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"E-Mopeds": ÖAMTC fordert Rechtssicherheit für tausende Nutzer:innen

De-facto-Verbot ab 1. Oktober: Club will "Zulassung light" und runden Tisch

Ab 1. Oktober 2026 werden Fahrzeuge der Klasse L1e-B, umgangssprachlich auch als "E-Mopeds" bekannt, in Österreich nicht mehr als Fahrrad, sondern als zweirädrige Kleinkrafträder eingestuft. Damit werden u. a. Zulassung, Haftpflichtversicherung, Prüfplakette, Führerschein und Helm verpflichtend, gleichzeitig dürfen die Geräte nicht mehr auf Radwegen genutzt werden. Aus Sicht des ÖAMTC kommt das für tausende, bisher legale Fahrzeuge faktisch einem Verbot gleich. Eine praktikable Möglichkeit, die neuen Anforderungen zu erfüllen und auf kurzem Weg eine Zulassung zu bekommen, gibt es laut Club aktuell jedoch in vielen Fällen nicht.

Tausende Nutzer:innen betroffen

Besonders betroffen sind gewerbliche Nutzer:innen, aber auch zahlreiche Privatpersonen. "Im städtischen Bereich geht es vorrangig um die Lieferdienste, die, wie bereits angekündigt, auf E-Bikes und andere Fahrzeuge ausweichen wollen. Aber auch viele ältere Menschen oder Personen mit eingeschränkter Mobilität nutzen E-Mopeds für ihre Alltagswege", sagt ÖAMTC-Jurist Martin Hoffer. Der Club geht in Österreich von mindestens 20.000 privaten Nutzer:innen aus, deren Fahrzeuge demnächst praktisch wertlos werden.

Der ÖAMTC fordert daher die rasche Schaffung einer Zulassungsmöglichkeit für bestehende "E-Mopeds". "Die Komplexität des Themas wurde von der Politik offensichtlich unterschätzt", kritisiert Hoffer. "Wir erneuern daher unseren Vorschlag, bei einem runden Tisch gemeinsam nach Lösungen im Sinne der Konsument:innen zu suchen. Es braucht klare Regeln, die alle Interessen berücksichtigen – und keine weiteren Schnellschüsse!“ Aus Sicht des ÖAMTC fehlt im Bereich Kleinfahrzeuge derzeit jedenfalls der Blick aufs Ganze: Es werden immer wieder Einzelmaßnahmen gesetzt, eine breite Diskussion, die viele offene Fragen im Sinne der Betroffenen lösen könnte, bleibt jedoch aus.

Die wichtigsten ÖAMTC-Forderungen auf einen Blick

Stand: September 2026

  • "Zulassung light" für bestehende L1e-B-Fahrzeuge
  • Rechtssicherheit für Betroffene
  • Wertverlust bereits legal genutzter Fahrzeuge verhindern
  • Runder Tisch zum Thema "Mikromobilität und Verhaltensregeln bei deren Nutzung" mit Politik, Behörden, Herstellern und Interessenvertretungen

Über den ÖAMTC
Der ÖAMTC (Österreichischer Automobil-, Motorrad- und Touring Club) ist der größte Mobilitätsclub Österreichs und arbeitet aktiv in einem weltweiten Netz von Mobilitätsclubs mit. Er ist ein wirtschaftlich und parteipolitisch unabhängiger Verein. Für den ÖAMTC steht die Dienstleistung für seine 2,6 Millionen Mitglieder im Mittelpunkt: Der Club ist Ansprechpartner in allen Fragen rund um Mobilität – im Alltag wie in Notsituationen – und Förderer der Interessen seiner Mitglieder. Unter dieser Prämisse sind mehr als 4.400 Mitarbeitende im Einsatz für Menschen und Mobilität.

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ÖAMTC | Öffentlichkeitsarbeit
T +43 (0)1 711 99 21218
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Martin Hoffer, Leiter der ÖAMTC-Rechtsdienste im Portrait HOFFER Martin (1) © ÖAMTC/Postl
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