Wenn der Mann zur Gattin in den Kraal kommt, ist es schon dunkel. Die verheirateten Frauen – denn er hat ja mehrere – haben ihr Bett auf der rechten Seite hinter dem niedrigen Hütteneingang aufgestellt. Damit sich der Gentleman nicht verirrt. Mit einem Stock, den er zuvor abgebrochen hat, klopft der Herr auf den staubigen Boden vor der Hütte – eine nicht gerade sehr romantische, aber klare Bekundung seines Vorhabens. Die Auserwählte des Abends rückt zur Seite und das Liebesspiel beginnt. Sollte allerdings das Baby in der Hütte der Frau aufwachen, gibt’s nichts. Für den Mann ist das kein großes Problem, denn er kann in dieser Nacht ja auch seine zweite oder dritte Frau aufsuchen. Der Preis für eine Gattin beträgt hier, in der Grenzregion zwischen der südafrikanischen Provinz Mpumalanga und dem Königreich Swasiland, derzeit etwa 15 Kühe. Ist die Herzdame bei der Heirat keine Jungfrau mehr, wird’s billiger. Selbstverständlich.
Das meint zumindest Mr. Massiah, der im Matsanto Cultural Park den erstaunten Touristen die örtlichen Sitten und Gebräuche erläutert. Diese wissen nicht so recht, wo sie während der Erklärungen hinschauen sollen. Aber man wird den Verdacht nicht los, dass die Männer ein Grinsen unterdrücken, während die Frauen nicht wissen, ob sie vor Wut lachen oder weinen sollen. Mr. Massiah erläutert inzwischen die Funktion der Holzpalisaden, was nicht ganz so interessant ist und Gedanken an die Hitze und ans Mittagessen aufkommen lässt, kehrt aber dann wieder zu Wichtigerem zurück. Was passiert also, wenn ein verheiratetes Mädchen einfach nicht schwanger wird? Kein Problem, meint Mr. Massiah. Dann springt eben ihre Schwester ein, erledigt die Vorarbeiten, wird schwanger und bringt das Kind zur Welt, welches selbstverständlich ohne jede Einschränkung voll zur großen Familie gehört.
Eine fremde Kultur. Unsere Reiseleiterin Anita Reichle, Allwissende und Stimmungskanone in Personalunion, hatte uns ja schon zu Beginn gewarnt: Afrika ist anders! Aber gleich so ganz anders anders? Apartheid, Giraffen, Rassenkonflikte, El-end, Löwen, Armut, Elefanten, Aids, Kriminalität, Gold, Nelson Mandela, Tafelberg, Haie und Vuvuzela (die Fußball-Tröten): Das sind Begriffe, die unser Bild von Südafrika zu Hause geprägt haben. Kommt man nach dem Flug mit Emirates via Dubai (in einem Airbus a380 Superjumbo!) auf dem Flughafen von Johannesburg an, ist zunächst einmal nichts von all dem zu sehen. Man findet sich in einer modernen Umgebung mit Klimaanlage und Fast Food wieder. Da hätte man ja gleich zu Hause bleiben können! Doch Joburg selbst spottet jeder Vorstellung von Stadt. Es ist eine durch Autobahnen verbundene und zerschnittene Ansammlung von Planeten, die Lichtjahre voneinander entfernt zu sein scheinen und nichts gemeinsam haben. Hier: ein Mini-usa mit protzigen Hotels und teuren Restaurants. Dort: Eine riesige Stadt mit von der Regierung finanzierten Billigunterkünften („Mandela-Häuschen“). Drüben die (gefährliche) City mit verlassenen Wolkenkratzern, dann wieder Squatter-Camps von Zuwanderern und riesige Schutthalden, Überbleibsel ausgebeuteter Goldminen. Draußen eine reiche Villengegend: Stacheldraht, Mauern, Videoüberwachung. Zehn Millionen Menschen wohnen in Joburg. Oder ein paar Millionen mehr, so genau weiß man das nicht. Jeden Tag (!) kommen 1.200 Einwanderer illegal nach Südafrika, weil sie sich hier ein besseres Leben als im Rest des Kontinents erhoffen.
