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Streik auf Europas Flughäfen

Reisende in Europa sollten derzeit mehr Zeit und Geduld einplanen. An mehreren Flughäfen sorgen Streiks für Einschränkungen im Flugverkehr.

Ein großes silbernes Flugzeug auf einer Start-und Landebahn am Flughafen.
© Shutterstock
Streik des Bodenpersonals

Streik am Madrider Flughafen

Besonders betroffen ist der Flughafen Josep Tarradellas Barcelona--El Prat, wo ein unbefristeter Streik des Bodenpersonals bereits seit Anfang August für Verzögerungen, Flugausfälle und Probleme bei der Gepäckabfertigung sorgt. Auch in Norwegen und den Niederlanden kommt es derzeit zu Arbeitskampfmaßnahmen an Flughäfen.

Am Flughafen Josep Tarradellas Barcelona-El Prat befinden sich rund 1.200 Beschäftigte des Bodenabfertigers Groundforce im Streik. Die Mitarbeitenden sind für zahlreiche zentrale Abläufe zuständig, darunter Check-in, Boarding, Gepäckabfertigung und die Koordination von Flügen. Für Passagiere bedeutet das längere Wartezeiten, verspätet ausgegebenes Gepäck sowie Flugverspätungen und einzelne Flugausfälle.

Diese Fluggesellschaften könnten betroffen sein

Groundforce übernimmt in Barcelona Dienstleistungen für mehrere internationale Airlines. Vom Streik betroffen sind unter anderem folgende Airlines:

  • Air China
  • Air Europa
  • Air France
  • Etihad Airways
  • Finnair
  • KLM
  • LOT Polish Airlines
  • Lufthansa
  • Luxair
  • Qatar Airways
  • SAS
  • Turkish Airlines
  • United Airlines

Ryanair, Easyjet, Wizz Air, Norwegian und Transavia werden dagegen nicht von Groundforce abgefertigt und sind daher nicht unmittelbar von der Arbeitsniederlegung betroffen. Auswirkungen durch den allgemeinen Flughafenbetrieb lassen sich dennoch nicht vollständig ausschließen.

Bis zu zwei Millionen Reisende betroffen

Nach Schätzungen des spanischen Verkehrsministeriums könnten bis Ende September rund zweieinhalb Millionen Passagiere und etwa 11.600 Flüge mit knapp 2,4 Mio. Sitzplätzen von den Streikmaßnahmen betroffen sein. Bereits am ersten Streiktag wurden 20 Flugausfälle gemeldet sowie längere Wartezeiten beim Check-in und Boarding und verspätet ausgegebenes Gepäck. Teilweise hoben Flieger auch ohne Gepäck ab.

Da der Streik ohne zeitliche Begrenzung angekündigt wurde, könnten die Beeinträchtigungen mehrere Tage oder Wochen andauern. Wie weitreichend die Folgen sein werden, ist aktuell nicht abzuschätzen. Das spanische Verkehrsministerium hat jedoch Mindestdienste angeordnet, sodass je nach Strecke zwischen 35 und 80 Prozent der Verbindungen durchgeführt werden müssen.

Welche Flughäfen sind noch betroffen?

Doch nicht nur Spanien ist betroffen. In Norwegen streiken seit dem 21. August Fluglotsen. Besonders die Flughäfen Oslo-Gardermoen und Bergen-Flesland verzeichnen dadurch Verspätungen und Flugausfälle. Seit dem 25. August wurde der Streik zudem auf den Flughafen Tromsø ausgeweitet.

Auch in den Niederlanden am Flughafen Amsterdam-Schiphol kommt es derzeit zu Arbeitskampfmaßnahmen. Dort protestiert das Sicherheitspersonal gegen die hohe Arbeitsbelastung. Die Streiks finden am 25. und 26. August statt und können längere Wartezeiten an den Sicherheitskontrollen sowie Verzögerungen beim Passagierfluss verursachen. Hintergrund ist eine Umstrukturierung zu Beginn des Jahres, bei der die Zahl der beauftragten Sicherheitsunternehmen reduziert wurde.

Was Reisende beachten sollten

Reisenden wird empfohlen, den Status ihres Fluges regelmäßig direkt bei der Fluggesellschaft zu überprüfen, zusätzliche Zeit für Check-in und Sicherheitskontrollen einzuplanen und wichtige Medikamente, Reisedokumente, Ladegeräte sowie Kleidung für die ersten Urlaubstage im Handgepäck mitzuführen. Sinnvoll ist es außerdem, vor Reiseantritt ein Foto des aufgegebenen Koffers zu machen, um dessen Identifizierung im Fall von Gepäckproblemen zu erleichtern. Da sich die Situation an den betroffenen Flughäfen kurzfristig ändern kann, sollten Urlauber die aktuellen Informationen ihrer Airline und die Bedingungen ihrer Reiseversicherung im Blick behalten. Bei einer Annullierung sollten Betroffene zunächst ihre Airline kontaktieren und sich über eine Umbuchung oder Erstattung informieren.

Aktuelle Infos im ÖAMTC Reise-Radar

Im ÖAMTC Reise-Radar erfahren Sie, ob Ihr Urlaubsort derzeit von den Ereignissen betroffen ist. Geben Sie Ihren Urlaubsort in das nachgestellte Suchfeld ein und Sie gelangen zu den weiterführenden Infos im Reise-Radar.

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