Im Test: Audi A6 Avant

SUV-Boom hin oder her: Wer auf langen Strecken hohen Komfort schätzt, kommt am Audi A6 Avant kaum vorbei.

Die Aufpreisliste ist lang. Zum Teil skurril, macht aber vermutlich wunschlos glücklich. Eine Option sollte man aber auf jeden Fall ankreuzen: die adaptive Luftfederung, ein Must-have, denn sie macht den ohnehin komfortablen A6 Avant zum absolut geschmeidigen Reisebegleiter und erhöht den Fahrkomfort noch zusätzlich. Weite­res Plus: die enorme Agilität dank serien­mäßiger Allradlenkung.

Für adäquaten Vortrieb sorgt im A6 Avant e-hybrid das perfekte Zusammenspiel zwischen Verbrenner und E-Motor. Nur unter Last klingt der 252 PS starke Vierzylinder-Benziner angestrengt. 5,3 l Benzin und 12 kWh Strom/100 km auf der auto touring-Verbrauchsrunde klingen vernünftig, die elektrische Reichweite von 66 km ist angesichts von Minus­temperaturen beim Test okay. Die relativ geringe Reichweite von rund 630 Kilometern ist auch dem kleinen Benzintank von 46 Litern geschuldet.

Audi A6 Avant e-hybrid quattro

Raum für Diskussionen im Audi A6 Avant

Design-technisch wagt Audi keine großen Experimente. Das optisch etwas zerklüftete Heck lässt aber immer wieder Raum für Diskussionen. Apropos Heck: Trotz einer Außenlänge von fünf Metern hat das A6-Gepäckabteil akkubedingt maximal Kompaktklasse-­Niveau. Das Platzangebot für die Insassen ist dagegen mehr als üppig und bequem.

Audi A6 Avant e-hybrid quattro

Drehen & Drücken im Audi A6 Avant

Der moderne Innenraum wird vom riesigen Touchscreen dominiert. Dessen Bedienung ist dank großer Kacheln und logischer Menüführung erstaunlich intuitiv. Lediglich das Touchpad an der fahrerseitigen Türverkleidung – beispielsweise für die Fensterheber – ist vor allem beim Fahren schwierig zu bedienen. Die unmittelbaren PHEV-Konkurrenten BMW 5er und Mercedes ­E-Klasse sind übrigens günstiger.

Audi A6 Limousine