Soweto und Krüger Park. Im Stadtteil Soweto, wo einst der Kampf gegen die Apartheid, also die gesetzlich verordnete Rassentrennung, besonders hart geführt wurde, kann man heute das ehemalige kleine Haus des Nationalhelden Nelson Mandela und jenes von Bischof Desmond Tutu gleich nebenan bewundern. Die Vilakazi Street in Soweto ist die einzige auf der Welt, in der zwei Träger des Friedensnobelpreises Tür an Tür gewohnt haben. Doch die neue Freiheit hat noch lange nicht automatisch ökonomische Erlösung mit sich gebracht. Anita Reichle erklärt es während der Fahrt hinauf zum Blyde River Canyon: „Den größten Abstand zwischen denen, die nichts haben und denen, die alles haben, gibt es in Südafrika.“ Die Erzählung endet (logischerweise) am Räuberpass, dann geht es hinunter in den kleinen Ort Pilgrim’s Rest, der verschlafene Goldgräberromantik versprüht. In Graskop genießt man in Harry’s Bar die besten Palatschinken von ganz Afrika, dann folgen wir dem Abbruch des Blyde River Canyon zu drei großen, spektakulären Aussichtspunkten.
Nach einer herrlichen Nachtruhe in einer der vielen tollen Lodges auf der Route (sauber, gutes Essen, kaltes Bier), läutet schon um halb fünf Uhr früh der Wecker. Aufstehen für den Krüger Nationalpark! Hier die (ehrliche) Aufzählung jener Tiere, die wir an diesem Tag gesehen haben: ein Löwenrudel, das Impalas jagt, Zebras, Meerkatzen, Warzenschweine, Geier, eine Baby-Hyäne, einen Kudu- und Busch-Bock, eine Baby-Antilope, Kampfadler, Blaureiher und Milane, einen Schrei-Seeadler, einen Büffel, ein Chamäleon (ja, sein Versteckspiel hat nichts genutzt), Paviane, Krokodile, Elefanten – und keine einzige Giraffe. Die gab’s dann im Hluhluwe-Umfolozi-Reservat in der Provinz Kwa Zulu Natal.
Durch Swasiland. Das Königreich Swasiland, dessen Gebiet vollständig von jenem der Republik Südafrika umgeben ist, wird derzeit von dem vor allem aus der Klatschpresse bekannten Mswati iii. absolut regiert. Er hatte bei Redaktionsschluss 13 Ehefrauen, die britische Queen Elizabeth ii. trägt in seinem Reich den Ehrentitel Mutterkuh. Während wir in unserem Luxusbus durch die grünen Hügel von Mswatis Reich schaukeln, erläutert Anita das lokale Schönheitsideal: dicker Hintern, stramme Schenkel, kräftige Arme. Wir glauben an einen Scherz, doch als Anita unweit der Hauptstadt eine alte Freundin trifft, fällt ihr diese so um den Hals: „Super, wie du jetzt aussiehst, du bist so richtig fett geworden...“ In Swasiland kann man auch die schönen, bunten Swasikerzen kaufen. Auch hier lohnt es sich, immer wieder an den Marktständen am Straßenrand zu halten, hier frische Mangos und dort knackige Pistazien zu kaufen und mit den Frauen, die immer gut drauf sind, ein Scherzchen (für Mutige: Tänzchen mit Gesang!) zu wagen.
