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ÖAMTC-Flugrettung: Steirische Notarzthubschrauber 2025 zu 3.733 Einsätzen alarmiert

Verlässliche Hilfe bei medizinischen Notfällen und Unfällen

Die in der Steiermark stationierten Notarzthubschrauber Christophorus 12, Christophorus 14, Christophorus 17 und Christophorus 99 hoben im Jahr 2025 zu insgesamt 3.733 Einsätzen ab. Damit bestätigte sich erneut die wesentliche Rolle der ÖAMTC-Flugrettung für die medizinische Akutversorgung in der Steiermark. "Hinter jeder Alarmierung steht ein Mensch in einer Ausnahmesituation. Unsere Aufgabe ist es, in diesen Momenten schnellstmöglich hochqualifizierte medizinische Hilfe an den Notfallort zu bringen", betont Marco Trefanitz, Geschäftsführer der ÖAMTC-Flugrettung.

Im Durchschnitt wurde die Christophorus-Flotte in der Steiermark damit etwa 10-mal pro Tag angefordert. Der überwiegende Teil der Einsätze entfiel dabei auf die Steiermark, einige führten die Crews aber auch in andere Bundesländer (12 Prozent). "Gerade in einem Bundesland mit Bergen und teils langen Distanzen zu spezialisierten Krankenhäusern spielt der Notarzthubschrauber seine Stärken aus", so Trefanitz.

Stützpunkt Standort  2025  2024
Christophorus 12    Graz    1.297 1.387
Christophorus 14  Niederöblarn  1.029 1.059
Christophorus 17  St. Michael  1.117 1.106
Christophorus 99   Niederöblarn  290 304

 

Medizinische Notfälle prägen das Einsatzgeschehen

Den größten Anteil am Einsatzaufkommen machten auch dieses Jahr wieder internistische und neurologische Notfälle aus. In 1.638 Fällen – etwa bei akuten Herzerkrankungen oder Schlaganfällen – wurden die Christophorus Crews alarmiert. Unfälle im Arbeits-, Schul-, Freizeit- oder häuslichen Umfeld waren mit 620 Einsätzen ein weiterer Schwerpunkt. Zu Verkehrsunfällen hob der Notarzthubschrauber 287-mal ab, zu Sport- und Freizeitunfällen im alpinen Gelände 588-mal. In 169 Fällen war eine Winden- oder Taubergung notwendig, da eine Landung direkt am Einsatzort nicht möglich war. Insgesamt handelte es sich bei 2.929 Einsätzen um sogenannte Primäreinsätze, bei denen Notärzt:innen und Flugretter:innen direkt zum Notfallort geflogen wurden, um Patient:innen vor Ort zu versorgen und anschließend in das medizinisch am besten geeignete Krankenhaus zu transportieren.

"Dass wir auch 2025 wieder so vielen Menschen helfen konnten, ist das Ergebnis perfekt eingespielter Teams – in der Luft wie am Boden", unterstreicht Trefanitz. "Unsere Pilot:innen, Flugretter:innen und Notärzt:innen arbeiten Hand in Hand mit Partnerorganisationen wie dem Roten Kreuz und der Bergrettung. Lebensrettung funktioniert nur gemeinsam."

Rettungswinde als Pilotprojekt

Die Vision der ÖAMTC-Flugrettung ist es, zu jeder Zeit, an jedem Ort und unabhängig vom Wetter Leben zu retten. "Dieses Ziel verfolgen wir konsequent – so haben wir 2025 beispiels-weise erstmals einen unserer Hubschrauber mit einer Rettungswinde ausgestattet. Damit können wir nun auch nachts Berge-Einsätze in schwer zugänglichem Gelände durchführen", erklärt Trefanitz. Zum Einsatz kam die Winde, die am Stützpunkt von Christophorus 14 ihren Platz hat, in 74 Fällen. Derzeit handelt es sich noch um ein Pilotprojekt, die daraus gewonnenen Erfahrungen fließen in die Evaluierung zukünftiger Einsatzmöglichkeiten ein. "Damit wollen wir vor allem der nächtlichen Notfallversorgung ein weiteres Mosaiksteinchen hinzufügen", so Trefanitz.

Österreichweite Einsätze auf konstant hohem Niveau

Österreichweit wurden die Christophorus-Crews 2025 zu insgesamt 21.650 Rettungsflügen alarmiert. Das entspricht durchschnittlich 59 Einsätzen pro Tag und unterstreicht die zentrale Rolle der ÖAMTC-Flugrettung innerhalb der notfallmedizinischen Versorgung in Österreich. "Diese Zahlen zeigen einmal mehr, wie wichtig ein dichtes Netz an Stützpunkten und bestens ausgebildeten Teams für die medizinische Versorgung in Österreich ist. Unsere Crews stehen täglich dort im Einsatz, wo jede Minute zählt – unabhängig von Wetter, Tageszeit oder Gelände", unterstreicht Trefanitz.

Derzeit stehen österreichweit 18 ÖAMTC-Notarzthubschrauber ganzjährig für die notfallmedizinische Versorgung zur Verfügung. Ergänzt wird die Flotte durch den bei Bedarf ebenfalls für Primäreinsätze eingesetzten Intensivtransporthubschrauber (ITH) sowie durch Christophorus 99, der zu besonders einsatzstarken Zeiten von Niederöblarn aus abhebt. Zusätzlich betreibt die ÖAMTC-Flugrettung vier saisonale Stützpunkte in Wintersportregionen.

Rückfragehinweis für Journalist:innen:

ÖAMTC | Öffentlichkeitsarbeit
T +43 (0)1 711 99 21218
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Bilder & Grafiken

Christophorus 14 am Dachstein © ÖAMTC/Schornsteiner
Christophorus 17 © ÖAMTC
ÖAMTC-Flugrettung - Steiermark © ÖAMTC/Schornsteiner
Das Bild zeigt einen gelben Hubschrauber im Flug. Der Hubschrauber ist mit einer Seilwinde ausgestattet, ein Besatzungsmitglied steht außen an der Maschine, ein weiteres Besatzungsmitglied wird gerade vom Hubschrauber abgeseilt. ÖAMTC-Flugrettung_C14_Pilotprojekt mit Rettungswinde © Christoph Graif
Das Bild zeigt einen gelben Hubschrauber im Flug, im Hintergrund felsiges Gebirge. Der Hubschrauber ist mit einer Seilwinde ausgestattet, ein Besatzungsmitglied steht außen an der Maschine und hält das Seil. ÖAMTC-Flugrettung_C14_Pilotprojekt mit Rettungswinde © Christoph Graif
Auf dem Bild sieht man fünf Männer vor einem gelben Hubschrauber. Im Hintergrund eine grüne Wiese und eine hügelige, bewaldete Landschaft. Die beiden jeweils links und rechts außen stehenden Männer gehören zur Einsatzcrew und tragen die rot-schwarze Uniform der ÖAMTC Flugrettung. Der Mann in der Mitte ist der Geschäftsführer der ÖAMTC Flugrettung und trägt eine blaue Hose und ein weißes Hemd. ÖAMTC-Flugrettung_C14_Pilotprojekt mit Rettungswinde © Christoph Graif
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