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64 Verkehrstote im ersten Quartal 2026

Osterzeit: Vorsicht im Straßenverkehr.

Unfallfahrzeug in Großformat
© ÖAMTC
Verkehrsunfall

Im ersten Quartal 2026 starben laut vorläufigen BMI-Zahlen 64 Menschen im österreichischen Straßenverkehr. Das entspricht einem Anstieg von zwei Prozent gegenüber dem Vorjahr, markiert aber gleichzeitig den viertniedrigsten Wert seit Beginn der Aufzeichnungen. Pkw-Insass:innen stellen mit 34 Todesfällen die größte Gruppe dar. Wien und das Burgenland verzeichneten keine tödlichen Unfälle.

Pkw und Klein-Lkw: Wo die meisten Toten zu beklagen sind

Pkw-Insass:innen machen mit 34 Todesfällen rund 53 Prozent aller Verkehrstoten aus. Die Hälfte davon starb bei Frontalkollisionen, ein Drittel bei Alleinunfällen — fast alle endeten mit Objektanprall, meist an einem Baum. 31 der 34 Pkw-Todesopfer verunglückten im Freiland.

Auffällig ist der starke Anstieg bei Klein-Lkw-Insass:innen: Sie stellen 13 Prozent aller Verkehrstoten — dreimal so viel wie in den Vorjahren. Ungeschützte Verkehrsteilnehmer:innen wie Fußgänger:innen und Radfahrende verunglückten hingegen seltener tödlich als im Schnitt der vergangenen 14 Jahre.

Mutmaßliche Hauptunfallursache bleibt Unachtsamkeit und Ablenkung, gefolgt von nicht angepasster Geschwindigkeit und Vorrangverletzung. „Dabei ist nicht angepasste Geschwindigkeit nicht gleichbedeutend mit Raserei oder dem Überschreiten des erlaubten Limits, sondern heißt, dass das zum Unfallzeitpunkt gewählte Tempo nicht den Verhältnissen angepasst war“, erläutert David Nosé, ÖAMTC-Verkehrstechniker.

Osterwochenende: Mehr Verkehr, mehr Zweiräder, mehr Aufmerksamkeit gefragt

Am Osterwochenende steigt das Verkehrsaufkommen erfahrungsgemäß — und damit auch die Unfallzahlen. In den vergangenen 20 Jahren starben zwischen Karfreitag und Ostermontag insgesamt 92 Menschen; der traurige Rekord stammt aus dem Jahr 1976 mit 39 Todesopfern.

Auch 2026 rechnet der ÖAMTC mit einem erhöhten Verkehrsaufkommen und einem größeren Mix an Verkehrsteilnehmenden. Viele planen Tagesausflüge, viele davon mit Motorrad oder Fahrrad. David Nosé appelliert: Zweiradfahrende sollten nach der Winterpause vorsichtig und defensiv in die Saison starten; Autofahrende sollten sich auf mehr Motorrad- und Radfahrende einstellen und vorausschauend fahren.

Häufige Fragen zu den Verkehrsunfallzahlen 2026

Welche Verkehrsteilnehmer:innen sind im ersten Quartal 2026 am häufigsten tödlich verunglückt?

Pkw-Insass:innen führen die Statistik mit 34 Todesfällen (53% aller Verkehrstoten) an — die Hälfte starb bei Frontalkollisionen, ein Drittel bei Alleinunfällen mit Objektanprall, meist im Freiland. Es folgen Fußgänger:innen (10), Klein-Lkw-Insass:innen (8), Motorradfahrer:innen (4) und Radfahrer:innen (3). Wien und Burgenland blieben ohne tödliche Unfälle.

Was sind die häufigsten Unfallursachen laut ÖAMTC?

Laut ÖAMTC verursachen Unachtsamkeit und Ablenkung die meisten Unfälle, gefolgt von unangepasster Geschwindigkeit und Vorrangverletzungen. ÖAMTC-Experte Nosé erklärt: Unangepasste Geschwindigkeit bedeutet nicht zwingend Rasen, sondern ein für die Verhältnisse ungeeignetes Tempo. Pkw-Alleinunfälle enden überwiegend mit Objektanprall, vorwiegend an Bäumen.

Warum ist das Osterwochenende besonders unfallträchtig?

Das Osterwochenende steigert das Unfallrisiko durch erhöhtes Verkehrsaufkommen. Seit 2006 starben 92 Menschen zwischen Karfreitag und Ostermontag — der Negativrekord liegt bei 39 Todesopfern (1976). Nach der Winterpause drängen mehr Zweiradfahrende auf die Straßen. Der ÖAMTC mahnt zu erhöhter Aufmerksamkeit — besonders gegenüber Motorrad- und Radfahrenden.

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