Hautnah mit Geparden. Wieder in Südafrika. Die Emdoneni Lodge im Land der Zulus wartet mit einer echten Überraschung auf. Hier werden Wildkatzen, die in ihrer natürlichen Umgebung nicht überleben könnten, wieder aufgepäppelt. Unter anderem auch Geparden, denen man sich bis auf Tuchfühlung nähern kann – ein echt aufregendes Erlebnis. Anita fasst das so zusammen: „Jetzt ist es erst halb elf am Vormittag und ich bin schon fix und foxi.“ Die Millionen-Metropolen Durban und Port Elizabeth sind dazu natürlich ein hartes Kontrastprogramm. Doch schon bald geht es wieder hinaus aufs Land – jetzt entlang der weltberühmten Garden Route zu steilen Felsküsten und herrlichen Sandstränden, an denen die riesigen Wellen des Indischen Ozeans zur Freude der Surfer spektakulär zerbrechen. Jeffrey’s Bay gilt als bester Surfspot nach Hawaii, Plettenberg Bay wird auch Spielplatz der Millionäre genannt. Von Knysna mit seiner Marina, wo es aussieht wie in Kalifornien, fahren wir per Boot hinaus in die Lagune zum Featherbed Park, machen einen tollen Spaziergang entlang der Steilküste. Dann geht es wieder ins Landesinnere. Die Landschaft wechselt neuerlich ihr Kleid, wird zur Wüste. Nahe Oudtshoorn, schon in der Kleinen Karoo, kann man Strauße nicht nur bewundern und fotografieren, sondern – wenn man nicht zu schwer ist – auch auf ihnen reiten und sich Futter aus dem Mund picken lassen. Ein riesiger Spaß vor allem für die weniger Tapferen, die nur zuschauen.
Am Ziel: der Tafelberg. Weiter Richtung Süden. Jetzt werden die Straßen wieder breiter, der Verkehr dichter. Der Tafelberg, das Wahrzeichen Kapstadts, taucht am Horizont auf. Begeisterte Blicke im Reisebus: Das Wetter passt, der oft kalte, beißende Südostwind („Kap-Doktor“) hat eine Pause eingelegt, die Gondelauffahrt ist möglich. Die Aussicht über Stadt und Bucht bis hinüber zu Robben Island, wo der heute 91-jährige Nelson Mandela 18 Jahre lang vom Apartheid-Regime eingesperrt war, ist phantastisch. Aber auch die umgekehrte Sichtweise ist einzigartig. Ein Spaziergang und Shopping-Bummel durch die Victoria & Alfred Waterfront mit ihren schicken Restaurants, gemütlichen Cafés und zahllosen Geschäften findet (bei schönem Wetter) immer mit Aussicht auf den Tafelberg statt. Dann fahren wir noch ein Stück weiter nach Süden – zur Pinguin-Kolonie am Boulders Beach und schließlich hinüber zum Kap der Guten Hoffnung. Dieser Ort ist – auch – ein schönes Symbol. Meere, Reiche, Berge, Arme, Moderne, Wüsten, Pflanzen, Hütten, Tiere, Tradition, Shopping Center, Menschen aller Hautfarben: Südafrika vereint die Vielfalt unseres Planeten in einem einzigen Land der guten Hoffnung. Vielleicht ist das eine Idee: Die Vorurteile zu Hause lassen. Und zwischen Johannesburg und Kapstadt einmal um die ganze Welt reisen.
Das meint zumindest Mr. Massiah, der im Matsanto Cultural Park den erstaunten Touristen die örtlichen Sitten und Gebräuche erläutert. Diese wissen nicht so recht, wo sie während der Erklärungen hinschauen sollen. Aber man wird den Verdacht nicht los, dass die Männer ein Grinsen unterdrücken, während die Frauen nicht wissen, ob sie vor Wut lachen oder weinen sollen. Mr. Massiah erläutert inzwischen die Funktion der Holzpalisaden, was nicht ganz so interessant ist und Gedanken an die Hitze und ans Mittagessen aufkommen lässt, kehrt aber dann wieder zu Wichtigerem zurück. Was passiert also, wenn ein verheiratetes Mädchen einfach nicht schwanger wird? Kein Problem, meint Mr. Massiah. Dann springt eben ihre Schwester ein, erledigt die Vorarbeiten, wird schwanger und bringt das Kind zur Welt, welches selbstverständlich ohne jede Einschränkung voll zur großen Familie gehört.
