österreich aussehen könnte. Vor 25 Jahren legte ein mutiger Schritt des ÖAMTC den Grundstein für ein landesweites Netz, das bis heute unzähligen Menschen das Leben rettet. von Ralph Schüller WEICHENSTELLUNG „Der ÖAMTC hat sich bereit erklärt, in die Bresche zu springen, wenn das Innenministerium aufhört und wenn die Länder einverstanden sind.“ KURT NOÉ-NORDBERG im Juli 2000

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