Nothilfe

Wenn nichts mehr geht

In unserer Fotoshow zeigen wir Ihnen Beispiele aus dem ÖAMTC-Alltag, in denen sich die Club-Mitgliedschaft bezahlt gemacht hat.

04_2013_nothile_c_1 © Archiv
Bis 22.45 Uhr war dieser 2. März ein guter Tag für die Wienerin Jennifer Cerneti und ihren Freund Herbert. Schon um vier Uhr früh brechen die begeisterten Fans der Nordischen Kombination mit Jennifers Auto nach Val di Fiemme in Oberitalien auf. Die Tortur mit sechs Stunden Fahrt inklusive einem „Schlagloch-Pumperer“ bleibt nicht unbelohnt. Jennifer und Herbert sehen ein entfesseltes ÖSV-Duo: Wilhelm Denifl und Bernhard Gruber gewinnen die WM-Silbermedaille im Team-Sprint. Für die Siegerehrung am Abend reicht die Zeit leider nicht mehr. Auf der Heimfahrt wollen die beiden Schifans noch Freunde in Villach besuchen. Die Fahrt durch das Südtiroler Pustertal und Kärntner Drautal zieht sich. Fast vier Stunden brauchen die jungen Wiener bis Villach. Den leichten Schaukelbewegungen des Fahrzeuges messen sie wegen der kurvenreichen Strecke keine Bedeutung bei. Nach einem einstündigen Stopp – bei den Villacher Freunden gibt es Kärntner Kasnocken – geht es auf der Südautobahn weiter nach Wien. Herbert, der jetzt wieder am Steuer sitzt, wird zunehmend unruhiger. Die Straßenlage des Autos wird immer schlechter, vor allem beim Ausschwenken zum Überholen. Kurz vor dem Herzogbergtunnel des Packabschnittes bleibt der Wiener in einer Pannenbucht stehen und überprüft den Reifendruck. Alles okay. Rund 60 km weiter kommt das endgültige Aus. Herbert fährt nicht mehr weiter. Jennifer C. ruft den ÖAMTC-Notruf 120. Es ist 22.45 Uhr.