Eine fremde Kultur. Unsere Reiseleiterin Anita Reichle, Allwissende und Stimmungskanone in Personalunion, hatte uns ja schon zu Beginn gewarnt: Afrika ist anders! Aber gleich so ganz anders anders? Apartheid, Giraffen, Rassenkonflikte, El-end, Löwen, Armut, Elefanten, Aids, Kriminalität, Gold, Nelson Mandela, Tafelberg, Haie und Vuvuzela (die Fußball-Tröten): Das sind Begriffe, die unser Bild von Südafrika zu Hause geprägt haben. Kommt man nach dem Flug mit Emirates via Dubai (in einem Airbus a380 Superjumbo!) auf dem Flughafen von Johannesburg an, ist zunächst einmal nichts von all dem zu sehen. Man findet sich in einer modernen Umgebung mit Klimaanlage und Fast Food wieder. Da hätte man ja gleich zu Hause bleiben können! Doch Joburg selbst spottet jeder Vorstellung von Stadt. Es ist eine durch Autobahnen verbundene und zerschnittene Ansammlung von Planeten, die Lichtjahre voneinander entfernt zu sein scheinen und nichts gemeinsam haben. Hier: ein Mini-usa mit protzigen Hotels und teuren Restaurants. Dort: Eine riesige Stadt mit von der Regierung finanzierten Billigunterkünften („Mandela-Häuschen“). Drüben die (gefährliche) City mit verlassenen Wolkenkratzern, dann wieder Squatter-Camps von Zuwanderern und riesige Schutthalden, Überbleibsel ausgebeuteter Goldminen. Draußen eine reiche Villengegend: Stacheldraht, Mauern, Videoüberwachung. Zehn Millionen Menschen wohnen in Joburg. Oder ein paar Millionen mehr, so genau weiß man das nicht. Jeden Tag (!) kommen 1.200 Einwanderer illegal nach Südafrika, weil sie sich hier ein besseres Leben als im Rest des Kontinents erhoffen.
Soweto und Krüger Park. Im Stadtteil Soweto, wo einst der Kampf gegen die Apartheid, also die gesetzlich verordnete Rassentrennung, besonders hart geführt wurde, kann man heute das ehemalige kleine Haus des Nationalhelden Nelson Mandela und jenes von Bischof Desmond Tutu gleich nebenan bewundern. Die Vilakazi Street in Soweto ist die einzige auf der Welt, in der zwei Träger des Friedensnobelpreises Tür an Tür gewohnt haben. Doch die neue Freiheit hat noch lange nicht automatisch ökonomische Erlösung mit sich gebracht. Anita Reichle erklärt es während der Fahrt hinauf zum Blyde River Canyon: „Den größten Abstand zwischen denen, die nichts haben und denen, die alles haben, gibt es in Südafrika.“ Die Erzählung endet (logischerweise) am Räuberpass, dann geht es hinunter in den kleinen Ort Pilgrim’s Rest, der verschlafene Goldgräberromantik versprüht. In Graskop genießt man in Harry’s Bar die besten Palatschinken von ganz Afrika, dann folgen wir dem Abbruch des Blyde River Canyon zu drei großen, spektakulären Aussichtspunkten.
Nach einer herrlichen Nachtruhe in einer der vielen tollen Lodges auf der Route (sauber, gutes Essen, kaltes Bier), läutet schon um halb fünf Uhr früh der Wecker. Aufstehen für den Krüger Nationalpark! Hier die (ehrliche) Aufzählung jener Tiere, die wir an diesem Tag gesehen haben: ein Löwenrudel, das Impalas jagt, Zebras, Meerkatzen, Warzenschweine, Geier, eine Baby-Hyäne, einen Kudu- und Busch-Bock, eine Baby-Antilope, Kampfadler, Blaureiher und Milane, einen Schrei-Seeadler, einen Büffel, ein Chamäleon (ja, sein Versteckspiel hat nichts genutzt), Paviane, Krokodile, Elefanten – und keine einzige Giraffe. Die gab’s dann im Hluhluwe-Umfolozi-Reservat in der Provinz Kwa Zulu Natal.
