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ÖAMTC zu Baustart für Ring-Neugestaltung: Jetzt die Chance für bessere Lösungen nutzen
Aktuelle Versäumnisse nicht wiederholen – „Platz für alle am Ring“ ist möglich und umsetzbar
Mit dem Baustart am Montag, den 5. Oktober, wurde die etappenweise Neugestaltung der Wiener Ringstraße eingeläutet. Der Mobilitätsclub begrüßt die Investitionen in eine verbesserte Infrastruktur für den Rad- und Fußverkehr, sieht in der aktuellen Planung der Stadt Wien jedoch weiterhin erhebliche Schwächen. „Bis dato hat die Stadt leider die große Chance vergeben, eine Lösung für wirklich alle Verkehrsteilnehmer:innen – die durchaus möglich wäre – anzubieten“, sagt ÖAMTC-Verkehrsexperte Matthias Nagler.
Das Konzept der Stadt sieht vor, die Nebenfahrbahnen entlang des Rings großteils für den Radverkehr umzugestalten. Am Schottenring – der ersten und aktuellen Etappe – bedeutet das u. a. den Wegfall von mehr als 130 Stellplätzen sowie erhebliche Einschränkungen für den Kfz-Verkehr. Gleichzeitig werden Taxi-Standplätze, Lieferzonen etc. in angrenzende Straßenzüge verlagert. „Gerade dort sind die Kapazitäten aber schon heute weitgehend ausgeschöpft, die Stellplatzauslastung ist am Limit“, betont Nagler. Besonders kritisch sieht der ÖAMTC auch, dass Kreuzungen und Querverbindungen bislang kaum erkennbar berücksichtigt wurden: „Gerade dort entstehen die meisten Konflikte. Wer den Ring zukunftsfit machen möchte, muss diese Bereiche von Beginn an mitdenken“, ergänzt der Experte des Mobilitätsclubs.
ÖAMTC-Konzept bietet Lösung für ALLE Verkehrsteilnehmer:innen
Mit seinem Konzept „Platz für alle am Ring“ hat der Mobilitätsclub bereits Anfang des Jahres eine alternative Verkehrslösung für die Ringstraße präsentiert. Diese setzt ebenfalls auf deutliche Verbesserungen für den Rad- und Fußverkehr, kommt aber ohne bedeutende Einschränkungen für den Kfz-Verkehr aus. Nebenfahrbahnen bleiben befahrbar, ein Großteil der Stellplätze bleibt erhalten und die Wiener Ringstraße wird ganzheitlich – d. h. von Hauswand zu Hauswand – neu gedacht, inklusive Zwei-Richtungs-Radhighway als sichere und durchgängige Verbindung für den Radverkehr und eigener Flaniermeile für Fußgänger:innen. Das ÖAMTC-Konzept ist somit der bester Beweis dafür, dass die Ringstraße ausreichend Platz bietet, um den Bedürfnissen aller Mobilitätsformen gerecht zu werden – ganz ohne Spurreduktionen für den Kfz-Verkehr.
„Während die Stadt vor allem eine Seite des Rings betrachtet, haben wir den gesamten Straßenraum für alle Mobilitätsformen gemeinsam geplant. So entstehen Verbesserungen für Rad- und Fußverkehr, ohne dabei andere Verkehrsteilnehmende zu benachteiligen“, erläutert ÖAMTC-Verkehrsexperte Nagler.
Für die kommenden Etappen richtet der ÖAMTC daher einen klaren Appell an die Stadt: „Die Erfahrungen aus der ersten Bauphase sollte man in die Planung der nächsten Abschnitte mit einfließen lassen – und nicht dieselben Versäumnisse wiederholen. Die Ringstraße verdient ein Gesamtkonzept, das alle Verkehrsarten mitdenkt“, so Matthias Nagler abschließend.
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