Verkehrsplanung

Straßenbau: Sicherheit darf unter Einsparungen nicht leiden

Ausbau der zweiten Tunnelröhren hat absolute Priorität

Sicherheit braucht Platz", sagt Willy Matzke, Verkehrsexperte des ÖAMTC, zur neu entfachten Diskussion über Einsparungen beim Autobahnbau. Speziell der Bau der erforderlichen zweiten Tunnelröhren im höherrangigen Netz darf sich nicht verzögern oder hintangestellt werden.

Sicherheit ist vorrangig

Ein bedarfsgerechter Straßenausbau unter genauer Beobachtung gegenwärtiger und künftiger Verkehrsentwicklungen ist ein laufender Prozess. Der ÖAMTC befindet sich zu diesem Thema in permanenten Gesprächen mit der ASFINAG. Dabei hat für den ÖAMTC die Sicherheit der Kraftfahrer immer höchste Priorität. Besonderen Wert legt der Club auf die Verkehrssicherheit, also auf zweite Tunnelröhren, sichere Baustellen und den Sicherheitsausbau ehemals zu schmal gebauter Strecken, wie das derzeit bei der Innkreis Autobahn (A8) der Fall ist.

Beim Ausbau der Nord Autobahn (A5) nördlich von Schrick war ursprünglich die Sparvariante 2+1 Fahrstreifen geplant, weil das erwartete Verkehrsaufkommen dies hier zulässt. Beim Bau dieser Sparvariante ist eines entscheidend: Alle 500 Meter muss es eine Pannenbucht geben, damit die Sicherheit gewährleistet bleibt.

Lobau: Querung statt Tunnel

"Der ÖAMTC hat einem Tunnel unter der Lobau nie zugestimmt und begrüßt die neuen Überlegungen zur sechsten Donauquerung", sagt Willy Matzke. Prinzipiell sollten nur Projekte gebaut werden, die über Benutzungsgebühren auch refinanzierbar sind und in einer akzeptablen Bauzeit fertig gestellt werden.