Durch Swasiland. Das Königreich Swasiland, dessen Gebiet vollständig von jenem der Republik Südafrika umgeben ist, wird derzeit von dem vor allem aus der Klatschpresse bekannten Mswati iii. absolut regiert. Er hatte bei Redaktionsschluss 13 Ehefrauen, die britische Queen Elizabeth ii. trägt in seinem Reich den Ehrentitel Mutterkuh. Während wir in unserem Luxusbus durch die grünen Hügel von Mswatis Reich schaukeln, erläutert Anita das lokale Schönheitsideal: dicker Hintern, stramme Schenkel, kräftige Arme. Wir glauben an einen Scherz, doch als Anita unweit der Hauptstadt eine alte Freundin trifft, fällt ihr diese so um den Hals: „Super, wie du jetzt aussiehst, du bist so richtig fett geworden...“ In Swasiland kann man auch die schönen, bunten Swasikerzen kaufen. Auch hier lohnt es sich, immer wieder an den Marktständen am Straßenrand zu halten, hier frische Mangos und dort knackige Pistazien zu kaufen und mit den Frauen, die immer gut drauf sind, ein Scherzchen (für Mutige: Tänzchen mit Gesang!) zu wagen.
Hautnah mit Geparden. Wieder in Südafrika. Die Emdoneni Lodge im Land der Zulus wartet mit einer echten Überraschung auf. Hier werden Wildkatzen, die in ihrer natürlichen Umgebung nicht überleben könnten, wieder aufgepäppelt. Unter anderem auch Geparden, denen man sich bis auf Tuchfühlung nähern kann – ein echt aufregendes Erlebnis. Anita fasst das so zusammen: „Jetzt ist es erst halb elf am Vormittag und ich bin schon fix und foxi.“ Die Millionen-Metropolen Durban und Port Elizabeth sind dazu natürlich ein hartes Kontrastprogramm. Doch schon bald geht es wieder hinaus aufs Land – jetzt entlang der weltberühmten Garden Route zu steilen Felsküsten und herrlichen Sandstränden, an denen die riesigen Wellen des Indischen Ozeans zur Freude der Surfer spektakulär zerbrechen. Jeffrey’s Bay gilt als bester Surfspot nach Hawaii, Plettenberg Bay wird auch Spielplatz der Millionäre genannt. Von Knysna mit seiner Marina, wo es aussieht wie in Kalifornien, fahren wir per Boot hinaus in die Lagune zum Featherbed Park, machen einen tollen Spaziergang entlang der Steilküste. Dann geht es wieder ins Landesinnere. Die Landschaft wechselt neuerlich ihr Kleid, wird zur Wüste. Nahe Oudtshoorn, schon in der Kleinen Karoo, kann man Strauße nicht nur bewundern und fotografieren, sondern – wenn man nicht zu schwer ist – auch auf ihnen reiten und sich Futter aus dem Mund picken lassen. Ein riesiger Spaß vor allem für die weniger Tapferen, die nur zuschauen.
Am Ziel: der Tafelberg. Weiter Richtung Süden. Jetzt werden die Straßen wieder breiter, der Verkehr dichter. Der Tafelberg, das Wahrzeichen Kapstadts, taucht am Horizont auf. Begeisterte Blicke im Reisebus: Das Wetter passt, der oft kalte, beißende Südostwind („Kap-Doktor“) hat eine Pause eingelegt, die Gondelauffahrt ist möglich. Die Aussicht über Stadt und Bucht bis hinüber zu Robben Island, wo der heute 91-jährige Nelson Mandela 18 Jahre lang vom Apartheid-Regime eingesperrt war, ist phantastisch. Aber auch die umgekehrte Sichtweise ist einzigartig. Ein Spaziergang und Shopping-Bummel durch die Victoria & Alfred Waterfront mit ihren schicken Restaurants, gemütlichen Cafés und zahllosen Geschäften findet (bei schönem Wetter) immer mit Aussicht auf den Tafelberg statt. Dann fahren wir noch ein Stück weiter nach Süden – zur Pinguin-Kolonie am Boulders Beach und schließlich hinüber zum Kap der Guten Hoffnung. Dieser Ort ist – auch – ein schönes Symbol. Meere, Reiche, Berge, Arme, Moderne, Wüsten, Pflanzen, Hütten, Tiere, Tradition, Shopping Center, Menschen aller Hautfarben: Südafrika vereint die Vielfalt unseres Planeten in einem einzigen Land der guten Hoffnung. Vielleicht ist das eine Idee: Die Vorurteile zu Hause lassen. Und zwischen Johannesburg und Kapstadt einmal um die ganze Welt reisen.



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