Derzeit tauchen M + S gekennzeichnete Sommerreifen in Österreich auf, die laut ÖAMTC zumeist aus dem Hochgeschwindigkeitssegment fernöstlicher Hersteller stammen.
Unklare Regelung
Das Problem ist, dass es keine klare Definition gibt, welche Eigenschaften ein Pneu aufweisen muss, um die Kennzeichnung M+S tragen zu dürfen. "In der ECE-Regelung ist lediglich festgelegt, dass das Profil der Lauffläche bessere Fahreigenschaften in frischem oder schmelzendem Schnee aufweisen muss als bei normalen Reifen. Außerdem sind größere Profilrillen vorgeschrieben", so ÖAMTC-Experte Friedrich Eppel.
Durch die schwammige Formulierung kann jeder Hersteller seine Reifen mit der M+S-Kennzeichnung versehen - die dadurch nichts über die tatsächlichen Wintereigenschaften aussagt.
Lamellen
Nach Stand der heutigen Technik besitzen alle guten Winterreifen viele Lamellen, das sind feine Einschnitte in den Profilblöcken über die gesamte Laufflächenbreite. Hat ein Reifen im Neuzustand keine Lamellen, sondern glatte Profilblöcke, ist dieser Reifen für winterliche Fahrbahnen ungeeignet, weiß man beim ÖAMTC.
Schneeflockensymbol
Reifen mit Schneeflockensymbol an der Seitenwand bieten nach amerikanischem Standard ein Minimum an Halt auf Schneefahrbahnen. "Diese Norm gilt in Europa allerdings nicht. Man kann aber davon ausgehen, dass diese Reifen ein Minimum an Schneegriffeigenschaften aufweisen und man von 'Winterreifen' sprechen kann", erläutert Eppel.
ÖAMTC-Winterreifentest
Einen umfassenden Überblick welche Pneus nicht nur richtige, sondern auch empfehlenswerte Winterreifen sind, bieten die ÖAMTC-Winterreifentests.

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