Oberösterreich
09.11.2011

Sorgenkind Eisenbahnbrücke

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Auszüge aus dem Gespräch mit dem Linzer Vizebürgermeister und Verkehrsreferent Klaus Luger zum Stand der Projektplanung

Ziel: Eine weitere Donaubrücke

Ziel von Vizebürgermeister Luger ist es, die Sperre der Eisenbahnbrücke so lange hinauszögern, bis eine zusätzliche Donaubrücke unmittelbar neben der jetzigen Eisenbahnbrücke errichtet wurde.

Zeitlicher Ablauf

Ende November 2011 wird ein Detailgutachten von Prof. Fink (TU Wien) erwartet. Dieses soll die Fragen nach der Sanierbarkeit der Brücke und der Dringlichkeit der baulichen Maßnahmen beantworten.

Ende Februar 2012 wird eine Gesamtstudie Aufschluss über Kosten und technische Möglichkeiten geben und damit die Basis für den Bescheid des Bundesdenkmalamtes bilden.

Mit dem Bescheid selbst rechnet Luger zwischen April und Sommer 2012. Eine Sanierung würde rund 2 Jahre in Anspruch nehmen. „Auch wenn die bestehende Eisenbahnbrücke saniert ist, wird sie dem motorisierten Individualverkehr nicht mehr zur Verfügung stehen“, gibt Luger zu bedenken.

Daher soll laut dem Linzer Vizebürgermeister parallel zur bestehenden Brücke eine 13,5 Meter breite Donaubrücke stromabwärts für den Individualverkehr gebaut werden. „Die Bauzeit der Brücke kann von einem halben bis zu eineinhalb Jahren dauern, je nach dem wie viele Brückenteile an Land vorgefertigt werden können“, so Luger. Im besten Fall rechnet er 2015/16 mit einer Fertigstellung des Brückenneubaus.

Notwendige Rechtsverfahren

Für den Bau der neuen Brücke sind allerdings noch einige Rechtsverfahren notwendig. Der Vizebürgermeister will gemeinsam mit der städtischen Verkehrsplanung in rund zweieinhalb Jahren die anstehenden Rechtsverfahrensschritte für sämtliche Bewilligungsverfahren abschließen. Zu klären sind dabei noch die Fragen des Wasserrechts, des Naturschutzes, des Schifffahrtsrechts und der Raumordnung. Weiters ist ein straßenrechtliches Widmungsverfahren, ein straßenrechtliches Bewilligungsverfahren sowie ein straßenpolizeiliches Verfahren durchzuführen.

Sperre der Eisenbahnbrücke hinauszögern

Währenddessen versucht die Stadt Linz, die drohende Sperre der bestehenden Eisenbahnbrücke hinauszuzögern. Das erklärte Ziel des Linzer Vizebürgermeisters ist die Erhaltung der Eisenbahnbrücke solange bis die neue Brücke befahrbar ist. Die Benutzbarkeit der sanierungsbedürftigen Donaubrücke ist eine reine Sicherheitsfrage und sollte laut Expertenmeinung mit Sonderlackierungen und technischen Ausbesserungen möglich sein.