Kundl überwacht Tempolimits eigenständig
Erste Gemeinde Östrerreichs, Bewusstseinsbildung steht im Vordergrund.
Die Tiroler Marktgemeinde Kundl im Unterland wird als erste Gemeinde Österreichs die Einhaltung von Geschwindigkeitsbeschränkungen im Straßenverkehr künftig selbstständig überwachen. Das Land Tirol habe eine dementsprechende Übertragungsverordnung erlassen.
Mehr als 60 Prozent der Unfälle mit Verletzten und Toten ereignen sich im Ortsgebiet. Reduzierte Geschwindigkeit senkt - statistisch eindeutig belegt - das Unfallrisiko deutlich. Die Möglichkeit einer eigenständigen Überwachung mit Radar ist seit Jahren Wunsch vieler Tiroler Gemeinden. Dabei gehe es insbesondere um Tempo-30-Zonen sowie etwa die Bereiche um Schulen, Kindergärten und Seniorenheime.
Bürgermeister sieht Bewusstseinsbildung im Vordergrund
Der Kundler Bürgermeister betonte, die Auswahl der sieben Standorte folge dem Gutachten eines Verkehrsplaners. "Die Marktgemeinde Kundl ist überzeugt, dass die Einführung der Radarüberwachung einen wichtigen Beitrag zur Erhöhung der Verkehrssicherheit leisten wird", sagte er. Strafen seien jedenfalls "kein vorrangiges Ziel, sondern die nachhaltige Bewusstseinsbildung für die Einhaltung der geltenden Geschwindigkeitsbeschränkungen".