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Drucken„Wundermittel“ beim Spritsparen? Der ÖAMTC klärt auf
Dongles, Metallstifte, Tankzusätze — keines dieser Produkte hält, was es verspricht.
Bei hohen Kraftstoffpreisen greifen viele zu vermeintlichen Wundermitteln. Doch der ÖAMTC warnt: Produkte wie Dongles oder Tankzusätze liefern keinen nachweisbaren Nutzen. Tests mit dem ADAC und der TU Wien belegen es eindeutig — diese Gadgets bringen keinen Vorteil, kosten aber bares Geld.
- Dongles, Metallstifte und Tankzusätze versprechen Kraftstoffeinsparungen, die kein wissenschaftlicher Test je bestätigt hat.
- Tests zeigen: Dongles blinken beim Einstecken, kommunizieren aber nicht mit dem Fahrzeug.
- Technisch schaden diese Produkte dem Auto kaum — wohl aber dem Geldbeutel.
- Vorausschauendes Fahren und regelmäßige Wartung sind laut ÖAMTC die einzig wirksamen Methoden.
Die neueste Masche: Dongles an der Diagnosebuchse
Dass die Menschen in Zeiten hoher Kraftstoffpreise jede Möglichkeit nutzen wollen, um den Verbrauch ihres Fahrzeugs zu senken, ist verständlich. Den Mobilitätsclub erreichen derzeit allerdings nicht nur Fragen zum spritsparenden Fahren. "Immer wieder machen uns Mitglieder auf Angebote aufmerksam, die wundersame Einsparungen versprechen. Neben den seit Jahren regelmäßig auftauchenden Metallstiften und Zusatzstoffen für den Tank, sind 'Dongles', also elektrische Module, die an der Diagnosebuchse angeschlossen werden können, die neueste Masche", fasst ÖAMTC-Techniker Dominik Darnhofer zusammen. "Diese Module sollen, so das Versprechen, in die Bordelektronik eingreifen und damit den Verbrauch reduzieren."
Kein Test bestätigt die versprochenen Einsparungen
Eine Untersuchung, die u. a. vom deutschen ÖAMTC-Partnerclub ADAC kürzlich durchgeführt wurde, zeigt allerdings, dass der "Dongle" zwar blinkt, wenn man ihn ansteckt – eine Kommunikation mit dem Fahrzeug findet aber nicht statt. "Fakt ist: Keines dieser Produkte wirkt sich positiv auf den Verbrauch aus, die versprochenen Einsparungen konnten in keinem wissenschaftlichen Test nachgewiesen werden. Wir haben bereits vor Jahren gemeinsam mit der TU Wien sowohl am Rollenprüfstand als auch auf der Straße Untersuchungen durchgeführt. Immer mit dem gleichen Ergebnis: Es bringt keinerlei Vorteil, ein solches 'Wundermittel' zu verwenden", fasst der ÖAMTC-Experte zusammen.
Produkte schaden der Geldbörse
Technisch schaden derartige Produkte dem Fahrzeug in der Regel zwar nicht. "Sehr wohl aber der Geldbörse – so gesehen also genau das Gegenteil von dem, was man eigentlich erreichen wollte", stellt Darnhofer klar. "Wir raten daher dringend vom Kauf dieser oft esoterisch anmutenden Gadgets ab. Vorausschauendes, ökonomisches Fahren und ein gut gewartetes Auto sind der beste Weg, um Kraftstoff zu sparen und die Umwelt zu schonen."
Acht Tipps, die wirklich Kraftstoff sparen
- Vorausschauend fahren: Sanft beschleunigen, früh schalten.
- Reifendruck kontrollieren: Regelmäßig den empfohlenen Druck prüfen.
- Ballast entfernen: Unnötiges Gewicht im Fahrzeug vermeiden.
- Dachaufbauten demontieren: Dachboxen und Träger bei Nichtgebrauch abnehmen.
- Kurzstrecken vermeiden: Hoher Verbrauch bei Kaltstart.
- Leerlauf vermeiden: Motor bei längeren Stopps abstellen (z. B. Bahnübergang).
- Rollwiderstandsoptimierte Reifen kaufen.
- Regelmäßige Wartung: Effizienz durch optimalen Fahrzeugzustand sicherstellen.
Häufige Fragen zu Sprit-Wundermitteln
Was ist ein Dongle und was verspricht er?
Ein Dongle ist ein elektrisches Modul, das an der Diagnosebuchse des Fahrzeugs angeschlossen wird. Hersteller versprechen, das Gerät greife in die Bordelektronik ein und reduziere so den Kraftstoffverbrauch. Tests zeigen jedoch: Der Dongle blinkt beim Einstecken — kommuniziert aber nicht mit dem Fahrzeug.
Schaden diese Produkte dem Fahrzeug?
Technisch schaden Dongles, Metallstifte und Tankzusätze dem Fahrzeug in der Regel nicht. Der Schaden entsteht woanders: „Sehr wohl aber der Geldbörse — so gesehen also genau das Gegenteil von dem, was man eigentlich erreichen wollte“, erklärt ÖAMTC-Techniker Dominik Darnhofer. Das Geld für diese Produkte ist schlicht verloren.
Wie spare ich wirklich Kraftstoff?
Der ÖAMTC empfiehlt: vorausschauend und sanft fahren, früh schalten, Reifendruck regelmäßig kontrollieren, unnötigen Ballast entfernen und Dachboxen bei Nichtgebrauch abnehmen. Kurzstrecken und Leerlauf meiden, rollwiderstandsoptimierte Reifen wählen und das Fahrzeug regelmäßig warten — das sind die einzig wirksamen Wege zu echten Einsparungen.