21.05.2013

Kindersitztest 2013

Großteils gute Noten, nur ein "genügend"

16 neue Kindersitz-Modelle aller Gewichtsklassen im ÖAMTC-Test 2013.

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ÖAMTC Kindersitztest 2013
ÖAMTC Kindersitztest 2013
Anlässlich des aktuellen Kindersitztests hat der ÖAMTC gemeinsam mit seinen Partnern 16 Modelle aller Gewichtsklassen einer strengen Überprüfung unterzogen. Untersucht wurden die bewährten Kriterien Sicherheit, Bedienung & Ergonomie, Schadstoffgehalt sowie Reinigung & Verarbeitung.

Testergebnisse Zusammenfassung:

"An zwei Sitze wurde die Note 'sehr gut' vergeben. Im Vorjahr hat das kein Modell geschafft", kommentiert ÖAMTC-Techniker Steffan Kerbl das Ergebnis. "Weitere sieben Produkte wurden mit 'gut' bewertet, insgesamt eine durchaus erfreuliche Bilanz." Die weiteren Ergebnisse: Sechs Kindersitze liegen mit "befriedigend" im Mittelfeld, ein Modell kommt nicht über ein "genügend" hinaus.

Die Tops und Flops beim Kindersitztest 2013

  • Kiddy Phoenixfix Pro 2
    ("sehr gut"
    )
    Ein ausgewogenes Modell ohne größere Schwächen, das sich für Kinder bis vier Jahre eignet. "Der Sitz ist sehr leicht und überzeugt mit sehr geringen Belastungswerten bei Frontal- und Seitencrash. Auch in den anderen Testkriterien gibt es nichts auszusetzen", erklärt der ÖAMTC-Experte.

    Montiert wird der Kindersitz mit dem Fahrzeuggurt, eine zusätzliche Befestigung des Sitzes per ISOFIX ist in dafür freigegebenen Fahrzeugen ebenfalls möglich. Wer kann, sollte diese Möglichkeit nutzen - wird der Sitz ausschließlich mit dem Gurt befestigt, verschlechtern sich die Sicherheitswerte etwas.
     
  • Peg Perego Primo Viaggo SL & ISOFIX Base 0+1
    ("sehr gut")

    "Auch dieses Modell kann in punkto Sicherheit überzeugen", berichtet der ÖAMTC-Techniker. "Leichte Schwächen gibt es bei der Bedienung: Wird der Sitz nicht mittels ISOFIX befestigt, benötigt man einen sehr langen Fahrzeuggurt."

    Zusätzlich wurde im ÖAMTC-Test eine leicht erhöhte Schadstoffbelastung im Material festgestellt, dass der Bezug nur mit der Hand gewaschen werden darf, ist ebenfalls ein Nachteil.
     
  • Britax Max-Way
    ("genügend"):

    "Zwar bietet das Modell bei einem Frontalaufprall guten Schutz, beim Seitenaufprall sind die Belastungswerte jedoch im durchschnittlichen Bereich", kritisiert Kerbl. Der Sitz ist zwar für Kinder bis 25 kg zugelassen, bietet aber größeren Kindern nicht ausreichend Platz.

    Der Einbau gestaltete sich im ÖAMTC-Test als schwierig. "Zusatzgurte werden benötigt, dadurch wird das Einbauen kompliziert und fehleranfällig. Außerdem ist das Einsteigen und Angurten des Kindes schwieriger, als bei allen anderen Sitzen im Test", konstatiert der ÖAMTC-Experte.

Individuelle Kindersitzberatung beim ÖAMTC

Welcher Sitz der richtige ist, kann man bei der kostenlosen Kindersitzberatung an allen ÖAMTC-Stützpunkten in ganz Österreich in Erfahrung bringen. Infos zum Thema Kindersicherung sowie zu allen bisher durchgeführten Tests gibt es unter www.oeamtc.at/kindersitze (siehe Linkbox). Dort findet man auch Infos zu allen getesteten Kindersitzen, die in Österreich nicht auf dem Markt sind.