FT Insides - Dezember 25

So vielfältig wie die Bauweisen und die damit verbundenen Einsatzbereiche der Nutzfahrzeuge, so vielseitig ist auch dieses Betätigungsfeld. Die Ausbildung und Weiterbildung unserer Instruktor:innen ist für mich das Herzstück meiner Tätigkeit. Das stärkt das Team und zeigt die Wertschätzung gegenüber unseren Instruktor:innen. Ein Muss, denn das zeichnet die ÖAMTC Fahrtechnik in der Qualität für unsere langjährigen Kund:innen aus. Unsere Dienstleistung für unsere Kund:innen ist zu 100 % die Ausbildung und Weiterbildung – diese Dienstleistung muss auch intern für unsere Instruktor:innen gewährleistet sein. Wo liegen aktuell die größten Herausforderungen in diesem Bereich? In der “Mobilen Fahrtechnik” stehen wir momentan vor sehr großen, nahezu unlösbaren, Herausforderungen. Die wirtschaftliche Lage lässt die Unternehmen sparen, einhergehende Umstrukturierungen – zum Beispiel bei einem Konzern wie BP – machen es immer schwieriger, Trainings im In- und Ausland zu veranstalten. Durch die großen Konkurse der letzten 1,5 Jahre in Österreich (Sigma, KTM, Baufirmen etc.) wurden wieder einige LKW-Lenker:innen auf dem Arbeitsmarkt verfügbar, wodurch die firmenseitige Nachfrage unserer Berufsfahrer-Ausbildung in der Akademie einbrach. Und andere Unternehmen, die keine LKW-Lenker:innen bekommen haben, aber dringend welche benötigen würden, bilden aktuell keine aus, weil hier aus wirtschaftlichen Gründen drastisch gespart wird. Fragen an Hermann Wirrer Im Fokus Steckbrief: Seit 2003 bei der ÖAMTC Fahrtechnik. Seit 2019 Chefinstruktor Nutzfahrzeuge. Seit 2020 Zentrumsleiter “Mobile Fahrtechnik”. Hermann, was hat dich zur Fahrtechnik geführt? Der Weg zur Fahrtechnik war auf gewisse Art und Weise bereits vorgegeben. Ich war 15 Jahre Berufssoldat, in den letzten Jahren meiner Karriere dann als Heeres-Fahrschullehrer tätig. Das Bundesheer bietet unglaubliche Ausbildungen an, von der Führung über die Ausbildungsmethoden bis hin zu technischen Ausbildungen wie eben dem Fahrschullehrer. Mein Hauptaufgabengebiet war alles rund um den LKW, inklusive Kran, Gefahrgutund alle möglichen Sondertransporte. Irgendwann steht man steht jedoch an, setzt nur mehr um und dann wird es schrecklich langweilig. Um diese Tätigkeit außerhalb des Militärs durchführen zu dürfen, musste ich damals sämtliche Prüfungen nochmals absolvieren und arbeitete nebenbei in Fahrschulen. Für mich war die logische Steigerung dann natürlich die damalige “Test & Training GmbH”, heute ÖAMTC Fahrtechnik. Es war damals nicht nur eine Bewerbung notwendig, sondern man musste noch einen Tag “Sichtung” vor einem Gremium absolvieren und bestehen, bevor man mit der Ausbildung zum PKW-Instruktor beginnen durfte. Du bist Chefinstruktor für Lkw/Bus/Nutzfahrzeuge. Was reizt dich am meisten an diesem Bereich, was macht's für dich aus? Ich wurde bei der letzten größeren Unternehmensumstrukturierung mit dieser Position ohne wirkliche Vorwarnung ins kalte Wasser gestoßen. Neuanfänge und damit verbundene Herausforderungen reizen mich jedoch und motivieren mich. Das damalige Team musste neu aufgestellt werden – und vieles mehr galt es zu bewältigen. © Houdek Photographie © Privat

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