Christophorus Magazin

15 Fotos: HeliAir (2), BFK Kirchdorf (1), Planai Bergbahnen (1), ÖAMTC/Pichlsberger (1), 3LT (1) Second Life Neues Leben nach dem letzten Flug. Vernetzungstreffen Was passiert eigentlich mit ausgedienten Hubschraubern der ÖAMTC-Flugrettung? In vielen Fällen bleiben sie dank exzellenter Wartung durch die HeliAir noch über Jahre hinweg für neue Betreiber:innen weltweit im Einsatz. Manche Muster schlagen jedoch einen anderen, ebenso wichtigen Weg ein. So auch die H135 „Victor Kilo“, die kürzlich nach Frankreich überstellt wurde. Dort wird sie bei Aviaco fachgerecht demontiert. Die einzelnen Komponenten werden geprüft, rezertifiziert und finden anschließend als Ersatzteile auf der ganzen Welt Verwendung. Damit trägt der Helikopter, auch wenn er nicht mehr fliegt, wesentlich zur Nachhaltigkeit und zur Einsatzbereitschaft der weltweiten H135-Flotte bei. Über Grenzen hinweg retten. Ende April wurde Nauders zum Treffpunkt der alpinen Flugrettung: Beim diesjährigen Drei-Länder-Treffen tauschten sich Flugrettungscrews aus Österreich, Italien und der Schweiz auf Einladung der ÖAMTC-Flugrettung über aktuelle Entwicklungen aus. Das Treffen zeigte eindrucksvoll: Grenzüberschreitende Kooperation in der Flugrettung ist keine Theorie, sondern gelebte Praxis und ein zentraler Baustein für bestmögliche Patient:innenversorgung im Alpenraum. INNOVATION Christophorus Technik, Training, Teamwork Gezielte Weiterbildung und neue Inhouse-Kompetenzen stärken die technische Einsatzbereitschaft. Kontinuierliche Weiterbildung und technische Weiterentwicklung sind zentrale Bausteine für einen sicheren und effizienten Flugbetrieb. Gleich mehrere aktuelle Maßnahmen bei der HeliAir unterstreichen diesen Anspruch. So besuchten Kolleg:innen aus Wiener Neustadt und Innsbruck einen H135-Familiarization-Kurs bei Airbus Helicopters in Donauwörth. Neben vertiefenden Einblicken in Technik, Systeme und aktuelle Entwicklungen rund um diesen Hubschraubertyp stand vor allem der fachliche Austausch mit internationalen Expert:innen im Mittelpunkt. Parallel dazu wurde ein weiterer Meilenstein für den eigenen NVG-Bereich erreicht: Durch einen erfolgreich durchgeführten Wartungskurs für Fenn-Nachtsichtgeräte ist es künftig möglich, diese Systeme direkt im eigenen Haus zu warten und zu reparieren. Beide Entwicklungen stärken die technische Kompetenz nachhaltig und schaffen die Grundlage dafür, Know-how im eigenen Haus weiter auszubauen. Neuerungen am Puls der Zeit Meilensteine für die Notfallversorgung im Tiroler Unterland. Christophorus 4 am Standort Reith bei Kitzbühel erweitert seine Einsatzmöglichkeiten. Bereits mit Beginn der Sommersaison ist der Hubschrauber künftig bis 21:30 Uhr einsatzbereit und kann damit auch in den Abendstunden zur raschen Hilfe aus der Luft in Tirol ebenso wie in angrenzende Regionen Osttirols und des südlichen Salzburgs alarmiert werden. Ein weiterer Meilenstein folgt dann im Herbst 2026 mit der Ausrüstung des Helikopters mit einer Rettungswinde. Diese erweitert das Einsatzspektrum insbesondere im alpinen Gelände bei Dunkelheit und ermöglicht sichere Rettungen, wo andere Verfahren an ihre Grenzen stoßen. Aktuell absolvieren die Crews intensive Schulungen, um die neue Technik nahtlos in den Flugbetrieb zu integrieren. Mit der bewährten Kombination aus Taubergung und Rettungswinde sowie den erweiterten Einsatzzeiten wird mehr Flexibilität für anspruchsvolle Einsätze im alpinen Raum geschaffen. Techniker:innen zu Gast bei Airbus.

RkJQdWJsaXNoZXIy NDc0Mzk=