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ÖAMTC: In den letzten zehn Jahren 74 Verkehrstote an Pfingstwochenenden

Mobilitätsclub rät zu defensiver Fahrweise und erhöhter Konzentration auf der Straße

In 2020 sind im österreichischen Straßenverkehr laut vorläufigen Zahlen des BMI bisher 115 Personen tödlich verunglückt. Dieser Wert liegt aktuell 12 Prozent unter dem Niveau des Vorjahres und auch deutlich unter dem Stand von 2018. Diese positive Tendenz ist durchaus auf die stark verminderte Mobilität in den letzten Wochen zurückzuführen. "Aktuelle Statistiken zeigen jedoch, dass wieder deutlich mehr Menschen unterwegs sind – dementsprechend ist auch das Kfz-Verkehrsaufkommen langsam auf dem Weg zum Vorkrisen-Niveau. Nach wochenlanger Corona-Isolation haben zuletzt viele Menschen die freien Tage wieder vermehrt für Ausflüge und Besuche bei Verwandten und Freunden genutzt", erklärt ÖAMTC-Verkehrstechniker David Nosé.

Erhöhtes Verkehrsaufkommen zu Pfingsten erfordert volle Konzentration

Mit Pfingsten steht nun ein verlängertes Wochenende bevor, das in den vergangenen Jahren von zahlreichen schweren Verkehrsunfällen überschattet war. Seit 2010 starben an dem Feiertagswochenende in Österreich 74 Menschen bei Verkehrsunfällen, mehr als 6.000 wurden verletzt (Quelle: Statistik Austria / Bearbeitung der ÖAMTC-Unfallforschung). Die Gründe dafür sind vielfältig: Ein erhöhter Mix unterschiedlichster Verkehrsteilnehmer wie Auto-, Motorrad-, Moped- und Fahrradfahrer sowie Fußgänger sind auf den Straßen unterwegs. "Personen auf zwei Rädern stellen eine Risikogruppe dar und erfordern die besondere Aufmerksamkeit aller Verkehrsteilnehmer", hält der ÖAMTC-Verkehrstechniker fest. "Ebenso spielt das Wetter eine Rolle. An einem verregneten Wochenende sind naturgemäß weniger Ausflügler und insbesondere Zweiradfahrer unterwegs. Dementsprechend passieren weniger Unfälle. In der wärmeren Jahreszeit und bei guter Wetterlage neigen Verkehrsteilnehmer zur Selbstüberschätzung und zu unüberlegten Fahraktionen." Häufigste Unfallursachen sind Unachtsamkeit bzw. Ablenkung, Vorrangverletzungen sowie nicht angepasste Geschwindigkeit."

Verkehrsteilnehmer und Exekutive sind gefordert

Für einen sicheren Straßenverkehr an Pfingsten bedarf es eines funktionierenden Zusammenspiels von Verkehrsteilnehmern und Exekutive. "Eine verstärkte Präsenz der Polizei mit zusätzlichen Kontrollen sehen wir grundsätzlich positiv", so Nosé und fügt hinzu: "Die Präsenz der Exekutive begünstigt eine nachhaltige Verkehrserziehung, die vor allem durch Kontrollen, insbesondere durch Anhaltungen, erzielt werden kann. So sollten neben den Hauptverkehrsrouten besonders auf stark befahrenen Motorrad- und Ausflugsrouten verstärkt Überwachungen stattfinden. Denn sichtbare Präsenz der Polizei verstärkt die Aufmerksamkeit und das korrekte Verhalten der Verkehrsteilnehmer." Der Mobilitätsclub rät Verkehrsteilnehmern außerdem, sich im Straßenverkehr defensiv und aufmerksam fortzubewegen. "Wenn ich mich im Straßenverkehr bewege, muss ich stets damit rechnen, dass andere Fehler machen", mahnt der ÖAMTC-Verkehrstechniker. Angepasste Geschwindigkeit sowie die Einhaltung des geforderten Sicherheitsabstandes können bereits einen wesentlichen Beitrag zur Erhöhung der Verkehrssicherheit leisten.

Verkehrstote und Verletzte bei Unfällen zu Pfingsten (Freitag bis Montag; seit 2010)

Jahr

Unfälle mit Personenschaden

Verkehrstote

Verletzte

2010

440

6

582

2011

424

9

587

2012*

519

6

653

2013

466

4

590

2014

647

13

788

2015

333

9

415

2016

341

4

468

2017

528

6

663

2018

392

8

524

2019

582

9

747

Quelle: Statistik Austria; Bearbeitung: ÖAMTC-Unfallforschung * ab 2012 geänderte Erhebungsmethodik – direkte Vergleichbarkeit mit den Vorjahren nicht möglich.

Rückfragehinweis für Journalisten:

ÖAMTC | Öffentlichkeitsarbeit
T +43 (0)1 711 99 21218
kommunikation@oeamtc.at
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