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DruckenBarcelona: Streik des Bodenpersonals am Flughafen
Am Flughafen Josep Tarradellas Barcelona-El Prat müssen Reisende seit 4. August mit Einschränkungen rechnen. Die Gewerkschaft CGT hat die Beschäftigten des Bodenabfertigers Groundforce zu einem unbefristeten Streik aufgerufen. Ein konkretes Enddatum steht bislang nicht fest.
Wo wird gestreikt?
An dem Streik beteiligen sich rund 1.200 Mitarbeitende, die unter anderem für Check-in, Boarding, Gepäckabfertigung und die Koordination von Flügen zuständig sind. In diesen Bereichen sind Verzögerungen und lange Wartezeiten zu erwarten. Als Grund für den Ausstand nennt die Gewerkschaft eine Verschlechterung der Arbeitsbedingungen und gesundheitliche Belastungen am Arbeitsplatz.
Diese Fluggesellschaften könnten betroffen sein
Groundforce übernimmt in Barcelona Dienstleistungen für mehrere internationale Airlines. Vom Streik betroffen sind unter anderem folgende Airlines:
- Air China
- Air Europa
- Air France
- Etihad Airways
- Finnair
- KLM
- LOT Polish Airlines
- Lufthansa
- Luxair
- Qatar Airways
- SAS
- Turkish Airlines
- United Airlines
Ryanair, Easyjet, Wizz Air, Norwegian und Transavia werden dagegen nicht von Groundforce abgefertigt und sind daher nicht unmittelbar von der Arbeitsniederlegung betroffen. Auswirkungen durch den allgemeinen Flughafenbetrieb lassen sich dennoch nicht vollständig ausschließen.
Bis zu zwei Millionen Reisende betroffen
Nach Schätzungen des spanischen Verkehrsministeriums könnten bis Ende September rund zweieinhalb Millionen Passagiere und etwa 11.600 Flüge mit knapp 2,4 Mio. Sitzplätzen von den Streikmaßnahmen betroffen sein. Bereits am ersten Streiktag wurden 20 Flugausfälle gemeldet sowie längere Wartezeiten beim Check-in und Boarding und verspätet ausgegebenes Gepäck. Teilweise hoben Flieger auch ohne Gepäck ab.
Da der Streik ohne zeitliche Begrenzung angekündigt wurde, könnten die Beeinträchtigungen mehrere Tage oder Wochen andauern. Wie weitreichend die Folgen sein werden, ist aktuell nicht abzuschätzen. Das spanische Verkehrsministerium hat jedoch Mindestdienste angeordnet, sodass je nach Strecke zwischen 35 und 80 Prozent der Verbindungen durchgeführt werden müssen.
Was Reisende beachten sollten
Passagiere mit einem bevorstehenden Flug von oder nach Barcelona sollten den aktuellen Status ihrer Verbindung direkt bei der Fluggesellschaft kontrollieren. Empfehlenswert ist außerdem, mehr Zeit am Flughafen einzuplanen und wichtige Medikamente, Dokumente sowie notwendige Alltagsgegenstände im Handgepäck mitzuführen. Bei einer Annullierung sollten Betroffene zunächst ihre Airline kontaktieren und sich über eine Umbuchung oder Erstattung informieren.
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