Jetzt drucken

ÖAMTC: Mit Fahrrad am Auto in den Urlaub – sicherer Transport wichtig

Beladungs- und Belastungsgrenzen beachten, Kennzeichen und Kfz-Beleuchtung müssen sichtbar sein, Fahrweise anpassen, Spritverbrauch steigt

Wer das Fahrrad mit dem Auto in den Urlaub mitnehmen möchte, sollte nicht nur an die passende Halterung denken, sondern auch an Sicherheit, gesetzliche Vorgaben und den Schutz des Transportguts. "Ob am Dach, am Heck oder mittels Anhängerkupplung – bei allen Fahrradtransportsystemen müssen die Belastungs- und Beladungsgrenzen des Fahrzeugs und des Trägers beachtet werden", betont ÖAMTC-Techniker Dominik Darnhofer. Zusätzlich empfiehlt der Mobilitätsclub eine – meist optional erhältliche – Diebstahlsicherung. "Diese schützt sowohl den Träger als auch das Rad selbst und ist besonders bei längeren Reisen sinnvoll", so Darnhofer.

Der Fahrradtransport erhöht darüber hinaus den Spritverbrauch. Laut einem früheren ÖAMTC-Test ist ein Radträger auf der Anhängerkupplung am sparsamsten: Bei 100 km/h steigt der Verbrauch um etwa vier Prozent, bei 130 km/h um sechs Prozent. Beim Dachträger sind es 25 Prozent bei 100 km/h und 34 Prozent bei 130 km/h. Beim Heckträger für Kofferraumdeckel steigt der Verbrauch um 23 Prozent bei 100 km/h und 44 Prozent bei 130 km/h.

Fahrrad am Heck – Sichtbarkeit von Kennzeichen und Beleuchtung beachten

Für den Transport am Fahrzeugheck gibt es zwei gängige Varianten: Heckträger, die am Kofferraumdeckel oder der Heckklappe befestigt werden, sowie Systeme, die an die Anhängerkupplung geklemmt werden. Bei beiden gilt: Kennzeichen und Fahrzeugbeleuchtung müssen sichtbar bleiben. "Wird das Kennzeichen verdeckt, muss entweder die rote Kennzeichentafel angebracht oder das normale hintere Kennzeichen umgesteckt werden", erklärt der ÖAMTC-Techniker. Auch die Beleuchtung des Fahrzeugs darf nicht verdeckt sein – außer der Fahrradträger verfügt selbst über die entsprechenden Beleuchtungseinrichtungen.

Ein weiterer wichtiger Punkt: Die transportierte Ladung darf niemals über die Fahrzeugbreite inklusive Außenspiegel hinausragen.

Fahrrad am Dach – Belastungsgrenzen und Fahrverhalten beachten

Dachträger gelten als kostengünstige und schnell montierte Lösung, das Be- und Entladen ist aber oft mühsam. "Für das Hochheben eines Fahrrades aufs Dach braucht es Kraft und Geschick – am besten macht man das zu zweit", rät der ÖAMTC-Techniker. Schwere E-Bikes sind für Dachträger oft ungeeignet, da die zulässige Dachlast schnell überschritten wird. Zudem verändert eine Dachlast den Fahrzeugschwerpunkt, was besonders bei Seitenwind und in Kurven zu beachten ist. Daher sollte man Fahrweise und Geschwindigkeit entsprechend anpassen.

Allgemeine Tipps für den Fahrradtransport am Auto

Vor dem Fahrtantritt sollten lose Teile wie Klemmleuchten, Pumpen oder Akkus vom Rad entfernt werden. Bei Pausen empfiehlt sich eine Kontrolle der Ladung auf festen Sitz. Die Fahrweise ist stets dem beladenen Zustand anzupassen – insbesondere bei Dachlast oder überhängender Ladung. Wer den Fahrradträger nicht benötigt, montiert ihn ab: Das spart Kraftstoff und reduziert den Luftwiderstand. Diese einfachen Maßnahmen erhöhen die Sicherheit für alle Beteiligten und schützen das transportierte Fahrrad vor Schäden.

Wer ins Ausland fährt, sollte die länderspezifischen Vorschriften kennen. Weitere Informationen dazu findet man unter: www.oeamtc.at/laenderinfo

Infos und Tipps rund ums Fahrrad findet man unter Fahrrad | ÖAMTC