Man sieht eine Frau, die in einem grauen Auto mit Camping-Anhänger sitzt.

Mit Hänger, Herz und Hirn

Personal Coaching für den nächsten Campingurlaub - ein Erfahrungsbericht von Pamela Rath

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Am 2. Juli 2026 erlebten wir bei strahlendem Sonnenschein und angenehmen 28 Grad ein intensives Camper Personal Coaching im ÖAMTC Fahrtechnik Zentrum Teesdorf. Die Buchung des Kurses erfolgte unkompliziert per Telefon, auf Empfehlung einer Kollegin vom Österreichischen Camping Club (ÖCC). Ursprünglich interessierte ich mich für einen Anhängerkurs, wurde jedoch auf das individuellere Personal Coaching für Camper:innen aufmerksam gemacht – ideal für meinen Mann und mich, um kurz vor unserem Urlaub das Gelernte direkt anzuwenden.

Training mit Herbert Pertl

Unser Instruktor war Herbert Pertl, ein ehemaliger Polizist und leidenschaftlicher Fahrtechnik-Trainer. Er ist spezialisiert auf Off- und Onroad-Trainings für LKW und PKW mit Anhänger. Das dreistündige Coaching umfasste acht Etappen: Beladen, Anhängen, Notbremsung, Ausweichen auf nasser Fahrbahn, Bremsen nach Kuppe, Kurvenfahren, Notbremsung in Kurven und Rückwärtsfahren. Wir konnten alle Stationen ausprobieren. Herbert stand mittels Walkie-Talkie in ständigem Kontakt mit uns, gab Anweisungen und erklärte, was gut lief und wo wir uns verbessern konnten.

1Man sieht eine Frau und einen Mann, die sich unterhalten. Im Hintergrund sind gelbe Fahnen und Autos.
2Es ist ein Mann von der Seite zu sehen. Er schaut auf ein silbernes Auto mit Camping-Anhänger.
3Man sieht zwei Männer, die vor der Anhängerkupplung eines Autos stehen und miteinader sprechen.
  •  Herbert Pertl nimmt sich Zeit und erklärt Pamela alles ganz genau © privat
  •  Die Tipps werden unter Aufsicht des Profis gleich geübt © privat
  •  Zum Training gehört auch, dass technisches Know-How vermittelt wird. © privat

Der T@b als Blickfang

Während der Beladungsübung zog unser ÖCC-Tab, ein kompakter und komfortabler Anhänger, die Aufmerksamkeit anderer Instruktor:innen auf sich. Sie waren begeistert von der cleveren Raumnutzung und nannten ihn liebevoll "Knutschkugel". Für uns war es die erste Erfahrung mit einem Anhänger, da wir bisher nur Wohnmobile genutzt hatten, bei denen Fahrzeug und Wohnraum eine Einheit bilden. Der T@b, obwohl klein und kurz, ist ein eigenständiger Anhänger mit eigenem Charakter. Diese Eigenschaft machte ihn zu einem besonderen Highlight des Tages.

Man sieht eine Frau, die in einem grauen Auto mit Camping-Anhänger sitzt.
Das Fahren mit Anhänger will geübt sein © privat

Wichtige Erkenntnisse

Ein Wohnwagen ist kein Wohnmobil – das Fahren mit Anhänger erfordert ein anderes Fahrgefühl. Besonders wichtig war das Training der Notbremsung, da unser Anhänger kein ABS hat und in kritischen Situationen schlenkern kann. Die Übungen halfen uns, die Eigenständigkeit des Anhängers besser zu verstehen und sicherer zu fahren. Herbert betonte, dass viele Camper:innen unvorbereitet sind und empfahl, sich auf Not- und Gefahrensituationen vorzubereiten, um das Schlenkern oder Ausbrechen des Anhängers zu vermeiden. Die Schulung zielte darauf ab, unsere Wahrnehmung für die Eigenständigkeit des Anhängers zu schärfen, um kritische Situationen zu meistern.

Es ist eine Frau von hinten zu sehen, die auf ein silbernes Auto mit Camping-Anhänger zugeht. Hinter dem Auto wehen gelbe Fahnen.
Pamela macht vor dem Campingurlaub noch ein Personal Coaching © privat

Ein gutes Gefühl

Das Personal Coaching vermittelte uns ein Gefühl der Sicherheit. Wir sind nun besser vorbereitet auf Notsituationen und fühlen uns sicherer beim Fahren mit Anhänger. Besonders das Slalomfahren mit Anhänger war eine aufschlussreiche Erfahrung, da man den Zug der Last deutlich spürt und den Unterschied zum Fahren ohne Anhänger erkennt. Unser Instruktor Herbert hob hervor, dass nicht nur verkehrsbedingte Notsituationen, sondern auch Naturphänomene wie Starkregen Herausforderungen darstellen können. Dank seiner langjährigen Erfahrung als Camper in Griechenland und Ex-Jugoslawien konnte er uns wertvolle Tipps geben. Wir sind nun bereit für unser Campingabenteuer und die Fahrt dorthin.

Insgesamt war das Training nicht nur lehrreich, sondern auch unterhaltsam. Die Kombination aus praktischen Übungen und kompetenter Anleitung machte den Tag zu einem unvergesslichen Erlebnis. Wir verließen das Training mit dem Vertrauen, dass wir in Notfällen und Gefahrensituationen mit dem Auto und Anhänger gut umgehen können. Herbert erklärte, dass viele Camper:innen die Bedeutung solcher Trainings unterschätzen, obwohl sie entscheidend für die Sicherheit auf der Straße sind. Wir sind froh, dass wir die Gelegenheit genutzt haben, unsere Fähigkeiten zu verbessern und uns auf die bevorstehenden Herausforderungen vorzubereiten.

Eagl ob Profi oder Anfänger:in

Egal, ob Camping-Profi, Anfänger:in oder Wiedereinsteiger:in: Regelmäßiges Training und Üben helfen dabei, das eigene Fahrkönnen zu verbessern und sicher unterwegs zu sein. Und das Beste daran: Fahrtechniktraining macht nicht nur sicherer, sondern auch richtig Spaß! Wer jetzt Lust bekommen hat, das eigene Fahrkönnen mit dem Camper auf das nächste Level zu bringen, profitiert als ÖCC Mitglied von exklusiven Sonderkonditionen. Alle Informationen zum individuellen Camper-Fahrtechniktraining findet man unter campingclub.at/individuelles_camper_fahrtechnik_training.

Autor:in

Pamela Rath (she/her) ist als Diversitätsmanagerin beim ÖAMTC im Team Organisationsentwicklung, Führung & Kultur tätig und setzt sich für Vielfalt, Gleichstellung und Barrierefreiheit ein. Neben ihrer Arbeit beim Mobilitätsclub wird ihr nicht langweilig: Sie ist selbstständig als Trainerin, Moderatorin und FH-Lektorin tätig, schreibt als Autorin und betreibt eine eigene Radiosendung bzw. einen Podcast.

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