Verlockend tiefe Preise
Hohe Preisunterschiede am Neuwagenmarkt lassen viele Österreicher/-innen Ausschau über die Grenze in die Ostländer halten. Seit 1. Mai 2004 ("EU-Osterweiterung") steht den österreichischen Käuferinnen und Käufern der Automarkt in den Nachbarländern Ungarn, Tschechien, Slowakei und Slowenien ohne behördliche Hürden offen. "Obwohl vordergründig Preisunterschiede von weit mehr als 20 Prozent locken, sollte man nicht gleich zuschlagen und kaufen, sondern sich gut informieren", rät ÖAMTC-Jurist Martin Hoffer.
Den scheinbar hohen Preisunterschieden liegen vielfach gravierende Ausstattungsunterschiede zugrunde, und diese gehen oft auf Kosten der eigenen Sicherheit. "Selbst wenn sich nach genauer Rechnung ein paar Hundert Euro Preisvorteil für ein Auto aus den neuen EU-Ländern ergeben, muss damit dennoch nicht das große Schnäppchen verbunden sein. Erst ein Gesamtvergleich macht eine genaue Kalkulation möglich", betont ÖAMTC-Jurist Hoffer.
Der Club rät den Autokäufer/-innen, sich folgende Fragen zu stellen und kritisch zu beantworten:
- Welchen Rabatt würde ich möglicherweise doch beim Kauf in Österreich bekommen?
- Kann ich überhaupt mein altes Fahrzeug eintauschen oder welcher Aufwand ist nötig, um das Fahrzeug günstig privat zu verkaufen?
- Werde ich voraussichtlich beim Wiederverkauf eines selbst importierten Fahrzeuges den gleichen Preis erzielen, wie wenn das Fahrzeug bei einem österreichischen Händler erworben worden wäre?
- Kann ich sicher sein, dass meine Werkstätte mich weiterhin als Kunde erster Klasse behandeln wird?
Wer sich tatsächlich für den Import eines Fahrzeuges interessiert, kann sich als Mitglied an die Clubexperten wenden.

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