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Firmenfahrzeug zur Privatnutzung

Welche Kosten die Privatnutzung verursacht.

Firmenauto © iStock
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CO2-Emissionen entscheidend

Für den Arbeitnehmer ist ein Firmenfahrzeug (Auto, Motorrad oder Fahrrad) von Vorteil, wenn Privat-Kilometer gefahren werden dürfen. Dadurch entfallen die Kosten für ein eigenes Fahrzeug. Nutzt der Dienstnehmer ein Firmenfahrzeug privat (hierzu zählt auch die Strecke zwischen Wohnung und Arbeitsstätte),dann geht damit aber eine Erhöhung der Bemessungsgrundlage, für Lohnsteuer und Sozialversicherungsabgabe, des Gehalts einher.

Der Sachbezug — also der zu versteuernde Zuschlag — hängt neben den Anschaffungskosten auch von den CO2-Emissionen in den Papieren ab. Wird der jeweilige CO2-Emissions-Grenzwert im Jahr der Erstzulassung (siehe Tabelle unten) nicht überschritten, dann gilt für die Dauer der Nutzung, ein monatlicher Zuschlag von 1,5 Prozent der Anschaffungskosten (maximal 720 Euro). Wird der jeweilige CO2-Emissions-Grenzwert im Jahr der Erstzulassung jedoch überschritten, dann ist für die gesamte Dauer der Nutzung des Firmenfahrzeugs ein monatlicher Zuschlag von 2 Prozent der Anschaffungskosten (maximal 960 Euro) anzusetzen. Hierzu ein Beispiel: Wurde ein überlassenes Firmenauto im Herbst 2020 erstmalig zugelassen, dann gilt für die gesamte Nutzungsdauer ein CO2-Emissions-Grenzwert von 141 Gramm je Kilometer (gem. WLTP).

Für Gebrauchtfahrzeuge ist der CO2-Grenzwert zum Zeitpunkt der erstmaligen Zulassung des Fahrzeugs anzuwenden. Kein Sachbezug für die private Nutzung von Firmenautos oder arbeitgebereigenen Motorräder mit einem CO2-Emissionswert von 0 Gramm je Kilometer anzusetzen. Dies gilt übrigens auch für Fahrräder.

CO2-Emissions-Grenzwert beim Sachbezug

                      Jahr der Erstzulassung                                                         gem. NEFZ                                                        gem. WLTP bzw. WMTC
                              vor 2017                              130 g/km  
                                 2017                              127 g/km  
                                 2018                              124 g/km  
                                 2019                              121 g/km  
                        2020: bis 31.03.                              118 g/km  
                        2020: ab 01.04.*                                141 g/km
                                 2021                                138 g/km
                                 2022                                135 g/km
                                 2023                                132 g/km
                                 2024                                129 g/km
                              ab 2025                                126 g/km

* Wenn aufgrund der Corona-Krise die erstmalige Zulassung eines Firmenfahrzeugs nicht vor dem 1. April 2020 erfolgen konnte, diese aber bis zum 30. Mai 2020 erfolgte, dann darf in diesen Fällen auch weiterhin die frühere Regelung (beim Firmenauto also gemäß NEFZ) zur Besteuerung der Privatnutzung des Firmenfahrzeugs angewendet werden – sofern der Kauf- oder Leasingvertrag vor dem 1. April 2020 abgeschlossen wurde.

Was sind die Anschaffungskosten?

Als Anschaffungskosten gelten bei Neufahrzeugen die tatsächlichen Anschaffungskosten (inkl. Sonderausstattung, Umsatzsteuer und NoVA). Bei Leasingfahrzeugen sind die für die Berechnung der Leasingrate relevanten Anschaffungskosten maßgeblich. Können bei einem Gebrauchtfahrzeug die tatsächlichen Anschaffungskosten beim ersten Erwerb (inkl. Sonderausstattung und abzüglich von Rabatten) des Fahrzeugs nicht nachgewiesen werden, dann ist der damalige Listenpreis (exkl. Sonderausstattung) anzusetzen.
 

Geringe Privatnutzung durch den Arbeitnehmer (maximal 6.000 Km pro Jahr)

Arbeitnehmer, die mit dem Firmenauto jährlich nicht mehr als 6.000 Kilometer privat zurücklegen, dürfen den halben Sachbezug, also 0,75 bzw. 1 Prozent der Anschaffungskosten (max. 360 Euro bzw. 480 Euro), ansetzen. Voraussetzung hierfür ist die lückenlose Aufzeichnung sämtlicher Fahrten in einem Fahrtenbuch.

Seltene Privatnutzung durch den Arbeitnehmer

Arbeitnehmern, die das Firmenfahrzeug äußerst selten privat nutzen, bietet sich darüber hinaus die Möglichkeit einer kilometergenauen Abrechnung. Hierbei sind die tatsächlich gefahrenen Kilometer mit dem jeweiligen Kilometersatz zu multiplizieren. Liegt der auf diesem Weg ermittelte Sachbezug um mehr als 3/4 unter dem Sachbezug von 1,5 bzw. 2 Prozent der Anschaffungskosten, dann darf dieser kilometergenaue Sachbezug auch angesetzt werden. Voraussetzung ist auch hierbei die lückenlose Aufzeichnung sämtlicher Fahrten in einem Fahrtenbuch.

Kostenbeiträge des Arbeitnehmers

Zahlt der Arbeitnehmer einen Beitrag für die Nutzung des Firmenfahrzeugs, dann mindert dies den anzusetzenden Sachbezug. Kraftstoffkosten, die der Arbeitnehmer trägt, sind hiervon jedoch ausgenommen. Einmalige Kostenbeiträge reduzieren die Anschaffungskosten, anhand derer anschließend der Sachbezug ermittelt wird. Laufende Kostenbeiträge wiederum reduzieren den aus den gesamten Anschaffungskosten errechneten Sachbezug. Unabhängig wie die Arbeitnehmer-Beiträge geleistet werden, die Deckelung (720 Euro bzw. 960 Euro) des monatlich anzusetzenden Sachbezugs erfolgt immer erst nach dem Abzug der Arbeitnehmer-Beiträge.

Pendlerpauschale und Firmenauto

Arbeitnehmern die ein Firmenauto oder ein arbeitgebereigenes Motorrad auch für Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte nutzen können, steht keine Pendlerpauschale und kein Pendlereuro zu.

Garagen- oder Abstellplatz am Arbeitsplatz

Befindet sich der Arbeitsplatz in einem Gebiet, das der Parkraumbewirtschaftung unterliegt, dann ist für Garagen oder Abstellplätze, für das Privat-Auto oder das privat genutzte Firmenauto, ein monatlicher Sachbezug von 14,53 Euro anzusetzen.

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